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Wiener Schulen mit Reformpädagogik

Bildung: Was bedeutet eigentlich Freinet, Montessori, Dalton?

Montessori, Freinet, Dalton-Plan, Waldorf. Es gibt zahlreiche reformpädagogische Konzepte, einige von ihnen haben auch schon Einzug in die Regelschule gefunden. Allen gemeinsam ist, dass sie die Individualität des Kindes respektieren, ihm auf Augenhöhe begegnen wollen. Aber: Wo liegen nun die Unterschiede zwischen diesen Lernkonzepten? Ein Überblick:

Freinet-Pädagogik. Das reformpädagogische Konzept nach Celestine und Elise Freinet hat seine Wurzeln in der sozialistischen Bewegung der frühen 1920er Jahre. Hier wird die Klasse zu einer Art Kooperative, in der neben den Lehrern auch die Schüler ihren Anteil haben. Die Freinet-Pädagogik baut auf vier Grundsätzen auf: Die freie Entfaltung der Persönlichkeit, die kritische Auseinandersetzung mit der Umwelt, Selbstverantwortlichkeit, sowie Zusammenarbeit und gegenseitige Verantwortlichkeit. Lernen durch Experimente, soll Dinge besser begreifbar machen, Zeit für freie Arbeit, soll die Möglichkeit schaffen individuelle Interessen zu p egen. Im Klassenrat können die Schüler ihren Alltag mit gestalten. Die Wiener Lehrerin Eva Obernberger unterrricht nach der Freinet-Methode (VS Karl Löwe Gasse) und erzählt aus der Praxis:

Jedes Kind arbeitet etwas anders, deswegen ist unser Unterricht sehr individualisiert. Dabei haben die Kinder Struktur, sogar ziemlich viel, der Unterschied ist aber, dass diese Strukturen an das Kind angepasst werden und nicht umgekehrt. Uns ist wichtig eine Pädagogik der Praxis zu sein. Es versucht ja auch niemand einem Kind das Radfahren theoretisch beizubringen. Es gibt keine Methode, die für jedes Kind passt. Es ist absurd mit einer Idee alle Kinder zu unterrichten. Wir müssen das Kind sehen und spüren. Im Grunde sind wir Lernbegleiter. Wir beobachten, wir begleiten und die Kinder holen sich die Hilfe, die sie brauchen.“

Montessori-Pädagogik. Die Pädagogik nach Maria Montessori ist wahrscheinlich die bekannteste reformpädagogische Richtung. Vor allem die, die Sinne ansprechenden, Materialien sind weit verbreitet. Das Konzept geht auf die Arbeit der italienischen Ärztin Maria Montessori und ihre Erfahrungen in Waisenhäusern zwischen 1907 und 1950 zurück. „Wir müssen das Kind führen, in dem wir es frei lassen“, sagte sie etwa. Beinahe zum Slogan wurde „Hilf mir, es selbst zu tun“. Gemeint ist damit, dass das Kind nach seinen persönlichen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Interessen am besten lernt. Das heißt nicht, dass das Kind sich selbst überlassen wird: Kern der Montessori-Pädagogik ist neben der aufmerksamen Lernbegleitung, nämlich die „vorbereitete Umgebung“ – bekannt sind vor allem die Materialien, innerhalb dieser Struktur kann sich das Kind frei bewegen und individuell entwickeln.

Waldorf-Pädagogik. 1919 wurde die erste Waldorfschule gegründet. Das pädagogische Konzept nach Rudolf Steiner feiert heuer also ein 100-jähriges Jubiläum. Dieser anthroposophischer Unterrichtstypus findet sich in öffentlichen Schulen nicht und wird nur in Privatschulen unterrichtet (Die Wiener Waldorfschule verfügt allerdings über Öffentlichkeitsrecht und schließt mit staatlich anerkannter Matura ab). Die Waldorfpädagogik geht von vier verschiedenen Temperamenten aus (Choleriker, Sanguiniker, Melancholiker, Phlegmatiker) und will auf diese unterschiedlichen Charaktere individuell eingehen. Ethikunterricht, Bühnenspiel, Gesangs- und Instrumentalunterricht stehen im Fokus. Fixer Bestandteil des Curriculums ist außerdem das Fach Eurythmie, in dem die Kinder sich durch bestimmte Bewegungsabläufe und gemeinsamen Tanz ausdrücken sollen.

Dalton-Plan. Der Dalton-Plan basiert auf dem Unterrichtskonzept der Amerikanerin Helen Parkhurst und ist heute vor allem in den Niederlanden verbreitet. Parkhurst entwickelte ihre Methode zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts, ihre Pädagogik steht in einer gewissen Nähe zur Montessoripädagogik, Parkhurst und Montessori verband eine sich gegenseitig befruchtende Freundschaft, sie bereisten gemeinsam Amerika und Parkhurst unterstützte Maria Montessori dabei, ihre Ideen auch in Kalofornien umzusetzen.. Auch sie kritisierte vor allem die Gleichförmigkeit des klassischen Unterrichts und setze den Fokus auf Selbstständigkeit, Eigenverantwortlichkeit und Wahlmöglichkeiten für die Schüler. Um dies umzusetzen, entwickelte sie den Dalton-Plan – individuelle Lehrpläne (strukturiert in Wochen- und Monatspläne), die den Schülern ermöglichen sollen einen persönlichen Arbeitsrhythmus zu finden.

Montessori & Co: Wiener Volksschulen mit Reformpädagogik

Die Wahl der richtigen Schule ist für viele Eltern eine große Entscheidung – besonders, wenn alternative Unterrichtsformen gefragt sind. In Wien gibt es eine Vielzahl an reformpädagogischen Schulen, die nach Montessori, Waldorf oder anderen Konzepten arbeiten – darunter sowohl öffentliche Schulen mit reformpädagogischen Schwerpunkte als auch freie, elternverwaltete Schulen. Diese Liste bietet dir eine erste Orientierung und zeigt, welche öffentlichen Volksschulen in Wien auf Reformpädagogik setzen.

Diese Liste von Wiener Volksschulen mit reformpädagogischen und alternativen Bildungskonzepten wird laufend aktualisiert.

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VS Stubenbastei.
Mehrstufenklasse mit Montessoripädagogik. www.vsstubenbastei.schule.wien.at

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Kunst in der Schule.
Öffentliche Volksschule Czerninplatz. Atelierunterricht, Offenes Lernen, Montessoriorientierter Unterricht in der Mehrstufenklasse, www.kunstinderschule.schule.wien.at

1030


VS Eslarngasse.
Mehrstufenklassen, Schülerparlament. www.eslarngasse.at

GTVS Landstraße. Reformpädagogische, Integrative Mehrstufenklassen. www.gtvs.schule.wien.at

1080


VS Pfeilgasse
. Reformpädagogische Mehrstufenklasse. (Freinet und Montessori), www.vs-pfeilgasse.schule.wien.at

1090


VS Gilgegasse.
 Eine reformpädagogische Mehrstufenklasse, Montessoripädagigik, Freinet. www.vsgilgegasse.at

1100


Offene Volksschule am Herderplatz.
Mehrstufenklassen, Schwerpunkt auf Gewaltfreie Kommunikation. www.volksschule-herderplatz.at

1120


Reformpädagogische Volksschule in der Karl Löwe Gasse.
(Montessoripädagogik, Reformpädagogik, Mehrstufenklassen u.v.m.) www.karl-loewe.schule.wien.at

1150


Oskar-Spiel-Schule. 
Öffentliche Volksschule mit individualpsychologischer,
integrativer Grundausrichtung (WIR). www.oskarspielschule.schulweb.at

1170


VS Kindermanngasse.
8 Montessoriklassen, 4 Klassen Offenes Lernen. www.kindermanngasse.schule.wien.at

VS Rötzergasse. Mehrstufenklassen, Montessoripädagogik, Offenes Lernen. www. roetzergasse.at

1180


Schule im Park.
Ganztagsvolksschule im Währinger Park. Ansätze reformpädagogischen Unterrichts, Schülerinnenparlament, Ökolog-Schule. www.vs-park.schule.wien.at

Volksschule Bischof-Faber-Platz. Montessoripädagogik. www.volksschule-bischof-faber-platz.at

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Integrative Lernwerkstatt Brigittenau.
Altersgemischt, integrativ, für 6-15-Jährige, Ganztagsschule. Schulversuch: „Flexible Grundschule“, Österreichischer Schulpreis 2014. www.lernwerkstatt.or.at

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Löwenschule Aspern.
12 Montessoriklassen, Mehrstufenklasse, Integrationsklassen. www.loewenschule-aspern.at

Schulen in Wien, Zeichnen, Malen, Werken

Montessori, Freinet, Dalton-Plan, Waldorf. Es gibt zahlreiche reformpädagogische Konzepte. Hier haben wir einen Überblick zu den Gemeinsamkeiten und Unterschieden.

 

Wiener Volksschulen

Bildung: Reformpädagogik in der Volksschule

Eltern von Kindern, die 2019 schulpflichtig werden, müssen sich spätestens jetzt Gedanken über die passende Schule machen. Eine Entscheidung, die nicht leicht zu fällen ist, die sich in den allermeisten Fällen irgendwo zwischen der Wahl der Kindergartenfreunde, Nähe zum Wohnort und den Betreuungszeiten versteckt. Und nicht zuletzt der Frage, auf welche Art gelernt und mit welcher Haltung dem Kind begegnet wird.

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Schulen sind hierzulande enorm. Das hat mit der Schulautonomie zu tun und den damit verbundenen Freiheiten der Schulleitung. Die Lernziele sind zwar verbindlich festgelegt, wie diese erreicht werden, liegt aber im Ermessensbereich der Direktion. Ein Umstand, der auf der einen Seite sehr erfreulich ist – schließlich sind so niederschwellig leicht Veränderungen möglich, unabhängig von politischen Entscheidungen und Stimmungen – auf der anderen Seite ist es für Eltern schwer bis gar nicht nachvollziehbar, wie und nach welchen Konzepten an den einzelnen Schulen nun eigentlich unterrichtet wird.

In Wien gibt es jedenfalls eine Reihe von öffentlichen Volksschulen, in denen nach reformpädagogischen Konzepten gearbeitet wird. Es gibt allerdings keine offizielle Datenerhebung dazu, keine Liste, auf der Eltern auf einem Blick erfahren, ob hier Frontalunterricht oder Freinet, Montessori oder doch Dalton-Plan auf dem Programm steht. Der Besuch vor Ort, Mundpropaganda und Empfehlungen sind der einzige Weg sich ein ungefähres Bild zu machen. Genau deswegen soll an dieser Stelle eine kleine Liste mit jenen Wiener Schulen entstehen, die ganz bewusst einen Fokus auf reformpädagogische Konzepte legen. Diese Liste ist ganz bestimmt unvollständig, wird aber regelmäßig aktualisiert.

Hier gehts zur Liste:Montessori Schule

Wiener Volksschulen mit Reformpädagogik

 

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Die wichtigsten reformpädagogischen Konzepte im Überblick

Spielzeugdesign, Optimist, Pessimist, Spielzeug

Design: Die Spielemacher

Spielen ist entdecken, probieren, verstehen. Gutes Spielzeugdesign macht die Welt für Kinder daher nicht nur schöner und bunter, sondern auch besser begreifbar.

Stapeln und Stupsen. Werfen und Wiegen. Experimentieren und Handeln. Es heißt, das Spiel ist die Arbeit des Kindes. Und tatsächlich: Im Spiel fallen Kinder in einen Zustand zerstreuter Konzentration, der bemerkenswert ist. Automatisch nähern sie sich dabei physikalischen Grundkonzepten an (schütten, werfen, fallen), konstruieren und entwerfen, kreieren eigenständige Spielwelten und üben in ausgeklügelten Rollenspielen schließlich die sozialen Skipts ihrer Umgebung. Spielen ist identitätsstiftend, spielen bildet. „Spielen ist Leben lernen“, geht Karin Schmidt-Ruhland noch einen Schritt weiter. „Mit einem guten Spielzeug kann ein Kind aktiv werden und seine Fähigkeiten ausprobieren. Es kann den Gegenstand fühlen, sein Material spüren, sehen, riechen, seine Gestalt wahrnehmen und interpretieren.“ Schmidt-Ruhland ist Professorin für Spiel- und Lerndesign an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule in Halle. Es ist das einzige Studium dieser Art in Europa und so sind es in der Regel auch ihre Absolventen, die Neuheiten für Hersteller wie Ravensburger, Mattel, Haba und Revell entwickeln.

 

Forschungslabor Kita. Weil Design immer auch ein Ausloten von Problemen ist, die Kinderperspektive für den Designer aber nicht eindeutig einnehmbar ist, wurde an der Kunstuni kurzerhand ein recht ungewöhnliches Forschungslabor eingerichtet: eine Kita nämlich. 50 Kinder arbeiten sich hier wie nebenbei an den Prototypen ab, geben knallhartes Feedback und stiften Ideen. Während die Studenten beobachten, auf Augenhöhe gehen und Bedürfnisse ausloten, um darauf wiederum gestalterisch Antworten zu formulieren. „Die Kita ist toll. Mein Lehranspruch ist nutzerorientiert und dabei geht es eben vor allem darum Probleme zunächst sichtbar zu machen, die der Gestalter dann löst. In der Kita können unsere Studenten nun mitspielen, beobachten und die Prototypen werden auf Herz und Nieren geprüft.“ Design ist ohnehin immer interdisziplinär, geht es um Spielzeug sind es vor allem die Bereiche Pädagogik, Psychologie und Didaktik, die nahtlos mit einfließen. Die Ausbildung dieser „Bezugskompetenzen“ hat an der Burg Giebichenstein einen hohen Stellenwert. Denn gerade, weil Kinder sich im Spiel eine Idee von der Welt machen, „ist die Gestaltung von Spielprodukten eine verantwortungsvolle Aufgabe“, sagt Schmidt-Ruhland. Im Gespräch mit der Designerin gibt es dann auch einen Begriff, der immer wieder fällt – er lautet Freiheit. Weil gutes Spielzeug nicht beschränkt, sondern Möglichkeiten aufzeigt, Anreize schafft. „Spielprodukte sollten eine große Interpretationsmöglichkeit bieten.“ 

spielzeugdesign

Ein Ding, tausend Spiele. Gutes Spielzeug ist immer ein Angebot, nie eine Handlungsanweisung. Nach diesem Konzept lässt sich wohl auch Bilibo, ein Entwurf des Schweizer Designers Alex Hochstrasser, am besten verstehen. Bilibo ist knallbunt, kugelig, aus Kunststoff gefertigt, erinnert an eine Art Stuhl ohne Beine – eine Spielschale. Bilibo ist enorm erfolgreich, wurde mit zahlreichen Preisen bedacht und war auch schon im New Yorker Moma ausgestellt. Das hat vor allem zwei Gründe: Es taugt zu allem und nichts und antwortet gleichzeitig auf eine typische Problemstellung der Zeit: Der Reibungsfläche von kindlichem Bewegungsdrang und städtischem Leben, das in der Regel drinnen stattfindet. „Bilibo soll Neugier wecken und Kinder dazu inspirieren sich eigene Spiele auszudenken. Es geht darum, dass die Kinder zu ihren eigenen Erfindern und Erzählern werden“, sagt Hochstrasser, den bei der Entwicklung seiner bunten Spielschale vor allem auch der kindliche Umgang mit Alltagsgegenständen inspiriert hat, etwa Sessel und Umzugskartons. Und so lädt Bilibo nun zum kreiseln, schaukeln und rutschen ein, genauso wie zum bauen und sortieren. Es soll dabei nicht zuletzt augenzwinkernde Alternative zu klassischem Holzspielzeug sein, das in der Regel einen pädagogischen Ansatz verfolgt, Hochstrasser jedenfalls oft zu „dogmatisch“ ist. Spielen muss schon Spaß machen.

 

Der Baustein, ein Klassiker. Trotzdem ist Holz im Bereich hochwertigen Spielzeugs nach wie vor Werkstoff Nummer 1. Und der klassische Baustein – Keimzelle von Konstruktion und Architektur – dabei das Objekt an dem sich Designer besonders gern abarbeiten. Quadratisch, rechteckig, asymmetrisch, schwer oder leicht, hoch oder niedrig: Generationen von Spielzeugkonstrukteuren haben sich bereits auf die Suche nach dem perfekten Holzstein gemacht. Christian Lessing ist einer von ihnen. Inspiriert von Da Vincis Brücke ohne Mörtel besteht sein „Mauersack“ aus 40 schiefen Steinen, die sich mit Geschicklichkeit und ein wenig Gespür für Statik mauerartig ineinander verkeilen und anordnen lassen. Nachwuchsdesignerin Lena Mühl – auch sie studierte bei Schmidt-Ruhland – fiel bei der Spielzeugmesse in Nürnberg wiederum mit ihren „VogelVaus“ auf –  dabei werden sympathische tierische Steine in V- und Vogel-Form verbaut. Und auch Christoph Groetsch hat sich an einer neuen Formgebung versucht. Für seine Manufaktur „Formknall“  konstruierte er die wabenförmigen „Hotz“-Klötze. Auch hierzulande gibt es Bewegung im Baustein-Segment. Eine Materialinnovation brachte etwa die Bioblo-Gründer dazu ein komplett neues Bausteinsystem zu entwickeln, das mittlerweile in ganz Europa vertrieben wird. Bio-Fasal nennt sich das und besteht aus Holz (60 Prozent) und upgecycleten Plastikbechern (40 Prozent). Wie bei Groetsch ist es der Blick in die Natur hin zu den Bienen, der die Formgebung bestimmt: „Waben sind besonders stabil bei gleichzeitiger Materialeffizienz“, erklärt Bioblo-Geschäftsführer Stefan Friedrich. Farbliche Vielfalt ist Teil des Konzepts: „Damit kann man einfach alles bauen – Tiere, Schiffe, Festungen. Die extremsten Bauprojekte setzen dabei oft die Väter um“, so Friedrich. Das ist gut, immerhin machen Kinder nach, was sie sehen, lernen in dem sie sich ein Beispiel nehmen. „Wir konditionieren die Kinder, geben unsere Lebensentwürfe an sie weiter“, sagt etwa Schmidt-Ruhland. Erwachsene können es sich auf dem Spielteppich ruhig bequem machen. Friedrich berichtet jedenfalls von „kontemplativer Entspannung“ . Und die tut ja allen gut.

Dieser Text erschien zuerst im Die Presse Schaufenster (Nr. 39/ 23.11.2018).

 

 

Wochenende in Bildern

Wochenende in Bildern: Vorweihnachtlicher Bastelmarathon

Wenn man sich dieses Wochenende in Bildern ansieht, könnte man meinen, es handelt sich dabei um eine einzige, riesige Bastelei. Und das ist im Grunde auch richtig.

Wochenende in Bildern

Samstag. Wir schlafen lang, zünden Kerzen zum Frühstück an und lassen das jüngste Familienmitglied selbstlos das Musikprogramm bestimmen. Während das Kind tanzt, wächst sich auf dem Tisch eine Zeitungs- und Bastellandschaft aus. Denn so viel steht fest: Die Wohnung wird an diesem Wochenende nur in Ausnahmefällen verlassen.

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Nach der Aufwärmrunde auf dem Wohnzimmer-Tanzparkett folgt des Kindes liebstes Weihnachtshörspiel, nämlich dieses hier. Das Personal der Weihnachtsgeschichte wird schon länger bespielt, nun wird auch der Ruf nach einem adäquaten Stall lauter. Also stecken wir aus fünf Stoffdreiecken und eben so vielen Holzspießen schnell ein Weihnachtstipi zusammen. Eine viel sauberere Anleitung gibt es zum Beispiel bei Steffi von Cuchikind, unsere Version tut es für die nächsten Tage aber auch. In der kleinen Kiste liegt übrigens ein Lego-Polizist. Es geht schließlich nichts über kindliche Vorstellungskraft.

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Weihnachtliche Papiersterne sieht man ja allerorts. Auch bei uns. Dafür wurde Zeitungspapier zunächst wild und bunt bestempelt, dann in dünne Streifen gefaltet, an den Seiten eingeschnitten, aufgefächert und an den Rändern zugeklebt.

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Später wagen wir uns dann doch raus in die Schneelandschaft. Den Nachmittag verbringen wir bei einem sehr schönen und entspannten Kindergeburtstag.

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Wir drehen schon seit Mitte der Woche Bienenwachskerzen in verschiedenen Größen, weil es so gut riecht, Kinderhandtauglich ist und sich auch noch gut verschenken lässt. Nachdem ich bei Susanne von Geborgen Wachsen schon so oft kleine Walnusskerzenschiffchen gesehen habe, habe ich die nun kurzerhand auch mal ausprobiert.

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Und das passt ja auch irgendwie ganz gut in dieses Wochenende in Bildern, dass einst von Susanne initiiert wurde und ab heute bei Konsti und Alu von www.grossekoepfe.de stattfindet. Die Kerzenschiffchen bringen jedenfalls umgehend (noch mehr) Weihnachtsstimmung auf den Tisch.

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Hier trocknen übrigens Feenflügel vor sich hin. Erst vor wenigen Wochen gab es bei einem Kindergeburtstag nämlich ganz tolle geschenkt, aufgrund ständigen Gebrauchs haben diese ihren Dienst jetzt allerdings quittiert. Nach ihrem Vorbild wurden nun neue improvisiert und zwar „mit gaaaanz viel Glitzer, bitte“. Damit der auch hält, kommt später noch transparente Folie zum Einsatz, genauso wie eine Schnur zum um die Schultern spannen. Die Anleitung zum Traumfänger nebenan gibt es übrigens hier.

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Für eine kurze Ladung Frischluft holen wir uns frischen Kaffee von Fürth Kaffee, dazu gibt es dann Bananenbrot nach dem Rezept von Oh She Glows. Danach folgt gleich noch ein wichtiger Programmpunkt – die Weihnachtswunschliste. Die wird wild bestempelt und – sehr diplomatisch –  sowohl an Christkind als auch an den Weihnachtsmann adressiert.

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Was darauf folgt, ist noch mehr Herumhängen, Keksgekrümel und Feengehüpfe und der Plan, die kommende Woche so weiter zu machen, sie also so ruhig, wie nur möglich, zu begehen. Letzte Projekte abzuschließen, um einen vorgezogenen Weihnachtsurlaub anzutreten. Mal sehen, ob das gelingt. Auch euch eine  entspannte Woche und natürlich einen schönen dritten Advent!

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Wochenende in Bildern: Kitsch und Kerzen

Es geht los. Auch wenn es ringsherum eigentlich schon längst ganz schön weihnachtet, beginnt mit dem Advent nun endlich auch offiziell die schöne Zeit des Einigelns, Streichholzratschens und Keksgeforme.

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Samstag. Nachts wurden feine Naschereien und kleine Begehrlichkeiten noch schnell eingetütet (und zwar in etwa so), während der erste (richtige) Schnee die Häuser ringsum einzuckerte, am Morgen strahlt das Kind gleich doppelt („Fängt Weihnachten jetzt wirklich an?“). Was darauf folgt, ist Kaffee bei Kerzenschein, der Blick ins sanfte Schneetreiben, sympathisch-kitschige Weihnachtsmusik (Wir Kinder vom Kleistpark).

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Außerdem: Nussgeknacke, Tütengeraschel, freudiges Rumgeschmatze. Die Smarties waren so schnell weg – keine Chance, die aufs Bild zu bekommen.

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Draußen Schnee, drinnen Schnee, überall Schnee.

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Und noch mehr Herumgebastel. Diese Weihnachtsfrau kommt bei uns auf den Baum, geht schnell und macht irgendwie umgehend gute Laune. Vielleicht bereite ich zu unseren kleinen Schmuck-Menschlein noch eine Anleitung vor.

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Auf das ausgiebige Herumgetrödel folgt eine Portion Schneegestöber und Frischluft. (Und der Wochenendeinkauf, den erspar ich euch an dieser Stelle)

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Stadtpflanze.

Wochenende in Bildern

Nach der kleinen Auslüftrunde kuscheln wir uns zuhause sofort wieder ein. Der Abend findet auf der Couch statt.

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Sonntag. Wieder: Schneedächer, Kinderstrahlen („Ist heute wirklich Advent?“), Adventskalendergeraschel und dann auch noch die erste Kerze am Frühstückstisch. Das Weihnachtsgrün wurde hochmotiviert schon Anfang der Woche drapiert, pünktlich zum ersten Advent ist es daher auch schon trocken. Macht nichts.

 

Der Sonntag ist wie der Samstag, nur noch eine Spur langsamer, so dass wir es nicht einmal vor die Tür schaffen und ich die allermeiste Zeit zu fotografieren vergesse. Zwischendurch gibt es Restlessen (Tomatenreisbällchen – das Rezept gibt es hier). Das Konzert von Matthäus Bär verpassen wir leider, dafür hören wir einfach die Platte. Die kann man übrigens auch gewinnen, und zwar hier.

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Wien mit Kind

Wien mit Kind: Wohin am Wochenende 1. + 2. Dezember

Wien-Programm für die ganze Familie. Bienenhäuser, Babys im Museum, Kinderdisco und eine ungewöhnliche Schnitzeljagd.

 

Naturerlebnis. Ja, es ist kalt. Die Bastelaktion  der Wiener Umweltspürnasen  inmitten der Natur ist trotzdem eine schöne Sache. Dabei gehen Kinder zwischen 5 und 12 Jahren nämlich der Frage nach, wo Biene, Hummel & Co ein gutes Quartier finden, bevor sie unter Anleitung ein Insektenhotel bauen, das spätestens kommenden Frühjahr zum Einsatz kommen kann. Samstag, 1. 12, 10 – 13 Uhr auf der Donauinsel. Treffpunkt: Inselinfo der MA 45, U1 Station „Donauinsel“, den Hauptweg 200m stromabwärts, Eintritt frei. 

 

Mit Baby ins Museum. Babyeltern finden im Belvedere 21 die Möglichkeit zu entspanntem Kunstgenuss. Im Zentrum der Führung steht die Architektur des Hauses. Der Besuch ist sogar mit Kinderwagen möglich, auch, wenn eine Trage bestimmt praktischer ist. Einen Wickeltisch gibt es auch. Samstag, 1. 12. 14.30 – 15.30 Uhr, Preis für die Führung: 4 Euro, Treffpunkt: Kassa, Belvedere 21; Arsenalstraße 1, 1030 Wien.

 

Pumuckl und der blaue KlabautermannKino-Klassiker. In seiner Reihe „Kinder Kino Klassiker“ zeigt das Filmarchiv Austria jedes Wochenende ausgewählte Filme, die nicht mehr so leicht zugänglich sind, um Kinder mit dem Erlebnis Kino vertraut zu machen. Diese Woche steht Pumuckl und der blaue Klabautermann auf dem Programm. 1. + 2.12., jeweils 16 Uhr, Metro Kinokulturhaus, Johannesgasse 4, 1010 Wien.

 

 

Die SchnitzlereiRätsel-Theater. Ein interaktives Rätselabenteuer für Kinder ab 6 Jahren haben die Macher der Schnitzlerei konzipiert. „Ach wie gut, dass niemand weiß“ entführt in märchenhafte Welten, verspricht Spannung gepaart mit guter Unterhaltung. Es geht darum Codes zu knacken und spannende Rätsel zu lösen, um gemeinsam mit einer etwas verzweifelten Frau Holle das Märchenland zu retten. 1.12., 14 Uhr und 16.30 Uhr, Wiener Theater Schnitzlerei in der Hütteldorfer Straße 141, Eingang Gründorfgasse, 1140 Wien, Tickets: 15 Euro.

 

Spielen im Palais. Das Deli Bluem im Volkskundemuseum befindet sich zwar gerade im Umbau (Neueröffnung: 8. Jänner), an diesem Wochenende gibt es trotzdem einen guten Grund das Palais Schönborn wieder einmal zu besuchen. Denn gemeinsam mit dem Familienbund wurde unter dem Motto Indoor-Spiele ein Programm zusammengestellt, das Familien im Fokus hat. Musik und Film zum Selbermachen, ein Elterncafé  und andere kleine Überraschungen. Samstag, 1.12., 13.30 bis 17. 30 Uhr, Laudongasse 15 – 19, 1080 Wien, Eintritt frei.

 

Kinderdisco. Am ersten Adventsonntag präsentiert Matthäus Bär sein neues Album „Zucker“ im Wiener WUK. In 80er-Jahre Synthesizer-Pop-Manier werden hier Themen wie Aufbleiben, Schimpfen, Verliebtsein und Rollerei verhandelt. Sonntag, 2.12., 16. 30 Uhr. WUK, Währingerstraße 59, 1180 Wien, Tickets: Kinder bis 12: 13 Euro, Erwachsene: 18 Euro, zum Programm.

 

Matthäus Bär, Zucker, Musik

Matthäus Bär gibt Kindern „Zucker“

Es ist das Rauschmittel Nummer 1 der Unter-Zehnjährigen, der Stoff, aus dem so mancher Kindertraum gemacht ist, Katalysator ausgelassener Feiern und Trophäe einer jeden erfolgreichen Schnitzeljagd: Zucker. Kein Wunder also, dass Matthäus Bär, Rockstar für Leute ab vier, sich eben diesen Stoff zum Motto seines neuen Albums auserkoren hat.

Mit seinem vierten Studioalbum nimmt sich der Wiener Musiker ein neues Genre vor, um jene Themen, die zwischen Schulhof und Kinderzimmer ausverhandelt werden, zu transportieren. Und das klingt nach Synthesizer-Pop der 80er Jahre, nach der besonderen Kraft von rosa Fransen im Haar, auf weiten Strecken nach lustvollem Türe knallen und guter Laune.

Selbstbestimmungs-Soundtrack.

Darin verpackt findet man außerdem richtig gutes Songwriting („…dann hoffe ich, du hast die Kraft, die alles Schwere leichter macht.“ / „Die Fledermäuse fliegen heute tief. Wir sind bis zum Morgengrauen nachtaktiv“), Texte, die Kindern aus der Seele und Eltern trotzdem ansprechen, die mit Selbstbestimmung zu tun haben und der stückweisen Befreiung aus der liebevollen, elterlichen Umarmung. Oder, wie Bär es selbst beschreibt, es ist Musik für Kinder, „die sich ihre Butterbrote lieber selber schmieren“.

Dazu gehören zaghafte erste Liebesgefühle („Ich schreibe meine Liebesbriefe nur an Leute, deren Namen ich schon schreiben kann“) ebenso wie der Spaß am Schimpfen („Du Schuft, du Schelm, du Schurke“), die ernsthafte Planung der Geburtstagsparty genauso wie die Besonderheiten des Rollerfahrens.

Der Hit des Albums heißt „Nachtaktiv“ – und, ja, dabei geht es um das Aufbleiben, aber auch das „Beschimpfungslied“ und „Total egal“ haben ohne Frage Mitsing-Qualität. Wie schon bei seinen bisherigen Alben greift Bär ganz unterschiedliche und trotzdem offensichtliche Themen aus der Kinderwelt auf und verschraubt sie musikalisch zu einem runden, in sich stimmigen Tanz-Paket.

Wir verlosen „Zucker“.

Wir verlosen 3 x eine CD des neuen Albums. Um am Gewinnspiel teilzunehmen, abonniere einfach „Oh, Panama!“ und „Matthäus Bär“ auf Instagram und hinterlasse beim entsprechenden Posting einen Kommentar.

Das Gewinnspiel ist leider schon abgelaufen. 

Matthäus Bär: Zucker

 

 

 

 

 

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Porridge mit Sauerkirschen

Frühstücksideen: Porridge mit Bananen und Sauerkirschen

Gerade während der Wintermonate stärkt der gute alte Haferbrei die ganze Familie für den Tag. Mit ein wenig Abwechslung auf der Flocke überzeugt sie auch geschmacklich immer wieder.

Sauerkirschen und Bananen ergeben etwa eine ausgezeichnete Variation des Frühstücksklassikers. Hier das Ruck-Zuck-Rezept:

Zutaten für 2 Portionen:

  • 100 g Haferflocken
  • 1/8 l Hafermilch
  • 1 halbe Birne
  • 1 Banane
  • Sauerkirschen aus dem Glas

Zubereitung:

Die Birne entkernen, schälen und in kleine Stückchen schneiden, in einem kleinen Topf leicht anbraten. Die Haferflocken beigeben, durchrühren und mit der Hafermilch aufgießen. Mit Wasser auffüllen bis die Haferflocken leicht bedeckt sind. Eine halbe Banane mit der Gabel zerdrücken und zugeben. Alle Zutaten regelmäßig umrühren, bis ein sämiger Brei entsteht (Circa 5 Minuten). Das Porridge in den Schüsseln verteilen und die Sauerkirschen darauf verteilen. Guten Appetit!

Porridge mit Sauerkirschen

 

Geschenkideen: Alle unter einem Dach

Viel Raum für Phantasie. Diese Puppenhäuser sehen nicht nur gut aus, sie passen auch schön unter den Weihnachtsbaum.

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Skandinavisches Design gibt es nun auch für ganz kleine Mitbewohner. Und das beste ist: Es kann auch zum Regal umfunktioniert werden. Ferm Living um 199 Euro.

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Die Stadtvillen von Boomini kann man auf unterschiedliche Weisen aufbauen. Zum Beispiel mit einer Sonnenterrasse. 475 Euro etwa bei Mina & Lola.

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Hat man keine Lust aufzuräumen, klappt man dieses Haus von Oli Ella ganz einfach zu. Das ist aber nicht der einzige Pluspunkt. Es ist aus reinem Birkenholz gefertigt, leicht (1,5 Kg), transportabel und klassisch schön. 65 Euro via Rimini Shop.

 

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Der englische Spielzeughersteller Rock & Pebble räumt mit dem Vorurteil auf, Häuser müssten vier Wände haben. Oder eine Tür. Neben seinem Elefantenmodell  gibt es auch Äpfel und Birnen, die sich mit kleinen Figuren bespielen lassen. Ab 95 Euro via Smalllable.

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Encore! Die kleinen Hasenlofts lassen sich durch das Kastensystem beliebig erweitern. In dieser Ausführung ab 229 Euro, etwa bei Smalllable.

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Es kann ein Regal sein. Oder eben ein Puppenhaus. Praktisch, weil man das Zubehör in den Schubladen verschwinden lassen kann. 119.99 Euro bei Vertbaudet.

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In dieser Villa im Bauhausstil lebt man bunt. „Cubic“ kostet 99 Euro und gibt’s etwa bei Lalekula.

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