Buchtipp: Sonne, Wind und Regen

Wetter ist alles andere als langweilig. Es schenkt uns Wärme, lässt uns frieren und hält sich nur selten an Vorhersagen. Die ersten Schneeflocken des Jahres, die Regenpfütze, in die sich so gut springen lässt, der Wind, der unseren Drachen fliegen lässt – Wetter ist überall und hat enorme Kraft. Und seine Bedeutung wird nicht zuletzt angesichts des Klimawandels immer offensichtlicher.   Kein Wunder also, dass das Wetter Kinder fasziniert. Wo kommen die Wolken her? Wie schnell ist der Donnerschall? Und wie entstehen nun eigentlich die Farben eines Regenbogens? Der Kleine Gestalten Verlag hat mit „Sonne, Wind und Regen“ nun  ein wunderschönes Buch zum Thema herausgebracht. Fröhlich-bunte Illustrationen, komplexe Vorgänge verständlich erklärt, kleine Ankedoten, die man sich gut merken kann: „Sonne, Wind und Regen“ ist ein Sachbuch, das Spaß macht und bei dem auch die Großen noch das eine oder andere dazu lernen können. Für Kinder ab 7. Sonne, Wind und Regen. Das Buch vom Wetter. Kleine Gestalten, 19,90 Euro

Mira und das fliegende Haus: Die Bücher zum Podcast

Geschichten und Gefühle gehören bei „Mira und das fliegende Haus“ einfach zusammen. Ob Liebe, Trauer, Wut oder Einsamkeit – jede Woche stehen im Podcast Themen im Mittelpunkt,  die Kinder bewegen. Vermittelt werden Werte, wie Toleranz, Mitgefühl und der Mut, sich selbst treu zu bleiben. Jede Folge kommt dabei feinfühlig daher, ganz ohne Fingerzeig und hochgehobene Augenbrauen, dafür aber mit sympathisch-schrulligen Charakteren und schöner Musik. Nun gibt es auch die passenden Bücher zum Podcast – und zwar gleich drei auf einmal, einfach „weil ich mich nicht entscheiden konnte, welches Thema wichtiger ist“, wie Mira sagt. „Wir gehören alle zusammen“ handelt vom weltgrößten Pfannkuchenturm und hält die Erkenntnis bereit, dass es „normal“ vielleicht gar nicht gibt. „Farben sind für alle da“ verbindet die Leidenschaft für Ballett und Fussball, handelt von Selbstbewusstsein, Toleranz und Geschlechterdiversität und „Mein Körper ist ein Königreich“ macht klar, dass niemand über einen anderen Körper bestimmen darf und jeder selbst bestimmt, was er damit tun möchte oder eben nicht. Geschichten für Kinder zwischen 3 und 11 Jahren. Hier kommt man zu den Büchern: www.mira-welt.de …

Buchtipp: Hier wimmelt es nur so vor Arbeit

„Ich kann jetzt nicht, ich muss arbeiten“ ist ein Satz den die meisten Kinder schon einmal gehört haben. Aber: „Arbeit“ – was ist das eigentlich? Der Begriff ist ganz schön abstrakt und fasst dabei die verschiedensten Dinge zusammen. Und: Sprechen Eltern von Arbeit, wirken sie nicht selten abwesend, einsilbig, nachdenklich – und haben ein Smart Phone in der Hand. Also: Was hat es mit dieser Arbeit nun auf sich? Und vor allem: Darf das vielleicht auch Spaß machen? In „Alles Arbeit oder was?!“ zeigt Mieke Scheier die vielen Facetten rund um das Thema auf. In wimmeliger Bilderbuchmanier zeigt sie auf schöne Art und Weise Berufe und Alltagssituation, stellt dabei einfache wie kluge Fragen und lädt die Leser*innen ein ihre Antworten selbst zu suchen. Woher kommen Berufe und können sie auch aussterben? Wie haben Steinzeitmenschen gearbeitet und kann man bei der Arbeit auch echte Abenteuer erleben? Nehmen Roboter uns etwas weg und können sie uns gleichzeitig etwas geben? Ein Buch zum immer wieder durchblättern und weiterdenken.

Kiri Rakete

Kiri Rakete: Crowdfunding für neues Album

Die Wiener Kinderliedmacherin Kiri Rakete arbeitet an einem neuen Album. „Wohnzimmerabenteuer“ soll es heißen und dabei kleine und große Hörer musikalisch in ferne Länder mitnehmen, von Alltagssituationen berichten und fröhlich Hirngespinste spinnen. Das klingt gut, doch: Finanziert ist dieses Album noch nicht. Deswegen ruft Kiri Rakete nun zum Crowdfunding auf, bittet all die „Trotzköpfe, Smoothiemaker, Streber:innen, Schulverweigerer, Frechdachse, Tinderkinder, Latte-Macchiato-Papis, Lastenradmamas und Spielplatzrowdys“, die sich gerne auf ihren Konzerten tummeln um Unterstützung. Im Gegenzug hat Rakete allerlei Dankes-Pakete geschnürt. Die reichen vom Pickerl zur Platte bis zum Wohnzimmerkonzert, vom virtuellen Geburtstagsgruß bis zum handgehäkelten Raketen-Shirt. Damit es „Wohnzimmerabenteuer“ aber garantiert heuer noch auf die Bühne und unter die Weihnachtsbäume schafft, gehen Musiker und Produzenten in der Zwischenzeit in Vorleistung und arbeiten unter Hochdruck an der Finalisierung des Album. Das Releasekonzert findet am 5. Dezember in der Schankwirtschaft im Augarten statt. Einen Vorgeschmack auf das Album gibt es außerdem hier: Für Wohnzimmerabenteuer  hat Kiri Rakete ihre Liederskelette der vergangenen 10 Jahre überarbeitet und mit zeitnahen Kompositionen und Themen ergänzt. Dabei begegnet sie ihren Hörer*innen einmal mehr …

Matthäus Bär: Das Beste kommt zum Schluss

Ob Schlagzeug oder Synthesizer, sanfte Töne oder Schimpftirade. Matthäus Bär traut Kindern inhaltlich und musikalisch etwas zu. Mit einer Haltung, die im Grunde nicht zwischen groß und klein unterscheidet, sondern sich in erster Linie der gepflegten Unterhaltung verschrieben hat,  hat er  das moderne heimische Kinderliedgenre so entscheidend mit gestaltet. Seinen Auftrag sieht er damit nun fürs erste als erledigt an und zieht sich nach acht Jahren von der Bühne zurück. „Stromgitarre, Schlagzeug, Bass lieben alle Kinder sehr“ Das tut er allerdings nicht, ohne zuvor noch einmal Resümee zu ziehen:  „Best of Bär“ komplettiert nun seinen Alben-Zyklus und zeigt einmal mehr, dass Mittanzpotential und musikalischer Anspruch auch im Kinderzimmer kein Widerspruch sein müssen. Das hört sich opulent und dicht an, nach Streichern, Bläsern und Vintage-Synthesizern und ist dabei aber vor allem wirklich lustig. Bär zum vor- und selberlesen. Nun zieht er sich also zurück – zumindest auf der musikalischen Ebene.  Denn seiner Zielgruppe – den kleinen und den großen Leuten –  bleibt er auch in Zukunft treu. Bär wechselt das Medium und hat mehrere Kinder- und …

Sing Sang Song: Familienmusik made in Austria

Für diesen Sampler haben sich bekannte, heimische Musiker zusammengetan und an ihre eigene musikalische Kindheit angeknüpft. Mit dabei: Ernst Molden, Monsterheart, Kreisky, Sigrid Horn und viele mehr. Die Reihe „Sing Sang Song“ geht in die zweite Auflage. Erneut widmen sich heimische  Singer und Songwriterinnen dem Genre Kinderlied und lassen es dabei auch an sentimentalen, aufrührerischen und verträumten Tönen nicht fehlen. Cover-Versionen treffen auf Eigenkompositionen, Popmusik auf Klassiker – allen Songs gemeinsam ist, dass sie mit einer gewissen Ernsthaftigkeit daher kommen und Eltern, ebenso sehr wie Kinder ansprechen.  Besonders Erwachsenentauglich sind dabei etwa, der von Pippa und Hans Wagner  von Neuschnee adaptierte Beatles-Hits „Octopus ́s Garden“, sowie – weil Melancholie! – Norbert Wallys und Fabio Schurischusters  Western-Version der Titelmelodie des Trickfilm-Klassikers „Es war einmal der Mensch“ (Udo Jürgens` „1000 Jahre sind ein Tag“). Auch typische Kinderlied-Klassiker kommen nicht zu kurz: „Kommt ein Vogel geflogen“ wird von Fraeulein Astrid als sphärisches Klavierkonzert interpretiert, mit „Rabumm“ textet Ernst Molden den Nummer- Eins-Hit eines jeden Laternenmarschs („Ich gehe mit meiner Laterne“) radikal um, und ultrascope zeigen mit „Maikäfer flieg“, …

Familienmusik: Kr, Kr, Krümelkind

Zuerst ging es nur um einzelnes Liedgut im Genre – für das bekannte „Unter meinem Bett“-Universum erdachten die beiden Hamburger Musiker Deniz Jaspersen und Ove Thomsen in den vergangenen Jahren bereits einige Songs, etwa „Lisa“, „Was der Papa sagt“ oder „Planet“. Das hat ihnen ganz offensichtlich gut gefallen – also haben sie sich zusammengetan haben und gleich ein ganzes Album für Familien geschmiedet. Das heißt Bällebad und handelt von allem, was Kinder bewegt. Lakritz und Patchworkfamilien, etwa. Fieber, aber auch Liebe und Keksgekrümel. Letzteres spielt vor allem in der Singleauskopplung eine übergeordnete Rolle: „Krümelkind“ heißt die musikgewordene Ode an jeden Staubsaugerroboter. Das Video zum Song gibt es hier:   Insgesamt ist ein sympathisches, gut gelauntes Album entstanden, das noch einiges mehr kann als Kekse in den Fleischwolf zu verfrachten. Hörenswert für Leute ab 4 Jahren. Deniz & Ove: Bällebad. Erscheint am 5. März bei Oetinger Audio (17 Euro).

Schraub, Schaufel, Heb: Neues von Kiri Rakete

Alles, was die Laune hebt, ist heuer besonders wertvoll. Umso schöner, dass die Wiener Kinderliedmacherin Kiri Rakete gerade jetzt eine neue Single samt Video herausgebracht hat. „Baustelle“ heißt die und ist voll mit gutem Rhythmus, Wortwitz und Melodie rund um die Themen Bagger, Kran und Mischmaschine. Mit im Gute-Laune-Paket ist noch das passende Video – ein unterhaltsamer Stop-Motion-Film mit coronakonformen Hauptdarstellern und einem Haufen Süßkram. Also, los: schieb, schieb, schraub, schraub, schaufel, schaufel, heb! Hier geht’s zum Video: Baustelle (Official Video) Hier geht’s zu Kiri Rakete Website: www.kiri-rakete.com Und hier zu ihrem Instagram-Account: @kirirakete

Die schönsten Weihnachtsbücher

Was wir lesen: Die schönsten Winter- und Weihnachtsbücher

Vorweihnachtszeit ist Vorlesezeit. Wir machen es uns auf der Couch gemütlich und verlieren uns in geheimnisvollen Geschichten. Wir reisen durch zauberhafte Winterlandschaften,  folgen traditionellen Melodien bis zu ihrem Ursprung. Wir laden Unbekannte ein, bei uns Halt zu machen und betrachten die Weihnachtsgeschichte aus den unterschiedlichsten Perspektiven. Und natürlich freuen wir uns auch an Weihnachten an einer Portion Spaß und Schabernack. Die schönsten Winter- und Weihnachtsbücher im Überblick:     Eine musikalische Geschichte. Liest man in diesem Buch, dann kriecht einem die Kälte direkt unter die Haut, genauso wie jene Mattheit, die einen nach durchlebter Krankheit oft lange begleitet und die Idee von Unwirtlichkeit und Hunger. Und trotzdem ist diese Geschichte durchaus positiv. Sie erzählt von jenem besonderen Zauber, den eine kleine, schöne Melodie verbreiten kann – gerade dann, wenn das Bedürfnis nach Hoffnung groß ist. Besonders schön wird dieses Buch durch das Zusammenspiel der traumhaften Illustrationen und den konkreten geschichtlichen Zusammenhängen, die bekannte Melodie transportiert einen so direkt in die Salzburger Schneelandschaft von 1818. Brigitte Weninger, Julie Wintz-Litty: Stille Nacht. Ein Lied geht um die Welt. …

Matthäus Bär ©NikoOstermann

Matthäus Bär gibt Kindern „Zucker“

Es ist das Rauschmittel Nummer 1 der Unter-Zehnjährigen, der Stoff, aus dem so mancher Kindertraum gemacht ist, Katalysator ausgelassener Feiern und Trophäe einer jeden erfolgreichen Schnitzeljagd: Zucker. Kein Wunder also, dass Matthäus Bär, Rockstar für Leute ab vier, sich eben diesen Stoff zum Motto seines neuen Albums auserkoren hat. Mit seinem vierten Studioalbum nimmt sich der Wiener Musiker ein neues Genre vor, um jene Themen, die zwischen Schulhof und Kinderzimmer ausverhandelt werden, zu transportieren. Und das klingt nach Synthesizer-Pop der 80er Jahre, nach der besonderen Kraft von rosa Fransen im Haar, auf weiten Strecken nach lustvollem Türe knallen und guter Laune. Selbstbestimmungs-Soundtrack. Darin verpackt findet man außerdem richtig gutes Songwriting („…dann hoffe ich, du hast die Kraft, die alles Schwere leichter macht.“ / „Die Fledermäuse fliegen heute tief. Wir sind bis zum Morgengrauen nachtaktiv“), Texte, die Kindern aus der Seele und Eltern trotzdem ansprechen, die mit Selbstbestimmung zu tun haben und der stückweisen Befreiung aus der liebevollen, elterlichen Umarmung. Oder, wie Bär es selbst beschreibt, es ist Musik für Kinder, „die sich ihre Butterbrote lieber …