Luftballon, Schnitzeljagd, Kindergeburtstag

Kindergeburtstag: 13 schöne Ideen für die nächste Schnitzeljagd

Alle lieben eine gute Schatzsuche. Sie bringt die Kinder zusammen, beschäftigt, ist unterhaltsam und hält schöne Überraschungen bereit. Aber wie plant man sie am besten? Worauf muss man achten, damit die Spiele wirklich Spaß machen und nicht plötzlich mit Frust und Tränen enden? Und was kommt eigentlich in die Schatztruhe? Wir haben praktische Tipps zur Vorbereitung für euch und natürlich auch jede Menge Ideen für ganz konkrete Aufgaben gesammelt. So wird die Schnitzeljagd garantiert zum Erfolg. So plant ihr eine entspannte Schnitzeljagd Motto Steht der Kindergeburtstag ohnehin unter einem bestimmten Motto, baut das Thema in die Schatzsuche ein. Dafür reicht eine kurze, klare Geschichte, die den Start markiert: ein verlorenes Einhornei, ein geklauter Fussball-Pokal, ein geheimnisvoller Brief, ein mysteriöser Diebstahl. Umgebung Ihr seid klar im Vorteil, wenn ihr die Umgebung gut kennt. Mit kleineren Kindern ist es indoor oft entspannter. Ab etwa fünf Jahren klappt draußen alles besser: mehr Platz, mehr Bewegung, weniger Lautstärke. Geht die Strecke am besten in Ruhe vorab ab und merkt euch jene Orte, die sich für Aufgaben eignen: ein Baumstumpf, …

Franz Rauch, Umweltpädagoge

Franz Rauch: „Wir brauchen kompetente Kinder“

Für Franz Rauch, Leiter des Instituts für Schulentwicklung der Alpen- Adria-Universität, ist Umweltbildung längst ein wichtiges Zukunftsthema. Was ist die Grundidee hinter Ökolog? Rauch: Es geht darum, Umweltbildung für nachhaltige Entwicklung an Schulen zu fördern. Dabei gilt die Annahme, dass das Thema am besten vermittelt werden kann, wenn man fächerübergreifend ansetzt, wenn Initiativen gesetzt werden, an denen die Schule als Ganzes mit einbezogen wird. Denn Schulentwicklung ist immer mehr als bloß der Unterricht, sondern muss das gesamte Schulumfeld mitdenken. Das heißt, es wird projektbezogen gearbeitet? Genau, Umweltbildung soll Teil des Schulalltags werde. Dabei geht es zwar auch um konkrete Lerninhalte, vor allem aber darum, Bewusstsein zu schaffen um Handlungskompetenz bei den Schülern und Schülerinnen zu fördern. Wissen ist wichtig, allein greift es aber zu kurz. Man muss die Möglichkeit bieten, Handlungserfahrungen zu machen. Welche Kompetenzen sollen den Schüler da vermittelt werden? Es geht vor allem um eine reflektierte Handlungskompetenz auf Basis eines kritisch prüfenden Umgangs mit Wissen. Es sollen Zusammenhänge vermittelt werden und auch die Botschaft, dass es eine Reihe sinnvoller konkreter Handlungsmöglichkeiten jenseits eines …

Schüchterne Kinder

Nachgefragt: Wie stärke ich mein schüchternes Kind?

Schüchterne Kinder werden öfter übersehen, sind weniger spontan und ziehen sich häufig zurück. Dabei bringt Schüchternheit in der Regel auch besondere Stärken mit sich, weiß die Pädagogin Inke Hummel. Doch Eltern fragen sich oft, wie sie ihre stillen Kinder stärken und im Alltag unterstützen können. Im folgenden Interview gibt eine Expertin Antworten auf die wichtigsten Fragen. Warum sind manche Kinder schüchterne als andere? Hummel: Das kann zum einen angeboren sein. Dann reagiert ihr Alarmsystem rascher und empfindlicher als bei anderen und sie sind zögerlicher und schneller in einer Habachtstellung. Zum anderen kann es erworbenes Verhalten sein, zum Beispiel weil ihr Umfeld sehr autoritär oder ihr Leben sehr belastend ist. Viele Eltern machen sich Sorgen, dass es ihr schüchternes Kind schwerer haben könnte als andere. Sind diese Sorgen berechtigt? Hummel: Die Herausforderungen wiegen sicher nicht schwerer als bei anderen Kindern, aber es gibt welche, denn Schüchternheit kann hemmend sein oder auch arrogant erscheinen. Beides kann sich negativ auswirken, weil schüchterne Kinder manche Erwartungen nicht so gut erfüllen können oder sich schwerer damit tun, Beziehungen zu knüpfen und ihre …

Was kommt nach der Volksschule?

Mittelschule oder Gymnasium: Welche weiterführende Schule passt zu meinem Kind?

Die Wahl der Schule ist für viele Eltern ein großer Schritt: Welche Schule passt zu meinem Kind, und welche Kriterien sind bei der Schulwahl wichtig? Mittelschule oder Gymnasium, ein Sportschwerpunkt oder doch lieber die Schule im Ort? Die eine richtige Antwort auf diese Fragen gibt es nicht. Bildungsforscherin Sabine Buchebner-Ferstl erklärt im Interview Stärken und Schwächen der verschiedenen Schultypen und gibt Eltern Tipps für die Entscheidung. Die Entscheidung auf welche Schule ein Kind nach der Volksschule gehen soll, bedeutet für viele Eltern Druck und Stress. Warum ist das so und wie kann man dem entgegenwirken?  Buchebner-Ferstl: Diese Entscheidung wird von den Eltern als wichtige Weichenstellung für das weitere Leben begriffen. Dies trifft insofern zu, als ein späterer Wechsel von der MS in eine AHS (nach der 8. Schulstufe) nur selten erfolgt und wenn, dann mit einer höheren Drop-Out-Quote einhergeht. Das liegt aber nicht nur an Leistungsunterschieden zwischen AHS und (N)MS am Ende der 8.Schulstufe, sondern auch daran, dass sich die Neuankömmlinge auch erst in die neue Situation einfinden müssen (neue Lehrer:innen, anderer Unterrichtsstil, neuer Klassenverband…). …

Umweltpädagogik, Friedas for future

Holt die Umwelt in die Schule!

Klimafragen und Nachhaltigkeit beschäftigen die Jugend. Neben Mathe, Deutsch und Englisch bringen deswegen immer mehr Schulen auch wichtige Zukunftsfragen auf den Stundenplan. Das Erleben von Natur, Teilhabe an der Gesellschaft und nachhaltige Alltagsgestaltung stehen dabei im Fokus. Das passende Programm heißt Ökolog. In der Kiste, die hinten in der Klasse steht, leben Würmer. Was gemeinhin durchaus Ekel auslösen könnte, sorgt hier für anhaltende Faszination. Jeden Tag sammeln die Schüler nach der Jause ihre Obst- und Gemüsereste ein, um sie in die Kiste zu leeren. Denn was die Kinder übrig lassen, bekommen die Würmer. Und der Kompost, der dabei unweigerlich entsteht, wandert anschließend in den Schulgarten. Wie nebenbei wird dabei etwas über natürliche Kreisläufe gelernt – für die meisten Kinder sind diese nicht unbedingt und von vornherein selbstverständlich. Die Wurmkiste ist nur eines von insgesamt zwölf Projekten, die in der Volksschule Vereinsgasse im vergangenen Jahr stattgefunden haben Denn in der kleinen Schule in Wien Leopoldstadt wurde fleißig gegärtnert und upgecycelt, aber auch debattiert und demonstriert. Das hat einen guten Grund: Die Vereinsgasse ist eine Ökolog-Schule. „Bei …

5 Ideen für mehr Freiraum für Kinder

Vertrauen schenken. Lässt man Kinder ein Stück weit in Die Welt hinausziehen, gibt man ihnen am besten einen ganzen Rucksack mit Vertrauen mit. Vertrauen in ihre Fähigkeiten und Kompetenzen. Denn: Glauben die Eltern an ihre Kinder, trauen sich auch die Kinder mehr zu und finden leichter Strategien, um ungewohnte Situationen zu bewältigen. Alleine zur Schule, zum Bäcker, zu Freunden. Erste Schritte Richtung Selbstständigkeit lassen sich ganz hervorragend auf dem Schulweg machen. Gefahrensituationen wie unübersichtliche Straßenkreuzungen lassen sich durch gemeinsames Üben meistern. Ist die Schule zu weit weg, tut es für den Anfang aber auch der Weg zum Bäcker. Es darf gefährlich werden! Ein Feuer machen, auf Bäume klettern, im Freien übernachten – Kinder lieben ein gewisses Risiko. Bewältigbare (!) Gefahrensituationen stärken das Selbstvertrauen und machen für künftige Herausforderungen fit. Weniger Termine und Planung. Keine Frage – das Training im Fussballverein oder das Üben eines Instruments sind eine gute Sache. Trotzdem ist es wichtig, dass die Nachmittage nicht immer mit Kursen und Klassen verplant sind. Keine Angst vor Konflikten. Es muss nicht immer alles rund laufen. kommt es …

Freiheit, Kinder, BO, Erziehung

Abenteuer Freiheit: Selbstständig die Welt entdecken

Alleine zum Bäcker, eigenständig Konflikte lösen, im Freien übernachten – Kinder wollen die Welt entdecken. Dafür müssen wir sie aber auch ziehen lassen. Noah ist acht. Täglich fährt sein Vater ihn mit dem Auto in die Schule, sie liegt praktisch auf dem Weg zur Arbeit. Nach der Schule werden Noah und seine Klassenkollegen schon von der Hortbetreuung vor dem Schultor erwartet. Sonja ist zehn. An den Nachmittagen ist sie meistens zuhause, alleine hinaus geht sie nie. Der sechsjährige Levi besucht seit diesem Jahr eine Ganztagsschule, drei mal die Woche geht es nach dem Unterricht noch zu Klavierunterricht, Tanzen und Turnen. Das macht Spaß, aber wenn er danach endlich nach Hause kommt, ist meist nur noch Zeit für das Essen und es geht ab ins Bett. Noah, Sonja und Levi leben das ganz normale Leben Sechs- bis Zehnjähriger. Sie haben volle Terminkalender, fürsorgliche Eltern – nur Zeit für Abenteuer bleibt dabei kaum. Damit stehen sie prototypisch für ein Phänomen, das unsere Gesellschaft bereits seit etwa 20 Jahren mehr und mehr durchzieht. Soziologen nennen das „Verinselte Kindheit“. …

Susanne Mierau, Pädagogik, BO

Susanne Mierau: Wenn Babys weinen

Es gibt Babys, die brauchen einfach mehr. Mehr Aufmerksamkeit und Nähe, etwa. Mehr Körperkontakt und mehr Zuwendung. Die Gründe dafür können vielfältig sein, äußern tun sie sich aber in der Regel vor allem durch eines: Weinen. Eltern von Babys, die viel weinen, sind meistens erschöpft und verzweifelt. In ihrem Buch „Mein Schreibaby verstehen und begleiten. Der geborgene Weg für High Need Babys“ gibt Susanne Mierau betroffenen Eltern Hilfestellungen. Sie erklärt, warum manche Babys besondere Bedürfnisse haben und wie Eltern, darauf gut reagieren können. Vor allem aber gibt sie alltagspraktische Tipps, die Eltern entlasten sollen und ihnen so durch diese fordernde Zeit helfen. Mierau ist Kleinkindpädagogin und Vielschreiberin. Auf „Geborgen Wachsen“ teilt die Autorin und Bloggerin regelmäßig ihre Ansätze zu einem friedvollen, nachhaltigen und gleichberechtigten Familienleben. Ihr aktuelles Buch „Mutter.Sein“ räumt darüber hinaus mit  unrealistischen und historisch gewachsenen Mythen rund um die Mutterschaft auf, versucht überzogene Ansprüche abzubauen und das Schöne und Leichte am Muttersein in den Vordergrund zu rücken. Wir haben mit ihr über das Thema „High Need Baby“ gesprochen, und darüber, warum es gerade …

raus aus der Wenn-Dann-Falle

Raus aus der Wenn-Dann-Falle!

Jeder hat sie schon gesagt, doch niemand will sie hören. Ein wenig Gelassenheit, Mut zur Verantwortung und Spaß an kreativen Lösungen können helfen, die unliebsamen Wenn-Dann-Sätze aus der Eltern-Kind-Grammatik zu verbannen. (Dieser Text erschien zuerst bei hello familiii, www.hellofamiliii.at) „Wenn du nicht aufisst, gibt es keinen Nachtisch“, „Wenn du nicht sofort aufhörst, Sand zu werfen, gehen wir nach Hause.“ Und der Klassiker: „Wenn du jetzt nicht kommst, gehe ich ohne dich“. Sätze wie diese sind häufig zu hören – das macht sie aber nicht unbedingt besser. Denn Wenn-Dann-Konstruktionen sind in der Regel kontraproduktiv. Sie sind ein guter Hinweis dafür, dass Eltern ihre Machtposition ein gutes Stück weit ausreizen, um das Kind zu einer gewünschten Reaktion zu bringen – und damit tun sie weder sich selbst noch ihrem Kind einen Gefallen. „Meistens steht Druck dahinter. Druck, den die Eltern haben und in stressigen Situationen an ihr Kind weitergeben“, weiß Michaela Auer-Ottenschläger. Für uns hat die Familienberaterin und Pädagogin (www.familytalk.at)das Phänomen einmal genauer unter die Lupe genommen, klassische Wenn- Dann-Fallen analysiert und sich außerdem mögliche Alternativen überlegt. Aber, was passiert …

Raus aus der Wenn-Dann-Falle: Praxisbeispiele

Familiencoach Michaela Auer-Ottenschläger hat drei typische Beispiele aus der Praxis genauer unter die Lupe genommen und analysiert: Verantwortung abgeben. „Wenn du dich jetzt nicht endlich anziehst, sagen wir den Ausflug ab und bleiben Zuhause.“ Hektische Aufbruchstimmung, das Freizeitprogramm wartet. Es geht in den Zoo, zum Kin- dergeburtstag oder zu Tante Margarete. So oder so sollte die Familie schon längst los, doch das Kind ist noch nicht einmal angezogen. Schon ist es gesagt: „Wenn du jetzt nicht kommst, bleiben wir eben daheim.“ Auer-Ottenschläger: „Mit diesem Satz übertrage ich die ganze Verantwortung für die Situation, aber auch die schlechte Stimmung auf das Kind. Ich sage im Grunde: Du bist schuld, wenn wir keine schöne Zeit haben. Das ist unangebracht und ziemlich sicher auch nicht wahr. Besser wäre es vielleicht das Anziehen in ein Spiel zu verpacken oder Jacke und Schal einfach einzupacken und erst im Bus anzuziehen. Man darf es sich auch leicht machen!“ Die leere Drohung. „Wenn du jetzt nicht kommst, geh ich ohne dich!“ Das Kind rutscht und schaukelt, ist versunken in seine Sandbauten. Die …