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Brendan Wenzel: Alles eine Frage der Perspektive

Es braucht nicht unbedingt viele Worte, um große Wahrheiten zu vermitteln. Das zeigt auch das neue Bilderbuch von Autor und Illustrator Brendan Wenzel, der zurzeit geradezu hymnisch besprochen wird – zu recht. Ein Buchtipp. E r wird mit Eric Carle verglichen, mit allen möglichen Preisen bedacht, von der Kritik verehrt. Die Rede ist von Brendan Wenzel, Illustrator, Autor, Reisender. Seine bunt-atmosphärischen, sympathisch-komischen Illustrationen fielen schon früher auf. Spätestens mit Cynthia Rylants „Leben“ (Nordsüd Verlag, 2017) war klar, dass Wenzel mit seinen Bildern erzählen kann. Mit „Alle sehen eine Katze“ kommen nun erstmals Text und Bild aus seiner Hand. Die Idee ist einfach, wie genial: Wir sehen eine Katze, immer und immer wieder die selbe Katze, nehmen dabei aber jedesmal eine andere Perspektive ein. Wir sind eine Biene, ein Stinktier, eine Fledermaus, ein Kind, ein Hund, ein Floh, ein Fisch. Und je nach dem durch wessen Augen wir die Katze betrachten, erscheint sie völlig anders – groß und bedrohlich, süß und flauschig, krank und schwach, lustig und knubbelig. Die Botschaft schleicht sich samtpfötig hinein in den …

Wochenende in Bildern: 24. und 25. Februar

Dieses Wochenende war knallbunt und hat sich großteils in der Küche abgespielt. Aber langsam und der Reihe nach. Die vergangenen Wochen waren ganz schön anstrengend. Und das hatte mit Viren und Abgabeterminen, wenig Schlaf und kleinen Sorgen zu tun. Auch das gehört zum Elternalltag dazu. Weil die Batterien also schon ziemlich leer waren, gab es für dieses Wochenende vor allem einen Plan: Keinen Plan zu haben, nämlich, und es sich dabei höchstens ein wenig gut gehen zu lassen. Den Samstag starteten wir dann also gesund und mit Farbe. Der Smoothie besteht aus Apfel, Banane, Orange und vor allem sehr viel Grünkohl (ich kann mir ehrlich gesagt keine andere Zubereitungsart vorstellen, bei der mein Kind mit soviel Freude in rauen Mengen Grünkohl in sich hinein schaufelt), das Granola aus vielerlei Nüssen, gepufftem Quinoa, Sesam, Kürbiskernen, Ahornsirup und ein wenig Rohkakao (interessieren euch die genauen Mengen?). Auch der Rest des Tages hat sich zwischen Küche und Wohnzimmer abgespielt. Während am einen Ende der Wohnung also Legoboote gebaut und Kuscheltiere verarztet wurden, lief am anderen Ende der Ofen …

Empfehlung: Links der Woche KW08

Design fürs Kinderzimmer, Schönes für die Wand und die Oper eines Wunderkindes. Diese Woche geht es vor allem ums Bauen, Basteln, Wohnen – das muss an diesem Hauch von Frühling liegen, der da versteckt in der Luft liegt. Unsere Netzfunde der Woche.   Platz für Kinder. Die deutsche Architectural Digest widmet ihre aktuelle Ausgabe dem Thema Kinder. Und das bedeutet, es gibt viele schöne, aufgeräumte Kinderzimmer zu sehen, genauso wie einen Blick auf das ländliche Familienidyll von Claudia Schiffer, außerdem kann man lesen warum (Frei)raum wichtig ist und kindliche Orte auch Eltern gut tun. Einen Einblick in die Ausgabe gibt es hier, den Rest am Kiosk. Bastel-Glück. Bunt und schön und einfallsreich sind die Projekte von Produktdesignerin Brittany Watson Jepsen, die auf ihrem Blog „The House that Lars built“ vormacht, dass DIY nicht unbedingt wie selbstgemacht aussehen muss. Da wird also geklebt und geschnitten und geleimt und gestickt – das Ergebnis kann sich immer sehen lassen. Wie etwa dieses Papierketten-Wandbild. Taschen aus Teig. Foodbloggerin Madeline Lu beglückt uns pünktlich zum Chinesischen Neujahr mit einem Rezept …

Süßkartoffel-Topfenkuchen: Mit der Süße der Datteln

Für diesen cremigen Winterkuchen gehen knollige Süßkartoffeln und frischer Topfen eine köstliche Verbindung ein. Backen mit Gemüse. Diese gesunde Alternative für die Kuchenjause basiert auf einer lockeren Süßkartoffel-Topfencreme. Für den Tortenboden kann man ganz einfach auf fertigen Blätterteig oder auch auf die Reste aus der Keksdose zurück greifen. Zusätzliche Süße kommt von Banane und Dattel – so eignet sich das Rezept auch schon für kleine Esser. Zutaten: Blätterteig 300g Süßkartoffeln 30g Datteln/Dattelsüße 1 reife Banane 1 Msp. Vanillemark 400g Topfen 60ml Schlagobers 3 Eier 2 EL Mehl Die Süßkartoffel mit Wasser bedecken und weich kochen. Backrohr auf 160 Grad Umluft vorheizen. Die Süßkartoffel gemeinsam mit den Datteln und der Banane zu einem feinen Mus pürieren. In einer zweiten Schüssel Topfen, Schlagobers, Eier und Vanillemark cremig rühren und das ausgekühlte Mus in die Masse einrühren. Zum Schluss das Mehl unterrühren. Den Blätterteig in die Springform geben. Anstelle des Blätterteigs können übrigens auch Kekse verwendet werden, zum Beispiel unsere Haferflockenkeckse ohne Zucker. Die Kekse einfach in der Springform zerbröseln, mit Nüssen vermischen, 50g geschmolzene Butter drüber gießen und fest …

Empfehlungen: Links der Woche KW07

Keine Zeit für „Bullshit“, das Thema Teilzeit und wie Frauen nach einer Geburt wirklich aussehen. Die besten Netzfunde – auch diese Woche wieder völlig subjektiv und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.   Zitat der Woche. Das Mother Mag war zuhause bei Regisseurin und Polit-Aktivistin Paola Mendoza. Mendoza wohnt nicht nur schön, sie sagt auch gute Dinge während sie einen durch ihre vier Wände führt, etwa „The great thing about being a mom is I don’t have time for bullshit.“ Sehen wir ganz genauso. Noch mehr gute Sager gibt es hier. Kinderbuch-Klassiker. Der nächste Familiensamstag in der Buchhandlung Herder steht ganz im Zeichen des Kinderbuch-Klassikers „Das kleine Ich bin Ich“ von Mira Lobe. Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen des Vereins e.motion (bietet Rückhalt für Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebensphasen) wird gelesen und vor allem auch gebastelt. Um Anmeldung wird gebeten. 24. Februar, Kinderwelt Herder, ab 10:30 Uhr oder 14 Uhr. Zwischen Baby und Büro. Aus welchen Gründen arbeiten Menschen Teilzeit und handelt es sich tatsächlich um ein weibliches Phänomen? Werden die Stunden in der Regel freiwillig reduziert oder …

Wochenende in Bildern: 10. und 11. Februar

Weite Schneelandschaften, heiße Schokolade und ein wenig Franz- und Sissi-Nostalgie. Wir hatten Draussen-Sehnsucht und haben das Wochenende spontan im Salzkammergut verbracht. Seit mehr als 100 Jahren zieht Bad Ischl Reisende an. Zwischen Postalm und Siriuskogel erholten sich schon Metternich und Erzherzog Rudolph von der Tagespolitik, Johann Strauß, Franz Léhar und Johannes Brahms arbeiteten hier an ihren Kompositionen und im Seeauerhaus verlobten sich Kaiser Franz Joseph und Sissi. Auch, wenn Bad Ischl seine Glanzzeiten als Kurort von europäischer Bedeutung mittlerweile hinter sich hat, lohnt ein Besuch noch immer allemal. Und weil der Schnee in Wien vergangene Woche nur ganz, ganz kurz zu Besuch war, dabei aber Lust auf mehr gemacht hat, sind wir Samstag früh spontan in den Zug gestiegen. Vorher haben wir noch rasch dieses Bed and Breakfast gebucht, das ganz wunderbar geführt ist und schöne Zimmer und gutes Frühstück bietet. Bad Ischl ist nicht ohne Grund für seine „Winterwärme“ berühmt. Wir hatten großes Glück  und die Sonne zeigte sich die allermeiste Zeit. Also spazierten wir erst einmal zwischen Rettenbach und Bad Ischl hin und her, …

Fruchtschnitten: Gesunde Naschereien für Klein und Groß

Diese Schnitten bringen uns gut durch den Tag – mit der ganzen Kraft aus Himbeeren, Heidelbeeren, Cranberries und Äpfeln. Fruchtschnitten sind eine schöne Alternative zu herkömmlichen Süßigkeiten, immerhin gesellen sich hier jede Menge Vitamine zum Zucker. Und das Beste ist, man kann sie ganz einfach selbermachen. Dieses Rezept ist ein bisschen frischer als herkömmliche Riegel und die vielen Beeren  sorgen für ganz viel Geschmack. Wer es trotzdem lieber süßer hat, der ersetzt, je nach Geschmack, die Cranberries (nicht alle, wegen der schönen Farbe) gegen Datteln. Zutaten für 12 Schnitten: 100g Haferflocken 38g Apfelmark 30g Cranberries (ohne zugesetzten Zucker) 20g gefriergetrocknete Himbeeren/Heidelbeeren 20g Kokosöl/Sonnenblumenöl 18g Apfelsaft Zutaten in einem Zerkleinerer (ein Stabmixer reicht nicht aus) zu einer klebrigen Masse verarbeiten. Aus der Masse eine Kugel formen und in Backpapier hüllen. Ausrollen. Backpapier abziehen und in Stücke schneiden. Ab in den Kühlschrank. Eine halbe Stunde kalt stellen ist mehr als ausreichend, da die Fruchtschnitten durch das Kokosöl sehr schnell fest werden. Et voilà, die beerigen Schnitten — die geschmacklich an die klassischen Kaubonbons erinnern — können serviert …

Empfehlung: Links der Woche KW06

Singende Hasen, schnorchelnde Schafe und gute Gedanken. Die besten Netzfunde – auch diese Woche wieder völlig subjektiv und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.   Rock’n’Roll für Kinder. Die Lieder heißen „A Chicken is not a Fruit“ oder „Jingle Jangle Jaguar“, der Bandleader trägt das abgewetzte Jeansgilet über dem Hasenkostüm und „The Doors“-Gitarrist Robby Krieger spielt die Chords ein. Die Rede ist von „Bunny Racket“ einem Rock’n’Roll-Projekt, das sich an Kinder wendet. Im Interview mit dem australischen Familienmagazin „Hello Lunchlady“ erzählt Erfinder Andy Walker, was es mit seinem Alter Ego auf sich hat. Sehr lustig.   Färben mit Pflanzen. Wer hätte gedacht, dass Avocadoschale und Kerne für sanfte Pfirsichfarbene Töne auf dem Textil sorgen, wenn sie lange genug einwirken. Ein besonders schönes Ergebnis zeigt Fotografin Michèle Brunnmeier auf ihrem Blog Lillemor Rosenresli.   Wien-Termin. Idee der Brunnenpassage ist die Vermittlung von Kunst und Kultur für Menschen unterschiedlicher Herkunft. Dabei ist durchaus auch Teilnahme und Eigeninitiative gefragt. Bei ihrem Programm denken die Initiatoren auch an Kinder, neben verschiedenen Workshops etwa auch bei der Kinderdisco. 11. Feburar, Brunnengasse 71/Yppenplatz, Wien …

Auf der Hefewelle: Zupfige Muffins mit Oliven

Hefeteig und Pullapart-Konzept funktionieren auch salzig. Diese Muffins mit Oliven-Tapenade sind perfekt für unterwegs und zwischendurch. Vergangene Woche gab das zimtige Zupfbrot den Anlass für eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema Hefeteig. Von dort war der Schritt zum Pullapart-Muffin dann nicht mehr weit. Das Konzept der gestapelten und gefächerten Teigschichten geht auch in der Miniaturversion voll auf, die schwarzen Oliven unterstreichen den Brotcharakter und machen aus der kleinen Bäckerei eine vollwertige Zwischenmahlzeit. Zutaten für Pullapart-Muffins: Für den Teig: Für die Tapenade: Die Zubereitung: Für den Hefeteig Milch und Butter in einem Topf erwärmen, die Butter dabei schmelzen und die Milch-Butter-Mischung abkühlen lassen bis sie lauwarm ist. Mehl, Zucker, Salz und Hefe in eine Schüssel geben und verrühren. Die abgekühlte Milch und das Ei beigeben und die Masse durchkneten. Wenn möglich mit der Küchenmaschine, in jedem Fall aber mit Ausdauer, also etwa 10 bis 15 Minuten lang. Der Teig sollte sich leicht vom Schüsselrand lösen und sich zu einer Kugel formen lassen. Den Teig in eine Schüssel geben, zudecken und an einem warmen Ort für etwa eine Stunde …

Wochenende in Bildern: 3. und 4. Februar

Ein Wochenende voller K’s. Kälte, Krapfen, Kasperl und Kaffee zum Beispiel. Wir hatten ein ganz schön dichtes Programm, dabei fühlt es sich an als hätten wir gar nicht viel gemacht. Der Samstag Vormittag steht bei uns traditionell im Zeichen der Schnecke. Und das bedeutet ausschlafen (manche), das Lego weiträumig in der Wohnung verteilen (einer), Frühstück machen, stehen lassen, weiter essen (die anderen) und Schlafanzug bis mittag (alle). Das geht bis zu einem gewissen Punkt auch sehr gut, früher oder später müssen wir aber raus. Lagerkoller. Diesmal ging es Richtung Kahlenberg. Wie war das noch mal mit Goethe und den Flügeln und den Wurzeln? Am Fuß des Nussbergs liegt der perfekte Spielplatz für kleine Bahnhofswärter. Zwischen wippigen Wackelzügen, hochaufgeschossenen Rutschzügen und krummen Kletterzügen liegen Schienen und Schranken, Leiterwagen und Abfahrtstafeln. Das ist toll, bedeutet aber automatisch einen etwas längeren Aufenthalt und für die Eltern  kalte Füße. Eiseiskalte Füße. Während der Nachwuchs Sand schippt und schaukelt und auf  verrückte Ideen kommt („Machen wir ein Picknick! Da, setz dich doch auf den Boden!“), machen erste Frühlingsboten immerhin Hoffnung …