Raus aus der Wenn-Dann-Falle: Praxisbeispiele
Familiencoach Michaela Auer-Ottenschläger hat drei typische Beispiele aus der Praxis genauer unter die Lupe genommen und analysiert: Verantwortung abgeben. „Wenn du dich jetzt nicht endlich anziehst, sagen wir den Ausflug ab und bleiben Zuhause.“ Hektische Aufbruchstimmung, das Freizeitprogramm wartet. Es geht in den Zoo, zum Kin- dergeburtstag oder zu Tante Margarete. So oder so sollte die Familie schon längst los, doch das Kind ist noch nicht einmal angezogen. Schon ist es gesagt: „Wenn du jetzt nicht kommst, bleiben wir eben daheim.“ Auer-Ottenschläger: „Mit diesem Satz übertrage ich die ganze Verantwortung für die Situation, aber auch die schlechte Stimmung auf das Kind. Ich sage im Grunde: Du bist schuld, wenn wir keine schöne Zeit haben. Das ist unangebracht und ziemlich sicher auch nicht wahr. Besser wäre es vielleicht das Anziehen in ein Spiel zu verpacken oder Jacke und Schal einfach einzupacken und erst im Bus anzuziehen. Man darf es sich auch leicht machen!“ Die leere Drohung. „Wenn du jetzt nicht kommst, geh ich ohne dich!“ Das Kind rutscht und schaukelt, ist versunken in seine Sandbauten. Die …
