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Papierfedern

Blitz-Anleitung: Federn aus Papier – mit Vorlage

Basteln mit Papier geht schnell, macht Spaß und liefert wunderschöne Ergebnisse. Diese Papierfedern sind im Handumdrehen gebastelt und eignen sich für viele Gelegenheiten: als kleine Girlande, als Deko an einem Ast oder als besonderes Detail bei der Geschenkverpackung. Das Beste: Mit einer einfachen Vorlage gelingt die Bastelei superleicht und ist auch spontan umsetzbar.

Papierfedern

H2: Materialien für die Papierfedern

  • Vorlage zum Ausdrucken
  • Papier nach Wahl (bunt, gemustert oder Recyclingpapier)
  • Schere
  • Nadel & Schnur
  • optional: Stöcke oder Äste zum Aufhängen

Wir haben einen unendlichen Fundus an Stöcken und Ästen, bei beinahe jedem Spaziergang kommen neue dazu. Also habe ich kurzerhand aus vier Ästen und ein wenig Paketschnur eine Art Rahmen gebunden.

Papierfedern

Dann ging es auch schon an die Federn. Dafür einfach die Vorlage ausdrucken und die Federn ausschneiden. Die Schablonen schließlich auf die gewünschte Unterlage pausen und wieder ausschneiden.

Papierfedern

Für einen Hauch von Dreidimensionalität einfach mit der Scherenspitze eine Mittellinie eindrücken. Die Papierfedern schließlich vom Rand her fein einschneiden. Mit einer Nadel Löcher stechen, Schnur einfädeln, aufhängen, fertig.

Papierfedern

Einsatzmöglichkeiten für Papierfedern

Das Schöne an dieser Bastelei ist, dass sie so unkompliziert ist, keiner Vorbereitung bedarf und auch spontan gut klappt. Die Papierfedern sind vielseitig verwendbar: Etwa als Deko bei Festen, Geburtstagen, im Kinderzimmer als Girlande über dem Esstisch oder Kinderbett oder als Geschenkanhänger für kleine Päckchen.

diy wall hanging, weben

Ihr habt noch mehr Stöcke zuhause und sucht passende Ideen? Vielleicht ist ja dieses Webprojekt mit einer Astgabel etwas für euch.

 

 

Liverpool mit Kind

Wochenende in Bildern: Unterwegs in Liverpool

Möwen, Pubs und nasse Füße. Wir sind in Liverpool, genießen den Weitblick und die schöne Atmosphäre, besuchen Dünenlandschaften und kinderfreundliche Museen. Nur die versprochenen Eichhörnchen, die suchen wir vergeblich.

Liverpool mit Kind

Dieses Wochenende hat sich eher zufällig ergeben. Gut so. Denn diese unaufgeregte, englische Hafenstadt hat einiges zu bieten. Doppeldecker, historische Segelschiffe und frittierter Fisch lassen doch die allermeisten Kinderherzen höher schlagen.

Formby

Am Samstag überlassen wir die Liverpooler Innenstadt dennoch trinkfesterer Klientel und nehmen kurzerhand die U-Bahn ans Meer. Eine knappe halbe Stunde tingelt die Merseyline direkt aus dem Zentrum in das Städtchen Formby. Ein kleiner Spaziergang durch diesen gediegenen englischen Vorort und die allerschönste Dünenlandschaft bringt uns schließlich ans Meer.

Formby

Dabei geht es zunächst den Red Squirrel Walk entlang, zahlreiche Eichhörnchen sollen hier beheimatet sein und einem fast unweigerlich begegnen, heißt es überall im Internet. Wir sehen kein einziges (und, ja, wir haben sogar ein paar Haselnüsse in der Tasche), der Weg lohnt aber trotzdem.

formby

Schließlich liegt an seinem Ende das Meer. Es ist gerade noch Ebbe als wir den Strand erreichen, kilometerweit entfaltet er sich von hier aus auf beiden Seiten. Unzählige Windräder im Nebel sorgen für eine eigenartige Stimmung, sanft bewachsene Dünenlandschaft und Möwengeschrei machen das aber wieder wett.

formby

Und natürlich der viele Sand.

formby

Wir finden Schätze, bauen Burgen, arrangieren Federwälder. Was man halt so tut.

formby

Die Seeluft macht müde (das Kind) und hungrig (die Eltern). Wir machen uns auf den Weg zurück nach Formby und kehren im gediegenen Landgasthaus The Railway Pub ein. Ein Glücksgriff. Ausgezeichnete Hausmannskost, bequeme Bänke für den Kinderschlaf und gleich neben der Bahn perfekt gelegen.

liverpool mit kind

Sonntag. Am Anfang ist das Frühstück. Das gibt es bereits das zweite Mal in Folge im LIV. Einem Bioladen im Stadtzentrum (Boldstreet) mit angeschlossenem Café. Hier gibt es ein ausgezeichnetes vegetarisches Full English Breakfast, außerdem kann man sich nebenbei gleich mit halbwegs gesunden Snacks für den Rest des Tages eindecken.

liverpool mit kind

Danach geht es zu den Albert Docks – dem zentralen Teil des historischen Hafenzentrums. Hier finden sich historische Segelschiffe ebenso wie Museen für zeitgenössische Kunst, außerdem kleine Cafés und Pubs, Eiswagen, Kinderkarussell und vieles mehr.

liverpool biennale

Wir haben Glück. Denn gerade läuft die Biennale Liverpool. An zahlreichen Standorten sind also kleine Ausstellungen zu sehen, im Vorbeigehen besuchen wir das Riba North, das Architekturzentrum.

liverpool biennale

Praktisch für Besucher: Dieses digitale Stadtmodell zeigt die wichtigsten Stadtteile und Sehenswürdigkeiten der Stadt. Besucher können per Touch Screen die historische Gebäude, aber auch ganze Stadttouren auswählen und auf einer Videowall erscheinen die gewünschten Informationen.

liverpool biennale

Lego – die Keimzelle der Architektur.

liverpool mit kind

Die ganze Stadt ist sehr familienfreundlich. Kein Lokal, das nicht zumindest Malstifte vorrätig hat, gratis Eintritt für Kinder in allen großen Museen, darunter etwa auch die Tate Liverpool, und auch im Rahmen der Biennale gibt es ein eigenes Familienprogramm.

liverpool mit kind

Nach der Kultur ist vor dem Kaffee. Zum Glück gibt es auch hier eine ganze Reihe an Spielen, draußen regnet es nämlich und das ist dann doch nur von drinnen aus gemütlich.

liverpool mit kind

Nasse Füsse bekommen wir später aber natürlich trotzdem.

liverpool mit kind

 

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Rezept Reisbällchen Baby Led Weaning

Familienküche: Rezept für Tomaten-Reisbällchen

Frische Tomatensauce, cremiger Ziegenkäse und knackiger Basmatireis verbinden sich zu leckeren Reisbällchen. Eine schöne Beilage in der Familienküche, gut für zwischendurch (auch kalt!) und als Fingerfood ideal für Babys ab etwa einem Jahr.

BLW: Rezept für Reisbällchen

Die kleinen mundgerechten Reisbällchen eignen sich hervorragend für die Resteverwertung. Zumindest in unserem Haushalt werden sowohl Reis als auch Tomatensauce immer in rauen Mengen zubereitet – auch weil sich beides eine Weile hält, sich auf viele Weisen kombinieren lässt und so nicht selten zur rettende Komponente für eine akzeptables Unter-der-Woche-Mahlzeit wird. Das klappt sogar dann, wenn beides miteinander kombiniert wird. Rasch zusammengemengt und in die Pfanne geworfen, sind sie im Handumdrehen fertig.

reisbällchen baby led weaning

 

Zutaten:

Für ca. 25 Reisbällchen:

  • 1 Tasse Basmatireis
  • 250 ml Tomatensauce
  • 2 EL Ziegenfrischkäse
  • 1 EL Mehl

Für die Tomatensauce außerdem:

  • 250 ml passierte Tomaten
  • 2 Knoblauchzehen
  • Oregano, Basilikum
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl

Zubereitung:

Zunächst die Tomatensauce kochen. Dafür den Knoblauch schälen und klein schneiden, bei mittlerer Hitze im Öl anbraten, die passierten Tomaten beigeben, würzen und etwa 20 Minuten köcheln lassen. Den Basmatireis nach Anleitung gar kochen. Sauce und Reis auskühlen lassen.

In einer großen Schüssel Tomatensauce und Reis vermischen, den Ziegenfrischkäse beigeben und alles zu einer zähen Masse vermischen. Wenn nötig ein wenig Mehl beigeben. Aus der Masse kleine Bällchen formen.

In einer beschichteten Pfanne reichlich Pflanzenöl erhitzen. Die Bällchen in das Öl legen und auf jeder Seite mehrere Minuten lang braten bis sie leicht goldig werden. Die fertigen Bällchen aus dem Öl nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

 

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Babykekse

Baby Led Weaning: Schnelle Apfelmuskekse

Für diese nette Babyknabberei braucht man nur 15 Minuten Zeit, sowie fünf Zutaten in der Teigschüssel  – fertig sind leckere Apfelmuskekse, die im Zweifelsfall nicht nur Babys, sondern auch Mütter durch den Tag bringen.

Babykekse

Zutaten:

  • 100g weiche Butter
  • 2 Eier
  • 350 ml Fruchtmus, z.b. Apfel
  • 250g Dinkelvollkornmehl
  • 2TL Weinsteinbackpulver

babykekse

Zubereitung:

Zunächst das  Backrohr auf 200°C vorheizen.

Die weiche Butter mit dem Handmixer schaumig schlagen. Die Eier einrühren, schließlich das Fruchtmus beigeben. Dabei ist erlaubt, was schmeckt. Apfelmus funktioniert gut, aber auch Mangomus, Zwetschgenmus oder Birne gehen gut.

Das Dinkelmehl und das Backpulver vermischen, zu den feuchten Zutaten geben und mit einem Holzlöffel schnell einrühren. Jetzt mit Hilfe eines Esslöffels kleine Häufchen auf ein, mit Backpapier ausgelegtes, Backblech legen. Und die Kekse etwa zehn Minuten lang backen.

babykekse

Die angegebene Menge reicht für zwei Backbleche, das ergibt etwa 24 Kekse. Perfekt als kleiner Snack für zwischendurch, Fingerfood und Spielplatzjause.

babykekse

 

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Die schönsten bilderbücher

Was wir lesen: Kinderbücher im September

Das sind unsere Lieblingsbücher im September. Klassiker und Novitäten. Wundersame Erzählungen, Alltagsgeschichten und kleine Kunstwerke. Empfehlungen für das Vorlesealter.

Maus im Haus:

H.C. Artmann: Maus im Haus

Dieses Kinderbuch hat nicht nur literarische Qualität, seit der Neuauflage von 2016 ist es auch optisch außergewöhnlich schön. Denn Elsa Klever hat H.C.Artmanns Geschichte rund um die Robbe Ompül neu illustriert und dieser skurrilen, kleinen Geschichte damit gekonnt die perfekte Bildebene verpasst. Artmann erzählt uns also von dem Robbenmännchen Ompül, der früher einmal Seemann war, heute aber Leuchtturmwächter irgendwo in der Nähe von Feuerland ist. Dieser Ompül ist ein wenig behäbig, ein Tagträumer und Zeitungsleser, ein in-die-Luftschauer und Gewohnheitstier, aber ein Dummrian, nein, ein Dummrian ist er nicht. Als eine kleine pfiffige Maus mitsamt einer Großpackung Strickleitern (ein praktisches Geschenk vom Onkel aus Amerika) und dem halben Mäuseclan im Haus ein- und über Käse, Keks und Speck herfällt, findet Ompül dann doch einen Weg die ganze Bande wieder aus dem Haus zu jagen. H.C.Artmann, Elsa Klever: Maus im Haus. Nilpferd Verlag, 18 Euro. (ab 5 Jahren)

H.C. Artmann: Maus im Haus

 

Das große Conni-Buch:

Das große Conni-Buch

Alle lieben Conni. Anders kann man sich den Erfolg der Reihe rund um das blonde Mädchen mit der roten Schleife im Haar nicht erklären. Immerhin gibt es Conni-Bücher für alle Altersgruppen, Fernsehserien, einen Film, in dem Till Schweigers Tochter Emma die Hauptrolle spielt, ja, sogar ein Musical. Seit 1992 erdenkt sich Liane Schneider Geschichten aus Connis Leben, mittlerweile schreiben drei weitere Autoren mit. Diese kleine Sammlung, rund um die „kleine Conni“ (für Kinder ab 3) hat es beim letzten Büchereibesuch mit nach Hause geschafft und ist seither fixer Bestandteil der Einschlaflektüre. Es sind nette, harmlose Alltagsgeschichten, die Spaß machen und gar nicht so moralinsauer daher kommen, wie man es vermuten könnte. Conni läuft also Laterne, geht schwimmen, tanzen und reiten – und wir sind immer mit dabei. Wohlfühllektüre. Liane Schneider, Eva Wenzel-Bürger: Das große Conni-Buch. Carlsen Verlag, 13.30 Euro. (ab 3 Jahren)

 

Der vollkommen normale Herr Gnirzdefrrrtz:

Der vollkommen normale Herr Gnirzdefrrrtz

Ein Bart voller Tausendfüßler? Ein Haus, das Popmusik mag?  Und Augen, die hören können? Alles, ganz normal! Zumindest, wenn wir die Welt von Herrn Gnirzdefrrrtz – dessen Vorname übrigens Hjolllschdequttelicki lautet – betreten. Wir begleiten diesen ungewöhnlichen Mann, der stets von einem seiner drei Augen zum anderen grinst, also in 13 abgedrehten Bildern durch seine Welt, lernen dabei, dass Autos manchmal fliegen können und Schokometallsplitter hervorragend zu Leberwursteis passen. Wir erfahren, dass Worte Farben und Formen haben und große Hunde manchmal Jolla Jollunder Brausepups heißen. Was nach diesem amüsanten Streifzug übrig bleibt, ist eine einfache Botschaft: Jeder darf sein, wie er will. Und das kommt auch ganz ohne erhobenen Zeigefinger an. Schön! Martin Fuchs, Fréderic Bertrand: Der vollkommen normale Herr Gnirzdefrrrtz. Klett Kinderbuch, 14,40 Euro. (Ab 3 Jahren)

 

Lindbergh. Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus:

Torben Kuhlmann: Lindbergh

Dieses Buch ist ein klarer Elternliebling, kommt aber auch bei den Kleinen wirklich gut an. Es ist so aufwendig produziert, wunderbar illustriert und schön erzählt – es ist eine reine Freude. Im Zentrum dieses Bilderbuch-Debuts von Torben Kuhlmann steht eine kleine Maus mit einem großen Traum: Sie will fliegen – und zwar nach New York. Dabei muss sie allerlei Hindernisse überwinden, wird von Menschen, Katzen, Fledermäusen und Eulen verfolgt, in dunkle Verstecke verdrängt und behält dabei dennoch immer ihren Pioniergeist. Kuhlmann ist mit diesem Buch etwas besonderes gelungen, denn er schöpft sowohl textlich als auch bildlich aus dem Vollen. „Lindbergh“ entstand 2012 als Abschlussarbeit an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg, mittlerweile ist auch die Fortsetzung „Armstrong“ bei Nord Süd erschienen. Torben Kuhlmann: Lindbergh. Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus. NordSüd Verlag, 20 Euro, (ab 5 Jahren)

 

Bimbulli:

Mira Lobe: Bimbulli

Ein Faden, ein Fetzerl und zwei Wattebäusche – fertig ist das Puppenkind. Bimbulli heißt es und hat, das wird schnell klar, ganz besondere Fähigkeiten. Es spielt verstecken, freundet sich mit Hennen an, kümmert sich um den frisch geschlüpften Prinz Kücken und bietet im stürmischen Regen Frosch und Maus, Eichhörnchen und Igel Schutz. Bimbulli ist ein Klassiker rund um die Themen Zusammenhalt, Gemeinschaft und Mitgefühl. Ein bisschen wirr, ein bisschen schräg und dabei immer zauberhaft, wie es sich nur Mira Lobe ausdenken kann. Natürlich merkt man an einigen Ecken und Enden auch, dass dieser Klassiker von 1964 ist, etwa immer dann, wenn Peter seinen Bimbulli verhauen will. Es sind aber wenige Stellen, die sich beim vorlesen auch ganz leicht zensieren lassen, wenn man will. Mira Lobe, Susi Weigel: Bimbulli. Jungbrunnen Verlag Wien, 14 Euro. (ab 4 Jahren)

 

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Buchtipps für Kinder

Rezept: Süßkartoffelpuffer

Herbstküche: Süßkartoffelpuffer mit Bohnensalsa

Rezept für ein schnelles, gesundes Mittagessen. Die Taler sind auch gut für kleine Hände, Süßkartoffeln, Bohnen, Balsamico und Tomaten gehen eine gute Verbindung ein.

Rezept für Süßkartoffelpuffer mit Bohnensalsa:

Rezept: Süßkartoffelpuffer

Zutaten:

Für die Taler:

  • 2 Süßkartoffel (ca. 500g)
  • Salz und Pfeffer
  • eine Prise Kreuzkümmelsamen
  • 2 Eier

Für die Bohnen:

  • eine halbe rote Zwiebel
  • 1 Prise geräuchertes Paprikapulver
  • Olivenöl
  • 100g Kirschtomaten
  • 1 Dose kleine weiße Bohnen
  • 1 Schuss Balsamico
  • frischer Thymian

Rezept: Süßkartoffelpuffer

Zubereitung:

Süßkartoffeln schälen und in eine große Schüssel raspeln. Salzen und pfeffern, Kreuzkümmelsamen beigeben. Gemeinsam mit den Eiern zu einer homogenen Masse vermengen.

Zwiebel klein hacken und einige Minuten in Öl braten. Wenn die Zwiebel braun werden, das Paprikapulver dazugeben, dann die Tomaten, die abgetropften Bohnen und den Balsamico. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken, den Thymian hinzufügen. Noch etwa fünf Minuten garen, bis die Sauce eingedickt ist.

In einer großen Pfanne etwas erhitzen. Aus der Süßkartoffelmasse Puffer formen und bei mittlerer Hitze braten – nach etwa fünf Minuten wenden. Die Puffer sind fertig, wenn sie goldbraun sind.

Gemeinsam mit den Bohnen servieren. Guten Appetit!

Rezept: Süßkartoffelpuffer

 

Wochenende in Bildern

Wochenende in Bildern: Regensprünge und Herbstgefühle

Das erste Wochenende in Bildern nach einer etwas längeren Sommerpause ist eigentlich nur ein halbes. Macht aber nichts. Ein Sonntag voll mit gutem Essen, ausdauernden Spielen und nassen Hosen.

Wochenende in Bildern

Die vergangene Woche stand unter dem Motto „Kindergeburtstag“, war voller Freude, Feiern und Girlanden, voller Bewegung und allerschönster Aufregung. Wir haben Torte gegessen, Geschenke bestaunt und das Geburtstagskind ist vor lauter Glück und Stolz bestimmt gleich noch zwei Zentimeter gewachsen. Nach diesen Feierlichkeiten haben wir das Wochenende aber erst einmal nach drinnen verlegt, auch das Wetter war dabei auf unserer Seite.

Wochenende in Bildern

Der Samstag vergeht wie im Flug und ganz ohne, dass ich die Kamera zur Hand nehme. Immerhin müssen all die Spiele, die in unseren Haushalt eingezogen sind, nun auch einmal ausprobiert, der Hund gestreichelt und zwei, drei, vier Folgen Barbarpapas geschaut werden. Auch das Projekt „Auf der Suche nach dem besten Papierflieger“ startete samstags, zog sich aber noch weit in den Sonntag hinein.

Spinatgnocchi

Nachdem schon Mitte der Woche Gnocchi-Gusto aufkam (schuld daran war dieses Bild von freiraum.14), war es beschlossene Sache. Sonntag ist Gnocchi-Tag. Statt dem Auflauf gab es allerdings die bewährten Spinat-Gnocchi mit Minzpesto. Schon allein, weil die Kräuter von der Fensterbank dringend abgeerntet werden mussten.

Wochenende in Bildern

Ein klarer Auftrag für den Kleinsten im Haus. Schnippelmeister.

Wochenende in Bildern

Die Gnocchi waren ein Traum. Das Kind wollte trotzdem lieber Apfelmus. Oder Honig. Oder irgendwas Süßes.

Wochenende in Bildern

Noch mehr Grün. Nach mehrstündigem Spielmarathon (inklusive sanften Umbauten des Wohnzimmers Richtung Flughafen) und beherzten Tanzeinlagen, überrede ich die Meute zu einer kleinen Spazierrunde und wir ziehen die Regenmäntel über den Sonntagsstaat. Frische Luft und so.

Wochenende in Bildern

Die Minigolfsaison neigt sich dem Ende zu.

Wochenende in Bildern

Das Projekt Open Piano for Refugees gastiert an diesem Wochenende im Museumsquartier. Aufgrund des Regens findet das offene Konzert nicht im Freien, sondern in der Ovalhalle statt. Die Menschen finden trotzdem her, setzen sich, hören zu. Ziel der Veranstaltung ist es zu verbinden, das Konzept lautet in Kurzfassung: „Alle dürfen spielen. Alle dürfen zuhören“.

Wochenende in Bildern

Die Bandbreite ist beachtlich, ebenso wie das Können der Teilnehmer. Die Initiatoren der Veranstaltungsreihe haben übrigens auch eine Musikschule gegründet. Bei „Doremi“ werden SchülerInnen stets paarweise unterrichtet, wobei Geflüchtete und sozial Benachteiligte im Doppel mit einkommenstärkeren Personen unterrichtet werden, wovon wiederum alle profitieren (Stichwort: Sprachkenntnisse, Wertschätzung, kulturelle Vielfalt und neue Blickwinkel).Das kann man unterstützen, etwa als  Musikpate.

Wochenende in BIldern

Der Sprung in die Regenpfütze ist an einem Tag wie diesem natürlich Pflicht. Gehüpft wird bis die Hosen nass sind und noch ein kleines bisschen länger. Das Abendessen wird zuhause kurzerhand in die Badewanne verlegt, weil: warum nicht? Es folgt Eingekuschel und Vorgelese und eine eigenartige Vorfreude auf diesen Herbst, der da in großen Schritten auf uns zu kommt.

 

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Noch mehr Wochenenden in Bildern gibt es bekanntlich auf Susanne Miraus Blog Geborgen Wachsen.

Marrakesch mit Kind (c) Marlene Mayer

Marrakesch mit Kind: Die besten Adressen

Hier habe ich schon erzählt, wie unsere Reise nach Marrakesch war. Was da noch fehlt, sind die besten Adressen für Ausflüge, Essen und Shopping: Unsere Tipps für die nächste Reise nach Marrakesch. Alle selbst ausprobiert und für gut befunden.

ESSEN

Marrakesch mit Kind (c) Marlene Mayer

Amal.

Dieses Restaurant in Gueliz, der Neustadt von Marrakesch sieht unspektakulär aus, man sollte trotzdem unbedingt reservieren. Serviert wird traditionelle marokkanische Küche auf hohem Niveau (Freitags gibt es Cous Cous), betrieben wird das Lokal als Non-Profit-Kooperative, die Frauen in Notsituationen – meist kommen sie aus den Bergen – unterstützt und einen Arbeitsplatz bietet.

Chez Yassine.

Solide Pizza, klassische marokkanische Speisen und eine besonders herzliche, familienfreundliche Atmosphäre (Spielkiste!) gibt es bei Chez Yassine in der Rue Fatima Zahra Rmila, etwa fünf Minuten vom Djemna el fna.

Marrakesch mit Kind (c) Marlene Mayer

Shtatto

Neuer, noch eine Spur unaufgeregter und nicht zuletzt günstiger als das Café des Epices ist die Terrasse des Shtatto, eines neuen Conceptstores, der neben ausgesuchten Interieur- und Modestücken auch einen Barbershop für den modernen, bärtigen Mann beheimatet.

Café des Epices.

Vor etwa zehn Jahren eröffnete das Café des Epices mitten im Souk von Marrakesch und damit ein Ort, der den traditionellen Chic der Stadt sanft modernisierte und damit noch besser zugänglich machte. Das kleine Café ist bis heute extrem erfolgreich und wurde zur  Keimzelle eines kleines Gastronomie-Imperiums. Heute ist es nicht nur bis ins Nachbarhaus gewachsen, die Macher eröffneten in verschiedenen Konstellationen außerdem das Terrasses des Epices, das Le Jardin und das Nomad.

AUSFLÜGE

Marrakesch mit Kind (c) Marlene Mayer

Beldi Country Club.

Gerade in den ersten Tagen kann das Soukgewimmel auch überfordernd sein. Da kommt ein Angebot des Beldi Clubs gerade recht, nämlich der Tagespass für den Pool (100 Dirham pro Person), wenn gewünscht mit einem soliden Mittagsmenü (270 Dirham pro Person). Wunderschönes Areal vor den Toren der Stadt, mit Rosengärten, Bouleplatz und angeschlossener Glasbläserei.

Marrakesch mit Kind (c) Marlene Mayer

Agafay:

Etwa 40 Minuten außerhalb von Marrakesch befindet sich Agafay, ein Ort, der sich touristisch als eine Art „kleine Sahara“ positionieren möchte, mit einer echten Wüste aber nicht sehr viel zu tun hat. Die unendlichen Weiten dieser sanfthügeligen Landschaft sind dennoch wunderschön und lohnen einen Besuch. Am bequemsten von einem der Lodge-Hotels aus, etwa dem „Terre des Etoiles“, hier nächtigt man in luxuriösen Zelten, man darf aber auch nur für das ausgezeichnete Mittagessen vorbei kommen.

KULTUR

Marrakesch mit Kind (c) Marlene Mayer

Yves Saint Laurent Museum:

Pflichtbesuch. Das neue Yves Saint Laurent-Museum hat im Vorjahr eröffnet und zeigt auf 4000 Quadratmetern die schönsten Haute-Couture-Entwürfe des Wahlmarrokaners Saint Laurent, dabei aber auch ausgezeichnete Museumsarchitektur. Kann auch im Paket mit dem Jardin Majorelle besucht werden, dem botanischen Garten des Malers Jacques Majorelle, den Saint-Laurent 1980 der Öffentlichkeit zugängig machte.

SHOPPING

Marrakesch mit Kind (c) Marlene Mayer

Marrakesch mit Kind (c) Marlene Mayer

Max & Jan Concept Store

Ausgewählte Kleidung, Accessoires und Interieur versammelt der Conceptstore auch an seiner neuen Adresse in der Rue Amsefah in der Medina. Dabei wird Wert darauf gelegt, traditionelle marokkanische Produktionstechniken zu nutzen – weben, knüpfen, töpfern. Ganz neu ist das Restaurant im Innenhof des Shops.

Marrakesch mit Kind (c) Marlene Mayer

Marrakesch mit Kind (c) Marlene Mayer

Some – Slow Concept Store

Besondere Einblicke bietet Some, ein Laden, der sich dem Thema Slow Shopping verschreibt. Der befindet sich nämlich in einer alten, restaurierten Bauhausvilla in Gueliz, der Neustadt und verschafft dem Besucher dadurch ungewohnte Einblicke. Ausgesuchte Produkte verteilen sich über Küche, Badezimmer und Wohnzimmer, neben Möbel, Keramiken, & Co gibt es auch ein schönes Kindersortiment.

Marrakesch mit Kind

Marrakesch mit Kind: Bussi, bussi Habibi

Ein Tuch in knallorange, freundliches Kopfgetätschel, aufregendes Soukgewimmel und eine Handvoll struppiger Störche – das ist Marrakesch aus der Kinderperspektive.

Wir reisen den Störchen entgegen, um Kamele, Schlangen und anderes Getier zu treffen. Schieben uns auf der Suche nach ungewohnten Blickwinkeln und kleinen Abenteuern durch Gassen und Gässchen, stürzen uns ins Gewimmel, um zur Ruhe zu kommen. Wir sind in Marrakesch. In einer Stadt, die gar nicht so leicht auf einen Nenner zu bringen ist, in der es staubt und glitzert, die sich dem Fortschritt verpflichtet, dabei in alle Richtungen ausbreitet und einen trotzdem immer wieder aus der Zeit wirft. Es ist eine Stadt der Sehnsüchte, der Widersprüche und des Gleichzeitigen, irgendwo zwischen Europa und Afrika, zwischen verschiedenen Interessen und Glaubenssätzen, zwischen Kelim-Folklore und ernstgemeinten Fluchtbewegungen – eingeklemmt zwischen Gestern und Morgen.

Marrakesch mit Kind: Bussi, Bussi Habibi

Dieser Text erschien zuerst im Focus, Ausgabe 33/18 (www.focus-magazin.de).

Hier sind wir also, in diesem Marrakesch, und unser Reiseleiter ist ein Dreijähriger. Er heißt Felix und hat eine Mission. Nur wenige Wochen zuvor hat er ein Buch in die Hände bekommen, ein Buch über Störche. Und die, so lehrte uns die Lektüre, erholen sich im Winter in Nordafrika und brüten im Sommer in Mitteleuropa. Ihre Reiseroute verläuft unserer diametral entgegengesetzt, also – Achtung: Kleinkinderlogik – könnten wir sie doch einfach in Marrakesch abholen. Und, tatsächlich, wir werden zu den Störchen kommen, zuvor müssen wir aber noch eine andere Welt entdecken.

Der Schritt raus aus dem Menara Airport zeigt davon erst einmal nicht viel. Zu sehen ist bloß klassische, internationale Betonwüste, Parkplatzweiten, Neubauten. Doch bereits auf der Fahrt in die Stadt geht es los: Kamele lümmeln wie bestellt an der Ecke herum, die alte Stadtmauer windet sich an der Straße entlang, der Turm der Koutoubia, der wichtigsten Moschee der Stadt, schraubt sich in die Höhe. Die Eltern zeigen aus dem Fenster, sagen „Schau!“ und „Da!“, der warme Wind kommt aus der Sahara. Wir erreichen den berühmten Djemna el fna, den Platz der Gehängten, der Gestrandeten, der Geschichtenerzähler und das Kind schläft ein. Lektion Nummer 1: Reisen ist anstrengend. Und alles hat seine Zeit.

Marrakesch mit Kind

Das Neue, das Alte und alles dazwischen.

Wir verbringen die folgenden Tage in der Medina, der Altstadt, und die ist vollbehängt mit Tüchern und Teppichen, Spiegelchen und Strohhüten, gusseisernen Lampen und müffelndem Leder. An den hübsch drapierten Keramiken huschen Katzen vorbei, die alle miteinander verwandt scheinen. Alles ist dicht an dicht und drängt, die Mopeds, die hier im Souk angeblich verboten sind, genauso wie die Haben-Wollen-Impulse bei Felix. Holzschlangen, kleine Kamele, handgeschnitzte Kochlöffelchen, im Minutentakt passieren wir neue Begehrlichkeiten. Und das ist gar nicht so schlecht, denn der Kitsch schlägt Brücken für das Kind, ist eine Art Kontaktmittel, das es ankommen lässt in der ungewohnten Umgebung.

Dabei verläuft das Leben nicht nur entlang der belebten Gassen, es findet drinnen und draußen statt, genauso wie obenauf: Auf den Dächern der Stadt. Hier sind nicht nur Wohnräume, Kakteengärten, Sat-Schüsseln, Waschmaschinen, sondern auch die Cafés und Bars, Aussichtspunkte und Wohlfühl- Lounges. Berühmt ist immer noch das Café des Epices, weil die Betreiber einst Pionierarbeit geleistet haben, als sie sanft an der traditionellen Medina-Ästhetik geschraubt haben und sie damit jung, modern und vor allem leicht zugänglich wirken ließen. Hier und anderswo isst man nun Salate und Sandwiches, genauso wie Tajine und Cous Cous und Felix immer wieder Melaoui – eine Art frittierter Crepe – mit Honig zum frischgepressten Orangensaft. Das Kind wird also auch in Marrakesch satt, Angst vor Zucker darf man freilich keine haben.

Marrakesch mit Kind (c) Marlene Mayer

Kinder sind immer willkommen

Mit einem Kinderwagen kommt man nicht weit. Das ist Lektion Nummer 2. Mit ihm schafft man es weder über wackelige Stiegen in die oberen Etagen, noch halbwegs entspannt durch die Souks. Auch für etwas größere Kinder empfiehlt es sich also eine geeignete Tragehilfe einzupacken, nicht nur wegen den immermüden, kleinen Beinen, sondern vor allem weil sich die Eindrücke so in sicherer Distanz und dennoch auf Augenhöhe verarbeiten lassen. Tagelang hängt Felix also am vertrauten Rücken, sieht von hier aus Yves Saint Laurents berühmte Kreationen, die breiten Boulevards von Gueliz, schicke Conceptstores und die Schlangen, die ihren Job am Djemna el-Fna machen. Vor allem sieht er aber die Menschen, die ihm immer und überall mit einem Lächeln, mit einem freundlichen Wort, ja, manchmal auch mit einem Keks begegnen.

Marrakesch mit Kind (c) Marlene Mayer

Auf den ersten Blick wirkt die Stadt nicht besonders kindertauglich (Hitze, steile Treppen, verrückter Verkehr, Gewusel), schnell stellt sich aber heraus: Genau das Gegenteil ist der Fall. Denn Kinder sind einfach überall, mittags am Platz und spätabends im Restaurant, sie spielen auf den Straßen der Wohnviertel Fussball, schäkern frech-freundlich mit den Touristen. Was aber besonders auffallend ist: Die Erwachsenen begegnen ihnen mit ehrlichem Wohlwollen, die ständige „Pst“- und „Nicht anfassen“-Diktion, die einen in Europa oft begleitet, fällt komplett weg. Das macht das Leben natürlich auch für Eltern einfacher.

Marrakesch mit Kind (c) Marlene Mayer

Auch bei Felix kommt das sichtlich gut an und irgendwann zwischen Tag vier und fünf unserer Reise wird der Souk zu seinem natürlichen Habitat. Während wir immer noch instinktiv die Händler meiden (sie könnten uns ja etwas verkaufen wollen!), bleibt Felix überall stehen, bewundert die Waren, schließt allerorts kleine Freundschaften. Und wir hinterher. Er wird gedrückt und geherzt, viele, viele Bussis werden auf Stirn und Wange gedrückt und merkwürdiger Weise scheint ihn das gar nicht zu stören. Beim Händler ums Eck wird er besonders regelmäßig vorstellig und irgendwann verteilt sich plötzlich ein enormes Stück Stoff auf 100 Zentimeter Kind. Ein Tuch in Palästinenseroptik und knallorange. Ein Geschenk, das sich ästhetisch nicht sicher einordnen lässt, diesen Dreijährigen hier aber sehr, sehr glücklich macht.

Und die Störche? Die haben wir auch gefunden. Ihre enormen Nester verteilen sich gut sichtbar auf den dicken, alten Stadtmauern. Sie wären kurz davor ihre jährliche Reise in den Norden anzutreten, hören wir. Wer weiß, vielleicht treffen wir einander ja tatsächlich wieder, an einem Sommertag am Neusiedler See. Die Chancen stehen gut, dass Felix auch dabei noch sein knallorangenes Tuch tragen wird.

 

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Reise: Marrakesch mit KindReise: Marrakesch mit Kind

Reise: Marrakesch mit Kind

Post Partum Positivity: Interview mit Didi Resch

Post Partum Positivity: Scheisst euch nicht vor eurer Cellulite an!

Aus unserer Post-Partum-Positivity-Serie: Didi Resch ist nicht nur zweifache Mutter, sondern auch Yogalehrerin. Dabei unterstützt sie regelmäßig Frauen nach der Geburt bei der Rückbildung. Sie weiß, dass man sich seinen Körper nach einer Schwangerschaft erst wieder zurück erobern muss und ruft dazu auf, sich von einer Welt der Scheinbilder und Inszenierungen nicht einschüchtern zu lassen.

Wie war dein Körpergefühl nach der Geburt?

Nach meiner ersten Geburt – es war ein Notkaiserschnitt – war ich zuallererst mit den Folgen des Eingriffs beschäftigt. Ich könnte nicht sagen, dass mir mein Körper danach fremd gewesen wäre, aber aufgrund der großen Narbe, die nun meinen Unterleib ziert, musste ich ihn mir auf gewisse Weise wieder zurück erobern. Nachdem alles gut verheilt war, begann ich schon bald mit Rückbildungsübungen und Yoga, was mir ermöglichte mich wieder kräftig zu fühlen und meinen Körper so wie er ist, anzunehmen. Die zweite Geburt war eine Spontangeburt und da ich auch keinerlei Verletzungen hatte, war ich sehr rasch wieder fit. Allerdings fand ich aufgrund der neuen Familiensituation kaum Zeit mich körperlich zu betätigen – im Sinne eines Trainings. Es dauerte bedeutend länger bis sich mein Bauch zurück gebildet hatte. Aber mit ein paar Übungen zwischen dem Kochen und den älteren Sohn vom Kiga Abholen hat auch das dann funktioniert.

Inwiefern hat sich deine Körperwahrnehmung durch das Mutterwerden / Muttersein verändert?

Das Mutterwerden und – sein verlangt dem Körper Enormes ab. Durch die tagtäglichen körperlichen Herausforderungen, den Hormonachterbahnfahrten und den schlaflosen Nächten hat sich viel verändert, schätze meinen Körper aber als einen an der Mutterschaft gereiften, der mich immer wieder mit seinem Kraftpotenzial überrascht. So wie ich meine Kinder heranwachsen sehe, wachse auch ich mit diesen Veränderungen und bin stolz auf meinen Körper das alles geschafft zu haben und weiterhin so vieles zu leisten, auch wenn es oft grenzwertig ist.

Der weibliche Körper ist zwar omnipräsent, in den allermeisten Fällen begegnen wir ihm aber in einem idealisierten und vor allem auch sexualisierten Kontext. Hatte das Einfluss auf dich, gerade in der Zeit nach der Geburt? Hast du eine Art Leistungsdruck verspürt schnell wieder auszusehen wie vorher?

Ganz ehrlich gesagt, nach der Geburt hatte ich andere Dinge in meinem Kopf. Die Hormone und Gefühle die mich da geleitet haben, waren ganz auf Baby Ernähren und Familienpflege eingestellt. Da hatte ich keine Zeit und auch keinen Bedarf mich dem Wettbewerb „Idealkörper in Bestzeit“ zu stellen. Mir war wichtig mich wohl zu fühlen und körperlich fit zu sein, dh. ich habe die Rückbildung sehr ernst genommen und so oft wie möglich Übungen in den Alltag eingebaut. Bin aber keinem Idealbild hinter her gelaufen. Ich weiß, dass es speziell unter „frischen“ Müttern ein riesen Thema ist und der Wettbewerb ist spürbar, aber für mich hatte es deshalb keinen Reiz mich da mitreißen zu lassen, da die Frauen in den meisten Fällen frustriert daraus hervorgehen, da die gesteckten Ziele oft so nicht erreicht werden können.

Die Body Positivity Bewegung will vor allem Sehgewohnheiten ändern, in dem „normale Körper“ gezeigt werden. Kann das funktionieren?

In der selbstoptimierungs- und selbstdarstellungssüchtigen Zeit wie dieser nicht. Nein. Da müsste die gesamte mediale Welt wie ein Computer neu aufgesetzt werden. Es wird immer die zwei Frauen-Bilder geben: der schlanke, trainierte, dellenlose, enthaarte, glänzende Körper, sowie der „normale“ – aber den sehen wir ja eh auf der Straße oder im Schwimmbad. Die Gesellschaft will sich da ja bekanntlich wenig aufhalten und beamt sich lieber in eine großartig inszenierte Fake-Welt.

Eine Geburt ist ein urweiblicher und extrem körperlicher Akt, gleichzeitig soll man sie dem weiblichen Körper im Idealfall nicht ansehen. Kannst du dir diesen Widerspruch erklären?

Ich bin nicht sicher ob hier von einem Widerspruch gesprochen werden kann, denn das eine von dem gesprochen wird, ist eine Erfahrung die eine Frau auf ganz individuelle Weise erlebt und das andere der Begriff des Schönheitsideals, der eben eine Idealisierung ist und somit nicht alle realen Lebensbereiche und -erfahrungen mitberücksichtigen kann.

Aber wie schon angesprochen lastet auf den Frauen oft ein enormer Druck da sich viele Frauen ja geradezu in einem Wettbewerb befinden, wer wann und wie wieder zum Traumbody gelangt, am besten nach einer Traumschwangerschaft und einer Traumgeburt. Frau muss funktionieren. Auf allen Ebenen: Schwanger werden, Mutter sein, mit der perfekten Wohnung, dem perfekten Essen, einer guten Arbeit und auch noch gut aussehen. Harte Arbeit wenn frau sich dem ausliefert.

Hast du Tipps und Tricks die speziell Müttern auf dem Weg zu einem positiven Körperbild helfen können?

Ich denke unsere Generation hatte schon zur Genüge die Möglichkeit sich „selbst zu finden“, „Sich Gutes zu tun“, eine Detox-Lebensweise zu führen. Meine Meinung ist : Löst euch von gephotoshopten Blogs – einer Welt voller Scheinbildern und Scheinszenarien; löst euch von Ratgeber-Seiten; Schaut euren Kindern mehr in die Augen als auf den Black Mirror, hört ihnen zu und reagiert darauf und hört auf eure Bedürfnisse und handelt danach. Will euer Körper sich gerade strecken, dann streckt euch. Gönnt euch ein Bier wenn ihr darauf Lust habt und scheißt euch nicht vor eurer Cellulite an, sondern schaut einfach darauf, dass alles irgendwie im Rahmen ist. Ich glaube so könnte frau sich wohl fühlen.

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