Autor: Oh, Panama!

Nachgefragt: Welche Gefühle vermittelt ein gutes Kinderbuch?

Anna Keller findet schöne Worte, erzählt von erdachten Welten und traut Kindern dabei auch etwas zu. Denn: „Bücher und Geschichten machen klug und einfallsreich“, weiß Keller. Und weiter: „Sie sorgen dafür, dass wir gestärkt und offen durch die Welt gehen und unsere eigenen Gedanken in sie hineintragen und verwirklichen können. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass das Buch gut ist, sprich, dass es uns berührt und begeistert.“ Ihr Kinderbuch „Zuhause kann so vieles sein“ handelt davon, wie verschieden die Lebensrealitäten von Kindern aussehen können und, dass gerade diese Unterschiedlichkeit schön und bunt und gut sein kann. Obendrauf hat Keller ihren eigenen Kinderbuchverlag gegründet – den Urknall-Verlag. Im Interview erzählt sie uns warum gute Kinderbücher wichtig sind, warum „ernste“ Themen auch in der Kinderliteratur nicht fehlen dürfen und wie es eigentlich zur Verlagsgründung kam. Du hast einen eigenen Kinderbuchverlag gegründet. Wie kam es zu der Idee? Was war dabei bisher schwieriger als du vorher dachtest und was vielleicht leichter? Ich bin von Haus aus Redakteurin und habe schon immer geschrieben, in den letzten Jahren vor allem für Kinder. Da kam …

Schnelle Rezepte: Weihnachtliche Apfelsterne aus Blätterteig

Sie passen zum Adventsfrühstück ebenso wie zum Nachmittagstee, schmecken wirklich gut und machen dabei kaum Arbeit. Denn diese weihnachtlichen Apfelsterne sind ein Klassiker aus Fertigteig. Eine Riesenempfehlung. Alles was man dazu braucht sind: 6 Äpfel 1 Rolle Blätterteig ca. 40g Butter Topping nach Wahl, z.b. gemahlene Mandeln, kleingehackte Nüsse, Streusel oder Zuckerperlen etwas Staubzucker Zunächst die Äpfel schälen, in ca. 1 Zentimeter dicke Scheiben schneiden und den Kern heraus schneiden. Dann den Blätterteig ausrollen, in dünne Scheiben und diese Scheiben wiederum in etwa 3 Zentimeter lange Stücke schneiden. Die Teigstreifen nun um die Apfelscheiben wickeln. Am Anfang ist das etwas fitzelig, aber spätestens nach dem dritten Apfelstück geht das schnell und gut. Dann die Butter schmelzen und die Teigstreifen mit der flüssigen Butter bepinseln. Die so vorbereiteten Teilchen schließlich noch mit einem Topping nach Wahl bestreuen. Dann kommen die Apfelsterne für etwa 20 Minuten bei 180 °Celsius ins Rohr. Und danach heißt es nur noch: Auskühlen, mit ein wenig Staubzucker bestreuen und schmecken lassen. Guten Appetit!

Stillkugeln: Bliss Balls für das Wochenbett

Nach einer Geburt braucht der weibliche Körper Zeit, Kraft und Kalorien. Zehn Monate hat er Höchstleistungen vollbracht, einen kleinen Menschen beschützt und versorgt, nun steht Erholung, Stärkung und – soweit möglich – Entspannung auf dem Programm. Während die eine Frau nun nur so vor Energie strotzt, fühlt sich die andere vielleicht noch als wäre sie von einem Traktor überfahren worden. Beides ist völlig normal. Gemeinsam haben sie dabei jedenfalls, dass ihr Körper in dieser besonderen  Zeit einen erhöhten Nährstoffbedarf hat. Gerade, wenn sich die Hormone umstellen und die Milchproduktion angekurbelt wird, sind gute Kohlenhydrate Gold wert. Denn sie bringen Energie. Nüsse, Saaten, Trockenfrüchte versorgen den Körper darüber hinaus mit Vitaminen, Magnesium und Kalium. Grund genug, vielleicht schon in der Schwangerschaft einen kleinen Vorrat vorzuproduzieren (Stillkugeln halten sich luftdicht verpackt etwa einen Monat im Kühlschrank) oder – noch besser – der Freundin im Wochenbett einfach eine Ration vor die Wohnungstür zu legen. So geht das Rezept: Zutaten: 100 g hochwertige Nüsse 20g Haferflocken 1 EL Leinsamen 80 g Datteln 50g Trockenfrüchte nach Wahl, z.b. Mango 1 …

Buchtipp: Sonne, Wind und Regen

Wetter ist alles andere als langweilig. Es schenkt uns Wärme, lässt uns frieren und hält sich nur selten an Vorhersagen. Die ersten Schneeflocken des Jahres, die Regenpfütze, in die sich so gut springen lässt, der Wind, der unseren Drachen fliegen lässt – Wetter ist überall und hat enorme Kraft. Und seine Bedeutung wird nicht zuletzt angesichts des Klimawandels immer offensichtlicher.   Kein Wunder also, dass das Wetter Kinder fasziniert. Wo kommen die Wolken her? Wie schnell ist der Donnerschall? Und wie entstehen nun eigentlich die Farben eines Regenbogens? Der Kleine Gestalten Verlag hat mit „Sonne, Wind und Regen“ nun  ein wunderschönes Buch zum Thema herausgebracht. Fröhlich-bunte Illustrationen, komplexe Vorgänge verständlich erklärt, kleine Ankedoten, die man sich gut merken kann: „Sonne, Wind und Regen“ ist ein Sachbuch, das Spaß macht und bei dem auch die Großen noch das eine oder andere dazu lernen können. Für Kinder ab 7. Sonne, Wind und Regen. Das Buch vom Wetter. Kleine Gestalten, 19,90 Euro

Mira und das fliegende Haus: Die Bücher zum Podcast

Geschichten und Gefühle gehören bei „Mira und das fliegende Haus“ einfach zusammen. Ob Liebe, Trauer, Wut oder Einsamkeit – jede Woche stehen im Podcast Themen im Mittelpunkt,  die Kinder bewegen. Vermittelt werden Werte, wie Toleranz, Mitgefühl und der Mut, sich selbst treu zu bleiben. Jede Folge kommt dabei feinfühlig daher, ganz ohne Fingerzeig und hochgehobene Augenbrauen, dafür aber mit sympathisch-schrulligen Charakteren und schöner Musik. Nun gibt es auch die passenden Bücher zum Podcast – und zwar gleich drei auf einmal, einfach „weil ich mich nicht entscheiden konnte, welches Thema wichtiger ist“, wie Mira sagt. „Wir gehören alle zusammen“ handelt vom weltgrößten Pfannkuchenturm und hält die Erkenntnis bereit, dass es „normal“ vielleicht gar nicht gibt. „Farben sind für alle da“ verbindet die Leidenschaft für Ballett und Fussball, handelt von Selbstbewusstsein, Toleranz und Geschlechterdiversität und „Mein Körper ist ein Königreich“ macht klar, dass niemand über einen anderen Körper bestimmen darf und jeder selbst bestimmt, was er damit tun möchte oder eben nicht. Geschichten für Kinder zwischen 3 und 11 Jahren. Hier kommt man zu den Büchern: www.mira-welt.de …

Nachkochen: Unsere neue Familienküche

Leckeres und gesundes Familienessen scheitert oft am Alltag. Olivia Trombitas-Meissels Kochbuch  „Unsere neue Familienküche“ setzt genau da an. Mit einem Blick auf Resteverwertung, Vorkoch-Tipps und andere praktische Tricks motiviert sie den Leser dazu die Töpfe wieder einmal fröhlich auf den Herd zu stellen. Wer dem Instagramkanal von Olivia folgt, weiß jedenfalls, dass es sich hier nicht um das nächste austauschbare Kochbuch handelt, sondern, dass hier echte Leidenschaft fürs Essen und die tägliche, intensive Auseinandersetzung mit Lebensmitteln und Aromen Pate standen. So bekommt man nicht bloß tolle Rezepte serviert, sondern lernt auch allerlei Dinge zum Thema Konservierung, kann ein paar ernährungswissenschaftliche Grundlagen mitnehmen und wird nicht zuletzt auch geschmacklich überrascht. Zuchinisticks mit Sonnenblumenkruste, Weißkohlstrudel oder Sesam-Lachs-Schnecken – „die gesunde Familienküche“ überrascht wirklich mit ganz neuen Rezepten, abseits von Pizza, Pasta & Co. Trombitas-Meissel orientiert sich konsequent an saisonalen Lebensmitteln und öffnet den Blick für gesunde Alternativen auf lustvolle Art und Weise und ganz ohne dabei dogmatisch zu werden. Und hier geht’s zu Olivias Blog.

Worüber wir reden 11/21: Oktopoden, eine leuchtende Murmelbahn und das Stereotyp der Hausfrau

Oktopoden sind faszinierende Tiere, darüber darf man ruhig auch singen. Vor allem, wenn dabei so ein Kinderzimmerohrwurm heraus kommt wie dieser hier vom Gorilla Club: — Warum scheinen Frauen stets für die gute Stimmung im Haus zuständig zu sein? Warum werden Arbeiten rund um Haus und Kind immer noch häufig wie selbstverständlich und vor allem unbezahlt von Frauen erledigt? Und warum ist es eigentlich so schwer sich von diesen Stereotypen zu verabschieden? Die Berliner Kulturwissenschaftlerin Ecke Rulffes hat ein unaufgeregtes und präzise recherchiertes Buch zum Thema geschrieben: „Die Erfindung der Hausfrau“, Harper Collins Verlag, 22 Euro. Hier erzählt Rulffes selbst von ihrem Buch: — Um fließendere Grenzen zwischen Berufs- und Familienleben, den wirtschaftlichen Bonus, den eine Vaterschaft häufig mit sich bringt und demgegenüber den ökonomischen Einbußen, die Mutterschaft in der Regel bedeutet, sprach Kaitlyn WonJung Chang kürzlich beim Forward Festival in Wien. Unter dem Hashtag #Momtoo entsteht nun die passende Debatte zum Thema. Der Standard berichtete. — Wir lieben Kugelbahnen. Ein ganz besonderes Exemplar – riesengroß und bunt leuchtend – steht nun im Wiener Museumsquartier und …

Brotdosen-Hacks: Schnelle Haferflocken-Cracker

Gesunde, dabei aber schnell gemachte Snacks sind in der Familienküche ein Dauerbrenner. Diese Cracker haben sich wiederholt im Praxistest bewährt und eignen sich für lange Spielplatztage ebenso wie für die unkomplizierte Schuljause., sind Baby Led weaning tauglich und obendrauf noch lecker. Aber vor allem: Sie bestehen aus nur wenigen Zutaten und sind in nur 20 Minuten fertig. Zutaten: 30g Butter 1 TL Honig (optional, bei Babys unter 1 Jahr unbedingt weglassen) 180 g Haferflocken 100 ml Wasser 1 Prise Salz Zubereitung: Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Butter, Honig, Wasser, Salz in einem Topf bei mittlerer Hitze erhitzen und dabei ständig umrühren bis die Butter geschmolzen und eine homogene Flüssigkeit entstanden ist. Die Haferflocken in einer Rührschüssel bereitstellen und mit dem Butterwasser übergießen. Danach mit einem Kochlöffel unterheben bis eine zäh-krümelige Masse entstanden ist. Den Teig zu einer Kugel formen, auf eine Lage Backpapier drücken und eine zweite Lage Backpapier darüber legen. Dann gleichmäßig auf etwa 3 mm Dicke ausrollen. Die Teigplatte (ohne die obere Lage Backpapier) auf mittlerer Schiene etwa 15 Minuten backen. Anschließend …

Kai Lüftner: „Kinder sind wie Punks. Unzensiert, ehrlich und knallhart“

Der Berliner Kindermusiker hat in den vergangenen Jahren das Rotz’n’roll-Universum geschaffen, schreibt neben Liedern auch Bücher und ist damit extrem erfolgreich. Dabei hat er  sich zunächst nur „aus Notwehr“ mit dem Genre auseinandergesetzt. Kai Lüftner im Interview. Warum braucht es eigentlich gute Musik für Kinder? Keine Ahnung. Ich hab nie gesagt, ich will gute Musik für Kinder machen. Ich hab einfach nur Musik gemacht, die ich selber gern hören wollte – bzw. früher gern gehört hätte. Die Kompassnadel war mein Sohn. und ja, in der Tat gibt es für meinen Geschmack wirklich viel Zeug, mit dem ich nicht so richtig viel anfangen kann. Aber ich bewerte oder beurteile das nicht, denn Geschmäcker sind verschieden – und das ist auch gut so. Aber es war wie mit den Geschichten die ich schreibe: Ich hatte keinen Bock etwas zu machen, was schon da war. und ich habe auch keine Angst davor, nicht jedem zu gefallen. Was war der Beweggrund damit anzufangen? Als mein großer Sohn zwei war, habe ich ihm ein Buch vorgelesen und fühlte mich – …

Buchtipp: Hier wimmelt es nur so vor Arbeit

„Ich kann jetzt nicht, ich muss arbeiten“ ist ein Satz den die meisten Kinder schon einmal gehört haben. Aber: „Arbeit“ – was ist das eigentlich? Der Begriff ist ganz schön abstrakt und fasst dabei die verschiedensten Dinge zusammen. Und: Sprechen Eltern von Arbeit, wirken sie nicht selten abwesend, einsilbig, nachdenklich – und haben ein Smart Phone in der Hand. Also: Was hat es mit dieser Arbeit nun auf sich? Und vor allem: Darf das vielleicht auch Spaß machen? In „Alles Arbeit oder was?!“ zeigt Mieke Scheier die vielen Facetten rund um das Thema auf. In wimmeliger Bilderbuchmanier zeigt sie auf schöne Art und Weise Berufe und Alltagssituation, stellt dabei einfache wie kluge Fragen und lädt die Leser*innen ein ihre Antworten selbst zu suchen. Woher kommen Berufe und können sie auch aussterben? Wie haben Steinzeitmenschen gearbeitet und kann man bei der Arbeit auch echte Abenteuer erleben? Nehmen Roboter uns etwas weg und können sie uns gleichzeitig etwas geben? Ein Buch zum immer wieder durchblättern und weiterdenken.