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Rezept für Krapfen

Frische Krapfen: So schmeckt der Fasching

Faschingszeit ist Krapfenzeit. Frisch aus der Pfanne schmecken die kleinen Teiglinge am besten. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Allein in Österreich werden Jahr für Jahr etwa 100 Millionen Krapfen gegessen, so wurde es zumindest einmal in einer Studie der AMA Austria verlautbart. Dabei sind die Qualitätsunterschiede groß und jeder weiß: nur frische Krapfen sind gute Krapfen.

Mit diesem Rezept kann man das herrlich-flaumige Gebäck jedenfalls ganz leicht selber herstellen. Und das beste daran ist, dass man dabei auch variieren kann. Formt man keine Kugeln, sondern etwas flache „Teigteller“ können sie etwa belegt, statt gefüllt werden – zum Beispiel mit Apfelkompott oder mit Sauerkraut. Denn: Krapfen schmecken auch pikant! Einfach den Zucker im Teig ein wenig reduzieren und schon taugt der Krapfen als Basis fürs Mittagessen.

Dieses Rezept für Krapfen ist gelingsicher.

Wie für jeden Hefeteig gilt jedenfalls: Angenehm muckelige Wärme und Ausdauer beim Kneten hängen direkt und proportional mit dem Backerfolg zusammen.

Zutaten:

  • 500g  Mehl
  • 250 ml Milch
  • 40g Zucker (optional)
  • 1 Pkg Trockenhefe
  • 4 Dotter
  • 1 Prise Salz
  • Schale einer halben, unbehandelten Zitrone
  • reichlich Öl zum ausbacken
  • Staubzucker zum bestreuen

Rezept für Krapfen

Zubereitung:

Die Milch mit der Butter bei kleiner Flamme auf dem Herd erwärmen, verquirlen und handwarm abkühlen lassen. Die Dotter und den Zucker einrühren.

Mehl, Trockenhefe, Salz in einer großen Schüssel verrühren, die Milch-Butter-Ei-Mischung beigeben und mit dem Knethaken der Küchenmaschine (oder von Hand) verkneten bis sich der Teig leicht zu einer Kugel formen lässt und vom Schüsselrand löst.

Das Backrohr auf unter 50 Grad vorheizen, ausschalten und die zugedeckte Teigschüssel hineinstellen und etwa 30 Minuten gehen lassen. Jetzt kommt der wichtigste Part: Je öfter, der Teig zusammengeknetet wird und wieder aufgehen darf, desto feinporiger und fluffiger wird er. Also gehen lassen, herausnehmen, zusammenkneten, wieder gehen lassen, herausnehmen, zusammenkneten, wieder gehen lassen. Dieser Vorgang sollte mindestens drei Mal, gerne aber auch fünf oder sechs Mal wiederholt werden. Beim zweiten, dritten, vierten Durchgang braucht der Teig meist nur mehr 15 Minuten um aufzugehen.

Den Hefeteig schließlich noch einmal niederkneten, etwa Esslöffelgroße Teigstücke entnehmen und sie auf einer bemehlten Unterlage zu Kugeln rollen. Die Kugeln wieder mit einem Tuch abdecken und erneut gehen lassen.

Rezept für Krapfen

Das Öl etwa zwei Fingerbreit hoch in einer Pfanne erhitzen. Die Krapfen mit der oberen Seite zuerst einlegen und im schwimmenden Fett bei mittlerer Hitze etwa 4 Minuten auf jeder Seite backen.

Rezept für Krapfen

Dann mit einem Schöpflöffel herausnehmen, auf einer Lage Küchenrolle abtropfen und etwas abkühlen lassen.

Rezept für Krapfen

Anschließend die Krapfen mit einem Spritzsack (Die Spitze muss dafür dünn sein) mit Marillenmarmelade füllen und mit Staubzucker bestreuen.

Rezept für Krapfen

Deniz & Öve, Bällebad

Familienmusik: Kr, Kr, Krümelkind

Zuerst ging es nur um einzelnes Liedgut im Genre – für das bekannte „Unter meinem Bett“-Universum erdachten die beiden Hamburger Musiker Deniz Jaspersen und Ove Thomsen in den vergangenen Jahren bereits einige Songs, etwa „Lisa“, „Was der Papa sagt“ oder „Planet“. Das hat ihnen ganz offensichtlich gut gefallen – also haben sie sich zusammengetan haben und gleich ein ganzes Album für Familien geschmiedet. Das heißt Bällebad und handelt von allem, was Kinder bewegt. Lakritz und Patchworkfamilien, etwa. Fieber, aber auch Liebe und Keksgekrümel. Letzteres spielt vor allem in der Singleauskopplung eine übergeordnete Rolle: „Krümelkind“ heißt die musikgewordene Ode an jeden Staubsaugerroboter. Das Video zum Song gibt es hier:

 

Insgesamt ist ein sympathisches, gut gelauntes Album entstanden, das noch einiges mehr kann als Kekse in den Fleischwolf zu verfrachten. Hörenswert für Leute ab 4 Jahren.

Deniz & Ove: Bällebad. Erscheint am 5. März bei Oetinger Audio (17 Euro).

Umweltpädagogik, Friedas for future

Holt die Umwelt in die Schule!

Klimafragen und Nachhaltigkeit beschäftigen die Jugend. Neben Mathe, Deutsch und Englisch bringen deswegen immer mehr Schulen auch wichtige Zukunftsfragen auf den Stundenplan. Das Erleben von Natur, Teilhabe an der Gesellschaft und nachhaltige Alltagsgestaltung stehen dabei im Fokus. Das passende Programm heißt Ökolog.

In der Kiste, die hinten in der Klasse steht, leben Würmer. Was gemeinhin durchaus Ekel auslösen könnte, sorgt hier für anhaltende Faszination. Jeden Tag sammeln die Schüler nach der Jause ihre Obst- und Gemüsereste ein, um sie in die Kiste zu leeren. Denn was die Kinder übrig lassen, bekommen die Würmer. Und der Kompost, der dabei unweigerlich entsteht, wandert anschließend in den Schulgarten. Wie nebenbei wird dabei etwas über natürliche Kreisläufe gelernt – für die meisten Kinder sind diese nicht unbedingt und von vornherein selbstverständlich. Die Wurmkiste ist nur eines von insgesamt zwölf Projekten, die in der Volksschule Vereinsgasse im vergangenen Jahr stattgefunden haben

Denn in der kleinen Schule in Wien Leopoldstadt wurde fleißig gegärtnert und upgecycelt, aber auch debattiert und demonstriert. Das hat einen guten Grund: Die Vereinsgasse ist eine Ökolog-Schule. „Bei Ökolog geht es darum, den Schülern und Schülerinnen zu vermitteln, wie man den Alltag möglichst nachhaltig gestalten kann. Das umfasst verschiedene Bereiche, beispielsweise Partizipation, Mobilität, ökologische Alltagsgestaltung und vieles mehr“, erklärt Schulleiterin Gabi Lener. Und weiter: „Bei uns spielen das Schülerparlament und politische Bildung etwa eine große Rolle, und es gibt darüber hinaus natürlich auch viele pädagogische Projekte.“

Knapp 600 Schulen haben sich mittlerweile österreichweit zum Netzwerk Ökolog zusammengeschlossen. Im Zuge von Initiativen und einzelnen Projekten sollen den Schülern dabei Kompetenzen vermittelt werden, die über den normalen Lehrstoff hinausgehen. Die Fähigkeit, Probleme zu lösen, etwa, den Alltag nachhaltig zu denken und die Gesellschaft aktiv mitzugestalten.

Kompetenz statt Angst

Ausgestattet mit diesem Rüstzeug lassen sich die Herausforderungen der Zukunft einfach besser meistern, ist auch Lener überzeugt: „Das Thema Klimawandel ist so präsent, dass es den Kindern durchaus auch Angst macht. Uns geht es darum, ihnen das Gefühl der Handlungsmächtigkeit zu geben und somit auch die Angst zu nehmen.“ Ein Balanceakt, denn: „Sie sollen sich natürlich auch nicht von der Verantwortung erschlagen fühlen. Deswegen geht ökologische Bildung auch mit politischer Bildung einher. Denn es geht auch darum, Druck auf die Politik zu machen, Handlungen einzufordern, während man gleichzeitig natürlich schaut, was man selbst im Alltag besser machen kann.“ Diese Vernetzung verschiedener Betätigungsfelder gehört beim Thema Umweltbildung auch für Franz Rauch ganz klar dazu. Rauch leitet das Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und hat sich dabei unter anderem auf den Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung spezialisiert. Seit immerhin 15 Jahren verbindet er seine Forschungen nun im Rahmen des Ökolog-Programms, dessen wissenschaftlicher Leiter er ist, mit der Praxis.

Ein Netzwerk für die Umwelt

Dass das Thema nun von größerem öffentlichen Interesse ist, begrüßt Rauch, die Initiative von „Fridays for Future“ hält er für „einen wichtigen Impuls“. Aber: „Man muss tiefer gehen. Angst kann zwar motivierend wirken, gleichzeitig aber auch blockieren. Da braucht es eine gute Balance. Neben Ökologie, stehen bei uns deswegen auch soziale Themen (z. B. Diversität), neue ökonomische Gedanken und Zukunftsmodelle im Fokus. Im Idealfall werden den Schülerinnen und Schülern die Kompetenzen vermittelt, die sie brauchen, um ihre Zukunft zu gestalten.“ Den thematischen Schwerpunkt legt dabei jede Schule selbst. Wie etwa die Lernwerkstatt Mittelpunkt in Vorarlberg, die den Fokus weniger auf politische Partizipation legt, dafür aber auf Energietechnik. Hier werden die Heizungen und Lichtquellen im Rahmen von täglichen Schülerdiensten kontrolliert und beaufsichtigt, die Kinder messen regelmäßig die Luft im Raum, erstellen sogenannte „Lüft-Raster“, die dafür sorgen sollen, dass zwar frische Luft in den Klassen herrscht, dabei aber keinesfalls Energie verschwendet wird. Und auch Reparaturen, Verbesserungsarbeiten und Modernisierungen werden stets mit den Schülern besprochen und im Unterricht durchgenommen. Allesamt Maßnahmen, die der Schule in Ludesch immerhin das Österreichische Umweltzeichen eingebracht haben. Denn das zertifiziert nicht nur Produkte, sondern eben auch Schulen, sofern sie sich mit besonders innovativen Umweltkonzepten hervor tun. Etwa 100 Bildungseinrichtungen tragen österreichweit das Umweltzeichen.

Unabhängig davon, welchen Schwerpunkt eine Schule nun setzt, gemeinsam haben sie, dass sie das Thema Ökologie auch tatsächlich in den Schulalltag integrieren, es dadurch lebendig wird und nicht bloß zum trockenen Unterrichtsgegenstand verkommt. „Inhalte können am besten vermittelt werden, wenn man fächerübergreifend ansetzt“, ist auch Rauch überzeugt. „Man muss das ganze Schulumfeld mitdenken. Dabei geht es zwar auch um konkrete Lerninhalte, vor allem aber darum, Bewusstsein zu schaffen, um Handlungskompetenz bei den Schülern und Schülerinnen zu fördern. Wissen ist wichtig, allein greift es aber zu kurz.“ Noch wichtiger sei es nämlich, dieses Wissen auch einordnen zu können, abzuwägen und zu reflektieren.

Natur erleben.

Was dabei hilft, ist vor allem praktische Erfahrung. Die wird in der Volksschule Gleisdorf in der Steiermark etwa bei regelmäßigen Bauernhof-Besuchen sammeln. Hier packen die Kinder wirklich mit an, erleben die Natur und den Umgang mit ihr hautnah. Zurück in der Schule kommt das Gelernte schließlich beim Pflanzen und Gärtnern im Schulhof zum Einsatz.

Auch in der Wiener Vereinsgasse ist das nächste große Projekt bereits in vollem Gange. Im Austausch mit gleich drei Partnerschulen (einer in Wien, zwei in Berlin) soll im Zuge der nächsten zwei Schuljahre nämlich ein Kinderbuch entstehen. Die inhaltliche Kernfrage dabei lautet: Was sind die großen Herausforderungen für eine lebbare Zukunft? Für die Schüler geht es neben der Gestaltung vor allem darum, die richtigen Fragen zu stellen. Das fertige Buch wird schließlich in Brüssel an politische Entscheidungsträger übergeben, damit die sich um die Antworten kümmern. Ein Paradebeispiel für angewandte Umweltbildung, sozusagen.

5 Ideen für mehr Freiraum für Kinder

Vertrauen schenken. Lässt man Kinder ein Stück weit in Die Welt hinausziehen, gibt man ihnen am besten einen ganzen Rucksack mit Vertrauen mit. Vertrauen in ihre Fähigkeiten und Kompetenzen. Denn: Glauben die Eltern an ihre Kinder, trauen sich auch die Kinder mehr zu und finden leichter Strategien, um ungewohnte Situationen zu bewältigen.

Alleine zur Schule, zum Bäcker, zu Freunden. Erste Schritte Richtung Selbstständigkeit lassen sich ganz hervorragend auf dem Schulweg machen. Gefahrensituationen wie unübersichtliche Straßenkreuzungen lassen sich durch gemeinsames Üben meistern. Ist die Schule zu weit weg, tut es für den Anfang aber auch der Weg zum Bäcker.

Es darf gefährlich werden! Ein Feuer machen, auf Bäume klettern, im Freien übernachten – Kinder lieben ein gewisses Risiko. Bewältigbare (!) Gefahrensituationen stärken das Selbstvertrauen und machen für künftige Herausforderungen fit.

Weniger Termine und Planung. Keine Frage – das Training im Fussballverein oder das Üben eines Instruments sind eine gute Sache. Trotzdem ist es wichtig, dass die Nachmittage nicht immer mit Kursen und Klassen verplant sind.

Keine Angst vor Konflikten. Es muss nicht immer alles rund laufen. kommt es zu Konflikten neigen harmonieliebende Eltern allerdings dazu, sofort einzugreifen. Es lohnt, einen Moment inne zu halten und dem Kind die Chance zu geben, die Situation selbst aufzulösen.

Freiheit, Kinder, BO, Erziehung

Abenteuer Freiheit: Selbstständig die Welt entdecken

Alleine zum Bäcker, eigenständig Konflikte lösen, im Freien übernachten – Kinder wollen die Welt entdecken. Dafür müssen wir sie aber auch ziehen lassen.

Noah ist acht. Täglich fährt sein Vater ihn mit dem Auto in die Schule, sie liegt praktisch auf dem Weg zur Arbeit. Nach der Schule werden Noah und seine Klassenkollegen schon von der Hortbetreuung vor dem Schultor erwartet. Sonja ist zehn. An den Nachmittagen ist sie meistens zuhause, alleine hinaus geht sie nie. Der sechsjährige Levi besucht seit diesem Jahr eine Ganztagsschule, drei mal die Woche geht es nach dem Unterricht noch zu Klavierunterricht, Tanzen und Turnen. Das macht Spaß, aber wenn er danach endlich nach Hause kommt, ist meist nur noch Zeit für das Essen und es geht ab ins Bett. Noah, Sonja und Levi leben das ganz normale Leben Sechs- bis Zehnjähriger. Sie haben volle Terminkalender, fürsorgliche Eltern – nur Zeit für Abenteuer bleibt dabei kaum. Damit stehen sie prototypisch für ein Phänomen, das unsere Gesellschaft bereits seit etwa 20 Jahren mehr und mehr durchzieht. Soziologen nennen das „Verinselte Kindheit“.

Kinder unter Dach und Fach.

Und das bedeutet: Kinder halten sich immer weniger im Freien auf. Sie dürfen ihre Umgebung nur selten alleine entdecken, ihr Alltag ist durchorganisiert. Sie streifen nicht unbeobachtet durch die Nachbarschaft, bewegen sich stattdessen zwischen eigens geschaffenen Kinderräumen hin und her – also Schule, Ballettunterricht, Spielplatz, Fußballtraining. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig: Das hat mit zunehmender Kinderbetreuung am Nachmittag ebenso viel zu tun wie mit der steigenden Verstädterung und fehlenden städtebaulichen Freiräumen. Aber auch das subjektive Gefühl von lauernder Gefahr, der verständliche Wunsch der Eltern, ihre Kinder zu schützen und zu behüten, wirkt dabei mit. „Unsere Wahrnehmung von Gefahren ist viel stärker geworden, obwohl die tatsächliche Zahl der Gewalttaten zurückgegangen ist“, weiß Nicola Schmidt. Die Journalistin und Erziehungsexpertin hat gemeinsam mit ihrer Kollegin Julia Dibbern ein Buch geschrieben, das Eltern Mut zu mehr Gelassenheit machen will, das aufzeigt, warum Kinder Freiraum und Abenteuer wirklich dringend brauchen und warum wir ihnen das auch zugestehen sollten. Etwa, weil Kinder vor allem dann an der Welt wachsen, wenn sie sie eigenverantwortlich erleben können. Doch für Eltern ist es nicht immer leicht, ihre gut beschützten und behüteten Kinder „hinausziehen“ zu lassen. Mit „Wild World“ zeigen die Autorinnen verschiedene Wege auf, die das leichter machen könnten, und erklären vor allem, warum Kinder davon profitieren. „Ich würde gar nicht sagen, dass es allen Eltern schwer fällt, loszulassen. Aber natürlich ist das Abgeben von Kontrolle, das Abgegeben von Gewissheiten immer eine Herausforderung in unserem Leben. Denn loslassen bedeutet auch, Ungewissheiten und Rückschläge zu ertragen. Zu ertragen, dass es auch mal schiefgeht, wenn wir nicht dabei sind“, so Schmidt.

Kinder brauchen Freiheit.

Selbstwirksamkeit, Autonomie, die Mitgestaltung der Umwelt und persönliches Wachstum sind allesamt Faktoren, die für die menschliche Zufriedenheit wichtig sind. Damit diese Fähigkeiten ausgebildet werden können, brauchen Kinder neben guten Vorbildern und sicherer Bindung auch die Gelegenheit sich auszuprobieren – und zwar nach Möglichkeit unbeobachtet und umkommentiert. Der Impuls, dem Kind ständig Lösungen anzubieten, ist durchaus nachvollziehbar. Aber: Gefahren stets fern und Risiken klein zu halten, hilft Kindern nicht dabei zu eigenständigen, offenen jungen Erwachsenen heranzuwachsen. „Kinder müssen Fehler machen dürfen, Dinge ausprobieren“, sagt Nicole Schmidt. Denn nur durch eigene Erfahrungen finden sie ihren eigenen Weg. Ein nicht unwichtiger Grund dafür, dass es Eltern heute schwer fällt, ihre Kinder einfach losziehen zu lassen, ist, dass sie das selten im Schutz der Gruppe tun. Das belegt auch der Erfurter Kindheitsforscher Burkhard Fuhs anschaulich. Im Rahmen seiner Arbeit „Kinderwelten aus Elternsicht“ attestiert er der aktuellen Kindergeneration nämlich eine Art „Ich-Kindheit“. Während Erwachsene aus ihrer Kindheit  stets in Wir-Form sprechen, berichten Kinder heute in der Regel in der Ich-Form.

Gefahren, die Kinder lieben.

Aber was bedeutet das nun für all die liebevollen, fürsorglichen Eltern, die ihren Kindern zwar nicht im Weg stehen wollen, aber trotzdem nicht wissen, wie sie das anstellen sollen? Schmidt und Dibbern haben für sie vor allem aufbauende Worte: „Wir sagen oft, vertrauen Sie auf das, was Sie ihrem Kind bisher mitgegeben haben, vertrauen Sie auf ihre Erziehung.“ Denn, wenn wir unseren Kindern ein gutes Fundament aus Nähe, Vertrauen und Sicherheit gebaut haben, kann letztlich gar nicht so viel schiefgehen. Dabei mögen Kinder besonders gern gerade so zu bewältigende (!) Gefahren, denn die verströmen Nervenkitzel und damit die Chance, an ihnen zu wachsen. Zu den klassischen Lieblingsrisiken zählen dabei große Höhen und hohe Geschwindigkeiten, gefährliche Werkzeuge und Elemente. Die finden sich in manch städtischem Hinterhof, noch häufiger aber in freier Wildbahn, inmitten der Natur. Wer selbst selten im Grünen ist, der kann auf sogenannte Wildnisschulen zurückgreifen. Initiativen wie die österreichweit aktive „Waldläuferbande“, die Kindern ab sieben Gelegenheit bieten, Abenteuer zu erleben und ein paar ihrer Lieblingsgefahren zu meistern. Selber Feuer machen, zum Beispiel, im Freien übernachten oder auf Spurensuche gehen. Für den Anfang reicht es aber vielleicht auch, die Blickrichtung zu ändern. Auch, wenn das nur heißt, am Spielplatz ein Buch zu lesen statt die Kinder zu beobachten.

Buchtipp: Wild World. Von Nicola Schmidt und Julia Dibbern. 19.90 Euro, Beltz Verlag

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DIY, Variationen von Fadensternen, Weihnachtsschmuck selber machen

Fadensterne basteln: Einfache Weihnachtssterne aus Faden und Karton

Was ist schöner als sich durch den Advent zu basteln? Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung wird das Fadensterne basteln leicht gemacht: Mit wenigen Materialien entstehen zauberhafte Weihnachtssterne.

Schere, Faden und Karton – viel mehr braucht es nicht um diese einfache DIY-Idee umzusetzen. In wenigen Minuten lassen sich die unterschiedlichsten Sternmuster wickeln. Das macht auch Kindern ab etwa 5 Jahren Spaß.

Weihnachtsschmuck basteln, Fadensterne, Anleitung

Materialien für die Fadensterne:

  • Karton oder Tonpapier
  • Bäckergarn in verschiedenen Farben
  • Stift, Schere, Glas
Sternmuster wickeln, Weihnachtsschmuck, DIY

Schritt-für Schritt-Anleitung:

Schritt 1: Zuerst wird mit Hilfe des Glases oder einer anderen Vorlage ein Kreis auf den Karton gezeichnet und ausgeschnitten. In einem nächsten Schritt werden die Einschnitte markiert. Je nach Muster sollten es acht oder 16 Knipse sein.

Anleitung Weihnachtsstern DIY, Fadensterne wickeln

Schritt 2. Dann kommt der Bäckergarn zum Einsatz. Mit dem offenen Ende auf der Rückseite wird das Garn nun von einem Einschnitt zu jenem auf der gegenüberliegenden Seite geführt, dann von der Ausgangsposition einen Schritt zur Seite, wieder zur gegenüberliegenden Seite und immer so weiter.

Fadensterne auf Karton wickeln, Weihnachtsdeko DIY

Schritt 3: So entsteht ein einfaches Sternmuster. Mit einem zweiten Garn in anderer Farbe kann nun noch ein zweites Muster darüber gewickelt werden. Dabei gibt es unendlich viele Möglichkeiten. Wird das Garn etwa im Abstand von zwei Einschnitten einmal im Kreis geführt, entsteht eine Art Rahmen. je weiter die Abstände sind desto großflächiger werden die Abstände.

Weihnachten DIY Fadensterne Anleitung

Probiert euch einfach durch. Denn egal, wie man wickelt, es sehen alle Varianten schön aus!

Warum Fadensterne eine tolle Bastelidee sind

Das Basteln von Fadensternen macht nicht nur Spaß, sondern ist auch nachhaltig: Du kannst dafür Garnreste verwenden und alte Kartons wiederverwenden. Außerdem sind die Sterne vielseitig einsetzbar – ob als klassische Weihnachtsbaum-Deko, im Fenster, am Adventskranz oder als liebevoller Anhänger für Geschenke.

Tipps & Varianten

Wenn du mehrere Sterne in verschiedenen Größen anfertigst, entsteht eine besonders schöne Wirkung. Metallicgarn sorgt für festlichen Glanz, bunte Stickgarne für schöne Farbakzente. Auch mit Naturgarn wie Jute bekommen die Sterne einen guten Effekt.

FAQ rund um das Fadensterne DIY

Welche Fäden eignen sich am besten?
Am einfachsten zu verarbeiten sind Baumwollgarn und Stickgarn. Für einen festlichen Effekt funktioniert auch Metallicfaden.

Kann man Fadensterne mit Kindern basteln?
Ja, die Sterne eignen sich sehr gut als Bastelidee für Kinder. Für kleinere Kinder empfiehlt es sich, die Sternform vorzubereiten.

Wie kann man die Sterne aufhängen?
Einfach ein Stück Faden an einer Sternspitze befestigen – schon kannst du sie ins Fenster hängen oder an den Christbaum dekorieren.

Weihnachtskugeln aus Papier, Weihnachtsschmuck, DIY

Lust auf mehr weihnachtliche Basteleien? Da hätten wir noch diese Anleitung für Weihnachtskugeln aus Papier für euch.

Wie wäre es mit dieser funkelnden Schnipselgirlande für den Weihnachtsbaum? Super schnelles DIY für kleine und große Hände.

Funkelgirlande, Schnipsel, DIY, Kinder, Party, Deko
Susanne Mierau, Pädagogik, BO

Susanne Mierau: Wenn Babys weinen

Es gibt Babys, die brauchen einfach mehr. Mehr Aufmerksamkeit und Nähe, etwa. Mehr Körperkontakt und mehr Zuwendung. Die Gründe dafür können vielfältig sein, äußern tun sie sich aber in der Regel vor allem durch eines: Weinen. Eltern von Babys, die viel weinen, sind meistens erschöpft und verzweifelt. In ihrem Buch „Mein Schreibaby verstehen und begleiten. Der geborgene Weg für High Need Babys“ gibt Susanne Mierau betroffenen Eltern Hilfestellungen. Sie erklärt, warum manche Babys besondere Bedürfnisse haben und wie Eltern, darauf gut reagieren können. Vor allem aber gibt sie alltagspraktische Tipps, die Eltern entlasten sollen und ihnen so durch diese fordernde Zeit helfen.

Mierau ist Kleinkindpädagogin und Vielschreiberin. Auf „Geborgen Wachsen“ teilt die Autorin und Bloggerin regelmäßig ihre Ansätze zu einem friedvollen, nachhaltigen und gleichberechtigten Familienleben. Ihr aktuelles Buch „Mutter.Sein“ räumt darüber hinaus mit  unrealistischen und historisch gewachsenen Mythen rund um die Mutterschaft auf, versucht überzogene Ansprüche abzubauen und das Schöne und Leichte am Muttersein in den Vordergrund zu rücken. Wir haben mit ihr über das Thema „High Need Baby“ gesprochen, und darüber, warum es gerade für Eltern von Babys, die mehr Zuwendung brauchen als andere, besonders wichtig ist auch die eigenen Bedürfnisse im Blick zu behalten.

Was bedeuten die Begriffe „Schreibaby“ bzw. „High Need Baby“? Woran kann es liegen, dass das eigene Baby gefühlt mehr Bedürfnisse hat als andere?

Eigentlich sind beide Begriffe nicht so ganz passend. „Schreibaby“ ist als Begriff schwierig, da er das Baby so sehr auf das Schreien reduziert und es gerade für Eltern von viel weinenden Babys wichtig ist, das Augenmerk auch auf die positiven Aspekte des Kindes zu wenden. Ich spreche deswegen lieber über „viel weinende Babys“ als über Schreibabys, obwohl letzterer Begriff eben der ist, unter dem Eltern nach Hilfe suchen. Das „High Need Baby“ kann auch viel weinen, muss es aber nicht. Es zeichnet sich damit aus, dass die Bedürfnisse des Babys nach Nähe, Zuwendung und auch Regulation der Bewusstseinszustände stärker ist als bei anderen Babys. Es kann also eine Untergruppe der „Schreibabys“ bzw. viel weinenden Babys sein. Die Ursachen für das häufige Weinen können aber neben dem empfindsamen Temperament auch ganz andere sein. Es gibt viele mögliche Ursachen wie eine anstrengende Geburt, organische Ursachen, die zunächst nicht erkannt werden wie zum Beispiel eine Refluxerkrankung, Überstimulation oder Entwicklungsfrustration.

Inwiefern unterscheidet sich der Alltag mit einem Schreibaby in der Regel von anderen?

Je nach Ursache und Intensität sind Eltern mit viel weinenden Babys sehr belastet und oft überfordert. Das viel weinende Baby braucht viel Zuwendung, weshalb Eltern dem natürlichen Instinkt folgend das Baby tragen und versuchen zu beruhigen. Viele Eltern von viel weinenden Babys sind daher sehr stark belastet: das Weinen des Kindes ist nicht nur eine psychische Belastung, sondern auch eine körperliche Belastung, denn die Atmung verändert sich und wird flacher, der Körper ist angespannt. All das wirkt sich auf den Alltag aus und oft steht die Pflege und versuchte Beruhigung des Kindes im Vordergrund und Eltern haben kaum Möglichkeiten, sich um anderes zu kümmern. Das kann – wenn das Umfeld dies nicht auffängt – zu einer weiteren Belastung werden, wenn Eltern nicht mehr gut für sich sorgen können, vielleicht nicht gut mit Nahrung versorgt werden, nicht mal Zeit für Körperpflege haben oder auch Scham, weil sie es nicht schaffen, auch noch den Haushalt zu berücksichtigen.

Das Thema ist häufig mit Scham besetzt, Eltern fühlen sich schuldig und vor allem auch von außen bewertet. Welche Rolle spielt das Umfeld und wie kann man da den Druck von den Eltern nehmen?

Es ist sehr wichtig, dass Eltern mit viel weinenden Babys unterstützt und entlastet werden – sowohl praktisch durch helfende Hände als auch emotional. Viele Ideen dazu gibt es auch auf meinem Blog „Geborgen Wachsen“.

Warum stimmt der Spruch „entspannte Eltern, entspannte Babys“ eben nicht immer?

Natürlich kann sich eine Anspannung von den Eltern auf das Baby oder später auf Kinder übertragen. Die Ursachen für das viele Weinen von Babys können aber sehr verschieden sein und es ist nicht gerechtfertigt, von einem viel weinenden Baby auf unentspannte Eltern zu schließen. Das kann den Druck und die Anspannung sogar noch verstärken.

Inwiefern kann ein bedürfnisorientierter Zugang den Alltag mit einem Schreibaby für alle Beteiligten leichter machen?

Zunächst ist mit dem Schreibaby wichtig: Ich reagiere darauf und schaue, wo ich Dir helfen kann. Oft allerdings braucht es für die Spurensuche Unterstützung und auch für das Anbieten passender Hilfen. Es ist wichtig und gut, sich an Fachpersonen zu finden, um Begleitung auf diesem Weg zu bekommen. Prinzipiell ist es natürlich wichtig für das Kind, dass es das Gefühl vermittelt bekommt, dass die Eltern da sind und es begleiten mit dem jeweiligen Problem und auch das Weinen begleitet wird. Dann ist aber ganz besonders wichtig, dass die Bedürfnisse der Eltern auch im Blick behalten werden und sie nicht ausbrennen in der Sorge um das Kind und der Beschäftigung mit den Kindersorgen, sondern auf jeden Fall Ruhephasen und Entspannung für sich einbinden und finden und unterstützt und getragen werden von einem sozialen Netz.

Hier gehts zum "Geborgen Wachsen"-Universum: www.geborgen-wachsen.de

Hier gehts zum Buch "Mein Schreibaby verstehen und begleiten": www.gu.de
Baustelle, Kiri Rakete

Schraub, Schaufel, Heb: Neues von Kiri Rakete

Alles, was die Laune hebt, ist heuer besonders wertvoll. Umso schöner, dass die Wiener Kinderliedmacherin Kiri Rakete gerade jetzt eine neue Single samt Video herausgebracht hat. „Baustelle“ heißt die und ist voll mit gutem Rhythmus, Wortwitz und Melodie rund um die Themen Bagger, Kran und Mischmaschine.

Mit im Gute-Laune-Paket ist noch das passende Video – ein unterhaltsamer Stop-Motion-Film mit coronakonformen Hauptdarstellern und einem Haufen Süßkram. Also, los: schieb, schieb, schraub, schraub, schaufel, schaufel, heb!

Hier geht’s zum Video: Baustelle (Official Video)

Hier geht’s zu Kiri Rakete Website: www.kiri-rakete.com

Und hier zu ihrem Instagram-Account: @kirirakete

Die schönsten Weihnachtsbücher. Bilderbuch. vorlesen. Advent

Was wir lesen: Die schönsten Winter- und Weihnachtsbücher

Vorweihnachtszeit ist Vorlesezeit. Wir machen es uns auf der Couch gemütlich und verlieren uns in geheimnisvollen Geschichten. Reisen durch zauberhafte Winterlandschaften,  folgen traditionellen Melodien bis zu ihrem Ursprung. Wir laden Unbekannte ein, bei uns Halt zu machen und betrachten die Weihnachtsgeschichte aus den unterschiedlichsten Perspektiven. Und natürlich freuen wir uns auch an Weihnachten an einer Portion Spaß und Schabernack. Die schönsten Winter- und Weihnachtsbücher im Überblick:

Unsere Lieblings-Weihnachtsbücher für Kinder

Stille Nacht, Bilderbuch, Kinder, Nordsüd Verlag

Stille NachtEine musikalische Geschichte.

Liest man in diesem Buch, dann kriecht einem die Kälte direkt unter die Haut, genauso wie jene Mattheit, die einen nach durchlebter Krankheit oft lange begleitet und die Idee von Unwirtlichkeit und Hunger. Und trotzdem ist diese Geschichte durchaus positiv. Sie erzählt von jenem besonderen Zauber, den eine kleine, schöne Melodie verbreiten kann – gerade dann, wenn das Bedürfnis nach Hoffnung groß ist. Besonders schön wird dieses Buch durch das Zusammenspiel der traumhaften Illustrationen und den konkreten geschichtlichen Zusammenhängen, die bekannte Melodie transportiert einen so direkt in die Salzburger Schneelandschaft von 1818. Brigitte Weninger, Julie Wintz-Litty: Stille Nacht. Ein Lied geht um die Welt. NordSüd-Verlag. 15 Euro.

Stille Nacht

 

Stille Nacht, fröhliche Nacht: Gutgelaunte Heimatlose.

Stille Nacht, fröhliche Nacht, Bilderbuch, Weihnachtsbuch, Julie Völlig, Gerstenberg Verlag

Um eine gute Geschichte zu erzählen, braucht man nicht unbedingt viele Worte. Oder überhaupt Worte. Das zeigt Julie Völk, die schon für „Guten Morgen kleine Straßenbahn“ mit dem österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet wurde, mit diesem Bilderbuch ganz eindeutig auf. Passend zur Weihnachtszeit geht es um eine Reise, die durch weite Schneelandschaften führt, und die Wärme, die echte Gastfreundschaft verbreitet. Hier ist es eine sympathische Zirkustruppe die in der kleinen Hüte einer einsamen Bauersfrau ein Zuhause auf Zeit findet. Kleine Szenerien zum hineinträumen, weiterdichten und immer wieder ansehen. Julie Völk: Stille Nacht, fröhliche Nacht. Gerstenberg Verlag, 17, 50 Euro. 

Stille Nacht, fröhliche Nacht

Stille Nacht, fröhliche Nacht

 

Das Kätzchen in der Weihnachtskrippe: Launisches, kleines Kätzchen.

Das Kätzchen in der Weihnachtskrippe, Bohem Press, Weihnachtsgeschichte Kinder

Dicke Kühe, doofe Ziegen, trampelige Kamele und zu allem Überdruss auch noch ein schreiendes Kind! In dieser Nacht muss die kleine Katze aus Betlehem wahrlich allerlei Ungemach hinnehmen. Klar, dass sie da aus dem schimpfen gar nicht mehr herauskommt, als sie dann auch noch aus ihrer Krippe gekippt wird, ist endgültig Schluss. Bei allem Ärger passiert aber auch etwas komisches: Die kleine Katze verliert das Bedürfnis die Mäuse zu jagen – und zwar für alle Zeit. Michael Foreman, Regine Schindler: Das Kätzchen in der Weihnachtskrippe. Bohem Press. 8, 80 Euro.

Das Kätzchen in der Weihnachtskrippe, Michael Formeln, Weihnachtsbuch, Kinderbuch, Boheme Press

 

Der kleine Trommer: Musik im Stall.

Der kleine Trommler, Nordsüd Verlag, Weihnachtsbuch für Kinder

Es kommt nicht darauf an, was du trägst, wo du lebst oder, was du besitzt, sondern nur darauf, was du im Herzen trägst. Diese einfache Botschaft steht im Zentrum dieser Geschichte, die sich auf den Spuren des Weihnachtsliedes „Little Drummer Boy“ bewegt. Besonders viel Spaß macht die Geschichte, weil sie als eine Art Sequel zur klassischen Weihnachtsgeschichte funktioniert, eine Zugabe, die einen Blick hinaus aus dem Stall und hinein in die Stadt ermöglicht. Stimmungsvoll illustriert, schön erzählt von der britischen Kinderbuchautorin Bernadette, die für ihre zarten und trotzdem detailgenauen Zeichnungen bekannt ist. Bernadette: Der kleine Trommler. Nord Süd Verlag, 15 Euro.

Der kleine Trommler, Bernadette, Nord Süd Verlag, Empfehlung, Weihnachten

 

Yeti Pleki Plek. Ein schönes Abenteuer

Yeti Pleki Plek, Eva Susso, Bohem Verlag, Weihnachten, Winter, Kinderbücher

Diese kleine merkwürdige Geschichte geht ans Kinderherz. Ein freundlicher Yeti, eine Tasche voll Mandarinen und jede Menge Schnee sind die Zutaten aus denen Eva Susso dieses Kinderbuch gestrickt hat. Ein mutiger kleiner Junge und ein tiefenentspannter Halbstarker werden von einem wundersamen, kichernden Schneemenschen entführt, um dabei wieder auf den richtigen Weg gebracht zu werden. Benjamin Chauds Illustrationen, bei denen das Schöne schräg und das Schräge schön sein darf, passen da ganz wunderbar dazu. Eva Susso: Yeti Pleki Plek. Bohem Verlag, 14,95 Euro.

 

Eine schöne Bescherung: Hexe fährt Schlitten.

Zilly und Zingaro. Eine schöne Bescherung, Kinderbuchtipp,

Zilly, die sympathisch-chaotische Zauberin hat bekanntlich andauernd „fantastische Ideen“. Das gilt natürlich auch für die Weihnachtszeit, die sie gemeinsam mit ihrem Kater Zingaro festlichst begeht – unzählige Lichterketten inklusive. Auch in dieser Episode geht erst einmal etwas schief, damit das kleine Abenteuer erst möglich wird und auch der Weihnachtsmann ist mit von der Partie. Korky Paul, Valerie Thomas: Zilly und Zingaro. Eine schöne Bescherung. Beltz & Gelberg, 12.95 Euro.

Zilly und Zingaro. Eine schöne Bescherung, Beltz und Gelberg, Kinderbuch Empfehlung Weihnachten

 

Das rote Paket. Nachdenklich-traurig und dennoch tröstlich.

Das rote Paket. Bohem Verlag, Bilderbuch Weihnachten

Eine behutsame Erzählung, die auch vor schwereren Gefühlen nicht haltmacht. Linda Wolfsgruber und Gino Alberti sparen Empfindungen wie Einsamkeit, Melancholie und Mitleid nicht aus, lassen den Leser und ihre Protagonisten damit aber nicht alleine. Eine Geschichte, die zeigt, dass Trost und Glück oft in den kleinen Gesten stecken, in der der Geist der Weihnacht zu spüren ist, ohne dass mit dem Finger direkt darauf gezeigt werden muss. Linda Wolfsgruber, Gino Alberti: Das rote Paket. Bohem Verlag, 16, 95 Euro.

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 Die Reise nach Bethlehem: Auf den Spuren von Maria und Josef.

Die Reise nach Bethlehem. Bohem Press. Weihnachtsbuch zum Vorlesen, Weihnachtsgeschichte Kinder

Noch ein Add-on zur Weihnachtsgeschichte. Denn jener Esel, der Maria nach Betlehem trägt, ist selbst Mutter und musste ihr Fohlen in Nazareth zurück lassen. Dort kümmert sich zwar das Mädchen Rebecca um das junge Tier, trotzdem wird es immer trauriger und trauriger. Als das Eselkind auch noch das Essen verweigert, beschließt Rebecca, es zu seiner Mutter zu bringen. Die beiden bewegen sich auf den Spuren von Maria und Josef nach Betlehem und erreichen den berühmten Stall pünktlich. Der aufwendige Golddruck macht das Buch besonders schön.  Brian Wildsmith: Die Reise nach Betlehem. bohem press. 16.95 Euro

Reise nach Betlehem. Kinderbuchempfehlung Weihnachten Bohem Press

 

Die kleine Hexe: Weihnachtliche Hexenstube.

Die kleine Hexe feiert Weihnachten, Oetinger Verlag

In diesem kleinen Buch geht es um das Warten, Vorbereiten genauso wie um Freundschaftsdienste und Gastlichkeit. Denn die kleine Hexe Lisbet steckt mitten in den Vorbereitungen für ihr persönliches Weihnachtsfest als die Weihnachtshexe sie um einen Gefallen bittet: Ob Lisbet vielleicht auf ihre Nichte aufpassen könnte? Sie hätte gerade heute wirklich viel zu tun und könnte Lisbets Hilfe gut brauchen. Da sagt Lisbet natürlich nicht Nein, das Kind sorgt für ein wenig Durcheinander in der Hexenstube und nach und nach reihen sich noch andere Besucher ein, die bei Lisbet Schutz und Wärme suchen. Am Ende wird es gerade deswegen ein wunderschönes Weihnachtsfest. Und das sehnlich erwartete Geschenk – das vergisst Lisbet bei diesem Trubel beinah. Lieve Baeten: Die kleine Hexe feiert Weihnachten. Oetinger Verlag. 10. 30 Euro

 

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Kürbis Schnitzen, Halloween

Halloween: Leuchtender Kürbis

Ende des Monats ist Halloween. Ein guter Anlass einen Kürbis zu schnitzen, denn das bringt herbstliches Licht hinein, macht den Kindern Spaß – und aus den Resten wird eine aromatische Suppe, die Kerne können mit grobem Meersalz im Ofen geröstet werden.

Zunächst wird der Deckel mit einem großen scharfen Messer vom Rest der Frucht abgetrennt.

Schon geht es ans Eingemachte. Fruchtfleisch und Kerne am besten mit einem großen Löffel und der bloßen Hand entfernen.

Mal dem Kürbis ein Gesicht auf. Am besten verwendest du dafür einen wasserlöslichen Stift. Dann kommt der Feinschliff. Mit einem feuchten Tuch kannst du letzte Verbesserungen vornehmen, bevor du das Gesicht mit einem kleinen, scharfen Messer ausschnitzt.

Leuchtende Augen. Eine Kerze oder batteriebetriebene Lichterkette sorgt für das richtige Flackern.

Gute Kürbisrezepte hab ich euch außerdem auf Pinterest zusammengestellt.

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