Autor: Oh, Panama!

Wien mit Kind. Schmetterlingshaus.

Schmetterlingshaus: 365 Tage Sommer

Wien mit Kind.  Ob Klassiker oder Geheimtipp, alteingesessene Institution oder Neueröffnung – wir nehmen euch mit an unsere Lieblingsorte. Teil 1: Das Schmetterlingshaus. Es gibt einen Ort, der wie ein Pausenknopf für Minusgrade wirkt. Einen Ort, der nach Urlaub riecht und an dem immer T-Shirt-Wetter ist. Immer dann, wenn die Sonnen-Sehnsucht also besonders groß wird und der Winter extra grau wirkt, statten wir eben diesem Ort einen Besuch ab: Dem Schmetterlingshaus im Wiener Burggarten, nämlich. Es ist gar nicht groß, auch nicht spektakulär, trotzdem aber eine kleine Oase inmitten der Stadt. Tropisches Klima trifft auf Jugendstil-Architektur, Kinderlachen auf Touristen-Trubel. Rund 500 Schmetterlinge leben hier. Raupen und Puppen kann man genauso begutachten, wie das geschlüpfte Getier, das sich an Äpfeln, Bananen und Birnen labt. Drinnen ist es warm, selbst wenn es draußen kalt ist. Schmetterlingshaus im Burggarten. Burgring. Wien 1.  www.schmetterlingshaus.at Öffnungszeiten: November bis März (Winter): Mo – So: 10 Uhr bis 15. 45 Uhr April bis Oktober (Sommer): Mo – Fr: 10 Uhr bis 16.45 Uhr, Sa, So & Feiertage: 10 Uhr bis 18. 15 Uhr

Empfehlung: Links der Woche KW11

Neues von den Juno-Machern, kompetente Kinder, Tafelgut, Termine. Die wichtigsten Netzfunde der Woche im Schnelldurchlauf. Mutterschaft im Kino. Jason Reitman und Diablo Cody, das kongeniale Duo hinter Juno (bei uns läuft der Soundtrack noch immer) und Young Adult, kommen dieses Frühjahr mit einer anrührenden Komödie rund um das Thema Mutterschaft zurück. Die ersten Trailer sind nun zu sehen und man nimmt Charlize Theron die Rolle der erschöpften Mutter jedenfalls augenblicklich ab. Man darf gespannt sein. Für den Ostertisch. Schöne Stücke für die Festtafel gibt es bei Loretta Cosima. Unter anderem von ByMay (Silikonuntersetzer) Hübsch Interieur (Vasen, Besteck), House Doctor (Kaffeekanne, Zuckerdose), Hollyaroh (Keramik), Blafre (Edelstahlflaschen), Fraulein Filz (Häkeleier) und Loretta Cosima (Flaschenöffner). Noch mehr tolle Dinge gibt es natürlich vor Ort.  Loretta Cosima. Garnisongasse 7, 1090 Wien. Auf Augenhöhe. Auf ihrem Blog „Geborgen Wachsen“ widmet sich Susanne Mirau dieser Tage dem Themenfeld „das kompetente Kind“ und findet gewohnt klare Worte dafür, warum es nur gut sein kann, wenn sich Kinder ausprobieren können, Aufgaben meistern dürfen und (wo es eben geht) selbst entscheiden dürfen. Etwa, ob ihnen …

Wohin in Wien: Bayrle auf der Spur

Wohin in Wien: Bayrle auf der Spur

In der laufenden Schau „Wenn etwas zu lang ist – mach es länger“ widmet sich das MAK dem Schaffen von Thomas Bayrle. Seiner Kunst des Verwebens, Verwickelns und Verdichtens können sich Kinder nun im Rahmen eines Workshops annähern. Er stapelt, schichtet, webt und wickelt. Durch die Verbindung dessen, was sich auf den ersten Blick widerspricht, werden Zusammenhänge sichtbar, hörbar, spürbar. Miniaturen werden zu Ornamenten, vieles zu Einem. Die Rede ist von Thomas Bayrle, 80 Jahre, deutsches Gesicht der Pop-Art. Im MAK sind schon seit dem Vorjahr seine „Superformen“ zu sehen, Collagen des Alltäglichen. Drucke, Teppiche, Gebilde. „Ich liebe die Monotonie, und die Langeweile und auch die Massenproduktion“, sagte Bayrle selbst einmal, und lässt mittels Handwerkskunst an Industrie denken, perfektioniert im Einzelstück die Kunst der Wiederholung. Er inszeniert also eine Art „soziale Fabrik“, die Bestandteile sind Autos, Daten, I-Phones, Alltagsgegenstände. Unter dem Motto „Stau auf der Autobahn“ findet nun ein Workshop der Reihe MAK4Family statt, dabei wird nicht bloß die Schau kindgerecht erklärt, sondern im Anschluss an die Führung vor allem selbst Hand angelegt. Inspiriert von …

Wochenende in Bildern.

Wochenende in Bildern: 10. und 11. März

Manchmal sind Pläne nur dazu da, über Bord geworfen zu werden. Rumhäng-Zeit statt Kinder-Rock und endlich, endlich Sonne. Das war unser Wochenende in Bildern. Eigentlich hätte an dieser Stelle ja ein kleiner Bericht vom neuen Donauhof und dem  Gastspiel von Kinderrockstar Matthäus Bär stehen sollen, schließlich ist das Kind ja Fan. Auch der große Stocksale Kindersachen fand statt, genauso wie die Designmesse Edelstoff. Stattdessen haben kurz vor Winterschluss noch einmal Schnupfen, Husten & Konsorten angeklopft und wir sind es doch (wieder) lieber ruhig angegangen. Der Vormittag dauerte also bis zum späten Nachmittag und wir haben uns die Zeit mit ein paar praktischen Ostervorbereitungen vertrieben. Wir haben bereits letztes Jahr mit Rotkraut gefärbt, diesmal aber gleich drei Varianten des Suds angesetzt (pur, mit Backpulver, mit Apfelessig). Weil die Frühlingssonne gar so offensichtlich durchs Fenster schien, ging es dann doch noch nach draußen und wir spazierten durch die Wiener Stadtgärten rund um Hofburg und Burgtheater. Der Himmel über der Stadt. Sonntag. „Ist das der Frühling?“, will das Kind wissen, und nach dem Familienfrühstücksritual hält uns dann endlich …

Gerichte für Frauen: Kochen nach dem Zyklus

Der weibliche Zyklus ist nach wie vor jeder Menge Tabus unterworfen. Denn obwohl die Menstruation Grundlage von Fruchtbarkeit und Fortpflanzung ist, hat sie für viele vor allem mit Unwohlsein und Unbehagen zu tun. Dass das nicht sein muss, zeigt nun ausgerechnet ein Kochbuch. Eine blutende Frau an Bord bringt Unglück, heißt es in Seemannskreisen. Noch heute schließen nicht wenige Kulturen menstruierende Frauen rigoros vom gesellschaftlichen Leben aus und eine Umfrage aus dem Vorjahr zeigt, dass die Regelblutung auch hierzulande nicht den besten Ruf hat: 60 Prozent der befragten Mädchen zwischen 13 und 17 Jahren bewerten die Menstruation da als negativ. Auf diesen Fakten bauen die Autorinnen Andrea Haselmayr, Verena Haselmayr und Denise Rosenberger ihr neues Kochbuch „Eat like a Woman“ auf. Dabei ist das Buch mehr als eine Rezeptsammlung, es ist eine Hommage an die Frau und würdigt die Höchstleistung, die ihr Körper Monat für Monat, Jahr für Jahr leistet. Die Autorinnen nähern sich dem Thema ausgehend von ihren persönlichen Erfahrungen und die sind so unterschiedlich, wie beispielhaft für die Erfahrungen vieler Frauen. Wer blutet, …

Empfehlung: Links der Woche KW10

Es gibt einen Gender Sleep Gap, Musik für Kinder kann manchmal auch was für Eltern sein und Kartons können ein zweites Leben haben. Unsere Netzfunde der Woche.   Frauen schlafen weniger. Das Phänomen des Gender Pay Gap ist ja leider wohl bekannt. Aber wusstet ihr, dass es auch einen Gender Sleep Gap gibt? Vermutet haben wir das ja schon die längste Zeit, jetzt wurde beim jährlichen Kongress der American Academy of Neurology’s eine Studie präsentiert, laut der nur 48 Prozent aller befragten Mütter auf sieben Stunden Schlaf oder mehr pro Nacht kommen. Darüber hinaus wurden ältere Ergebnisse zum Thema Schlaflosigkeit bestätigt, nach der Schlaflosigkeit bei Frauen (57 Prozent) etwas öfter vorkommt als bei Männern (51 Prozent). Das Onlinemagazin „Motherly“ berichtet ausführlicher. Kinderhits, Elternhits. Matthäus Bär versucht hierzulande den schlechten Ruf von Kindermusik zu retten und tut dies  mit leichtem Augenzwinkern, guter Laune und akuter Ohrwurmgefahr („Ich will ein Eis“!). Dieses „They Shoot Music“-Video ist zwar nicht neu, aber gut. Und kommenden Samstag kann man ihn auch live sehen. beim Business Riot Brunch im Donauhof nämlich. …

Wochenende in Bildern: 3. und 4. März

Das erste Märzwochenende ist wie ein erstes zartes Versprechen auf Frühling. Mit Plusgraden, Ostervorbereitungen, Tulpen. Wie jede Woche gehen wir den Samstag langsam an. Sehr langsam. Nach einer durchgetakteten Woche gibt es einfach nichts schöneres als diese Pyjamastunden, in denen nichts passiert und gleichzeitig so viel. Eine Familie und ganz verschiedene Geschmäcker. Weil wir Mitleid mit den weichen Äpfeln haben, beschließen wir einen kleinen Kuchen zu backen. Das trifft sich gut, denn der Kindergarten hat über das Wochenende leergeblasene Eier für das anstehende Osterprogramm geordert. Eier ausblasen ist gar nicht so einfach und erfordert vor allem Geduld. Der Retter in der Not ist der Nasensauger, der kurzerhand umfunktioniert wird. Oder gibt es noch bessere Tricks? Der Apfelkuchen hat noch Haferflocken-Streusel abbekommen und schmeckt. Wir beschließen das Haus doch noch zu verlassen. Die Kaffeehauskette Aida ist eine Wiener Institution. Jede Filiale hat ihren ganz eigenen Charakter und trotz Tiefkühltorten und Franchise-Konzept haben wirklich alle Charme. Hier in der Nussdorferstraße bekommt man zum Kaffee gleich eine Zeitreise in die 50er Jahre geschenkt. Sobald die Sonne untergeht, wird …

Empfehlung: Links der Woche KW09

Salziges Karamell, ein Tisch zum Spielen, schöne Worte und vieles mehr. Das sind unsere Netzfunde der Woche. Thema Vereinbarkeit. Im Rahmen des Business Riot Festivals findet kommende Woche ein Podiumsgespräch zum Thema „Beruf und Vereinbarkeit“ statt. Dabei unterhalten sich Gerlinde Hauer von der Arbeiterkammer Wien, Florian Pümpel, ein Vater mit Karenzerfahrung, Jasmin Roth vom Design Studio Cin Cin Vienna und Eva Zehetner, Personalerin bei Telekom Austria. Initiert wurde die Veranstaltung von „Karriere unter Umständen„. Gute Geschichten. Gerade wenn es draußen kalt und ungemütlich ist, kann man es sich zuhause gut mit einem Hörspiel gemütlich machen. Bei NordSüd gibt es die Hörfux-Reihe gratis zum Download. Dazu gehören etwa die Geschichten rund um den kleinen Eisbär Lars und jene vom Regenbogenfisch. Süß und salzig. Rund um das Thema Wohlgefühl dreht es sich bei „Hej Hygge“. Und mit diesem Rezept für Salzkaramellen gelingt das besonders gut. Kickstarter-Kampagne. Es geht ganz schnell und Stifte, Spielzeug & Co sind in der ganzen Wohnung verteilt. Diese Produktentwicklung aus Italien ist natürlich auch keine Garantie dafür, dass sich das ändert, das Konzept ist aber interessant: Der MUTable …

Nachgekocht: Pizza zum Frühstück

Alle lieben Pizza. Foodbloggerin Eva Fischer verpasst dem runden Teigstück nun ein Superfood-Update und das gelingt auf weiten Strecken tatsächlich ziemlich gut. Pizza ist Wohlfühlessen, schmeckt vom Couchtisch, wie von der großen Tafel und kommt in der Regel bei der ganzen Familie gut an. Eva Fischer ist Foodbloggerin, die Liebe zum Essen trifft bei ihr allerdings auf eine Glutenunverträglichkeit, was die ganze Sache komplizierter, aber auch ein Stück weit interessanter macht. Wenn sich Fischer nun mit dem Konzept Pizza beschäftigt, muss sie also neue Zugänge finden. Ganz neue Zugänge. Herzstück ihres neuen Kochbuchs sind die Grundteige für ihre Pizzavarianten, die funktionieren auf Basis von Blumenkohl, Reis, Hirse, Quinoa, Mais und Buchweizen. Auch darüber hinaus hat sie ein paar gute Ideen, etwa jene für die Frühstückspizza, die wir als Haferflockenfans natürlich sofort nachgebacken haben und die bei allen am Tisch wirklich gut angekommen ist. Auch der Blumenkohlteig wurde ausprobiert und mit cremigem Erbsenhummus kombiniert. Das Ergebnis war sehr gut, nur: das Pizzagefühl stellt sich nicht wirklich ein. Der Teigling ist eher mit einer Tortilla vergleichbar – …

Brendan Wenzel: Alles eine Frage der Perspektive

Es braucht nicht unbedingt viele Worte, um große Wahrheiten zu vermitteln. Das zeigt auch das neue Bilderbuch von Autor und Illustrator Brendan Wenzel, der zurzeit geradezu hymnisch besprochen wird – zu recht. Ein Buchtipp. E r wird mit Eric Carle verglichen, mit allen möglichen Preisen bedacht, von der Kritik verehrt. Die Rede ist von Brendan Wenzel, Illustrator, Autor, Reisender. Seine bunt-atmosphärischen, sympathisch-komischen Illustrationen fielen schon früher auf. Spätestens mit Cynthia Rylants „Leben“ (Nordsüd Verlag, 2017) war klar, dass Wenzel mit seinen Bildern erzählen kann. Mit „Alle sehen eine Katze“ kommen nun erstmals Text und Bild aus seiner Hand. Die Idee ist einfach, wie genial: Wir sehen eine Katze, immer und immer wieder die selbe Katze, nehmen dabei aber jedesmal eine andere Perspektive ein. Wir sind eine Biene, ein Stinktier, eine Fledermaus, ein Kind, ein Hund, ein Floh, ein Fisch. Und je nach dem durch wessen Augen wir die Katze betrachten, erscheint sie völlig anders – groß und bedrohlich, süß und flauschig, krank und schwach, lustig und knubbelig. Die Botschaft schleicht sich samtpfötig hinein in den …