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Empfehlung: Die Links der Woche KW 05

Schokolade auf Hummusbasis, gute Filme, Hebammenwissen. Und: Der Ticketverkauf für das Rrriot-Festival startet. Das sind unsere Netzfunde der Woche:

 

Wunder Film. Die Reihe Filmwunder im Filmcasino Wien gibt Kindern regelmäßig die Möglichkeit für cineastische Freuden. Diese Woche wird der Stummfilmklassiker „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“ gezeigt, dazu gibt es Live Musik von Otto Lechner und Peter Rosmanith. Samstag, 27.Januar, 14 Uhr Filmcasino, Margaretenstr. 78, Wien 5.

 

Günstige Gelegenheit. Die Abverkaufswelle arbeitet auf ihren Höhepunkt zu, eine gute Möglichkeit ein paar schöne, handgefertigte und fairproduzierte Kleidungsstücke für den Nachwuchs zu besorgen. Etwa bei Hanoj, denn das Wiener Label hat sein komplettes Online-Sortiment stark reduziert, darunter auch Wollfleece-Overalls und schöne Stücke aus Baumwollmoussline.

 

Schnell und gesund. Es ist Ende Januar und das bedeutet: Der Winter beginnt sich in die Länge zu ziehen und die Lust auf grün und leicht und gesund kommt langsam aber sicher zurück. Da kommt dieses schnelle Rezept für einen frischen, zitronigen Bohnensalat mit Rosmarin, Koriander und Avocado gelegen.

 

Aus dem Kreissaal. In der SZ-Serie „Wie wir euch sehen“ erzählen Menschen, die berufswegen viel mit anderen zu tun haben, von ihren Beobachtungen, Erfahrungen. Diese Woche berichtet eine Hebamme von ihrem Arbeitsalltag und der hat oft mit mehr mit aufdringlicher Verwandtschaft, Ungeduld und Unverständnis zu tun, als mit der tatsächlichen Geburt.

 

Gesunde Schokolade. Der Blog der Kleinschmeckerin ist eine wahre Fundgrube für gesunde und schnelle Rezepte, die auch Kindern schmecken. Diese Woche gibt es ein besonderes Highlight, ein  Schokomus auf Hummusbasis nämlich. Das wird auf jeden Fall ausprobiert!

 

Frauen bei der Arbeit. Ungleichheiten zwischen Mann und Frau am Arbeitsmarkt sind auch 2018 noch an der Tagesordnung, das hat häufig mit der Mutterrolle zu tun, aber nicht nur. Das Business Riot Festival (8. bis 10.3.) beschäftigt sich heuer zum dritten Mal genau mit diesem Themenfeld, der Ticketverkauf startet diese Woche. Im Fokus stehen Vernetzung und die gegenseitige Unterstützung, darüber hinaus aber auch ein feministischer Diskurs in Form von Workshops, Panels, Führungen an verschiedenen Orten in Wien.

 

 

Zupfbrot: Flaumig, zimtig, wunderbar

Flaumiger Hefeteig, zimtscheckige Fülle und großer Zupfspaß – dieses Pull-apart-Brot passt zu jeder Gelegenheit. Und allfällige Hefeteig-Traumata können mit diesem Rezept auch gleich überwunden werden.

Immer häufiger stolpert man über den Begriff Pullapart-Brot. Gemeint ist damit ein Hefekuchen (der übrigens auch salzig sein darf), dessen Teigschichten auf eine bestimmte Weise gestapelt werden, nämlich so, dass die einzelnen Stücke nicht vom Kuchen geschnitten, sondern ganz leicht abgezupft werden können.

Hefeteig braucht besonders viel Zuwendung, Knetkraft, Zeit und vor allem angenehme Wärme. Hält man sich an diese Parameter, kann dafür aber gar nicht viel schief gehen. Es hat sich bewährt den Ofen auf etwa 45° Celsius vorzuheizen, auszuschalten und den Teig im geöffneten Backrohr gehen zu lassen.  Aber erst mal der Reihe nach.

Zutaten:

Für den Teig:

  • 300ml Milch
  • 60g weiche Butter
  • 475g Mehl (Type 550)
  • 1 Packung Trockenhefe
  • 60g Birkenzucker
  • 1 Ei 

Für die Fülle:

  • 100g weiche Butter
  • 100g Zucker
  • 1 1/2 EL Zimt

Zubereitung:

Als erstes den Hefeteig zubereiten. Milch und Butter in einem Topf  bei leichter bis mittlerer Temperatur erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist und abkühlen lassen bis sie lauwarm ist.

Mehl, Zucker, Salz und Hefe (wichtig: keine Hefe zum anrühren verwenden!) zusammen mischen. Die buttrige Milch und das Ei mischen und zu den trockenen Zutaten geben. Wer eine hat, sollte nun zur Küchenmaschine greifen und den Teig mit dem Knethacken bearbeiten. Wer keine hat, braucht Ausdauer (und warme Hände, Hefe mag weder Hitze noch Kälte, nur angenehme Wärme). Gut 15 Minuten muss der Teig geknetet werden. Wenn sich der Teig beim Kneten von der Rührschüssel löst, ist das ein guter Hinweis darauf, dass er fertig ist.

Den Teig nun in eine saubere Schüssel geben und mit einem Geschirrtuch abdecken. Gehen lassen, und zwar an einem angenehm warmen Ort, aber: Zu warm darf es auch nicht sein, über 45 Grad zieht sich die Hefe lieber zusammen als aufzugehen. Hat man diesen besonderen Ort also gefunden, lässt man den Teig etwa eine Stunde gehen bis er sich verdoppelt hat.

In dieser Zeit kann man gut die zimtzuckrige Fülle vorbereiten. Dafür einfach weiche Butter, Zucker und Zimt cremig mixen.

Nach der Gehzeit den Teig einmal mit der Faust einboxen, aus der Schüssel holen und auf einer leicht bemehlten Unterlage auswalken. Den ausgerollten Teig gleichmäßig bis zu den Rändern mit der Fülle bestreichen. Den Teig dann in etwa 5 gleich große Streifen schneiden, sie übereinander stapeln und diesen Stapel erneut in fünf  oder mehr Stücke teilen. Die kleinen Teigpakete nun aufrecht in eine Kastenbackform stellen, die Form wieder abdecken und den Teig noch einmal 30 Minuten gehen lassen.

Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen und das Zupfbrot schließlich etwa 30 bis 35 Minuten lang backen, Gabelprobe nicht vergessen. Die letzten zehn Minuten am besten mit Backpapier bedecken damit der Kuchen nicht zu dunkel wird.

 

 

Pop und Popcorn: Das war unser Wintermarkt

Fische angeln, Popcorn naschen, Schönes finden. Bei unserem ersten Oh, Panama! Markt war tatsächlich für die ganze Familie etwas dabei. Um so schöner, dass so viele gekommen sind und diesen Nachmittag zu etwas ganz besonderem gemacht haben. In der Bastelecke sind wahre Kunstwerke entstanden, der Duft von Kaffee und Kuchen verströmte Wohlgefühl, mit ihren wunderschönen Waren haben die Aussteller der Veranstaltung erst ihren besonderen Charakter gegeben und Violetta Parisini setzte mit ihrem Konzert einen musikalischen Höhepunkt. Wenn wir nun die Bilder vom Markt durchschauen, haben wir ein ganz bestimmtes Gefühl und das sagt uns: Nach dem Wintermarkt ist vor dem Frühlingsmarkt!

Hier die Bilder vom Fest zum Nachschauen!

 

 

(c) Rania Moslam

Violetta Parisini: „Zwischendurch glaubt man, das war’s jetzt“

Mutter zu werden kann so schockierend wie schön sein. Musikerin Violetta Parisini im Interview über Vereinbarkeit, gute Männer und Kreativität auf Knopfdruck.

In ihren Liedern lässt sie das Flüchtige greifbar werden. Sie verdichtet Gedanken und Gefühle, um ihnen mit ihren Melodien die nötige Leichtigkeit zu geben. Violetta Parisini ist Sängerin, Liedermacherin, Erzählerin. 2010 fiel sie mit ihrem Album „Giving You My Heart To Mend“ auf, 2014 kuratierte sie gemeinsam mit Wolfgang Schlögl das Popfest Wien. Jetzt kehrt sie mit neuen Liedern auf die Bühne zurück. In der Zwischenzeit ist Parisini Mutter geworden, ihre beiden Töchter sind heute 5 und 2 Jahre alt. Warum sie mit dieser neuen Rolle zwischendurch auch mal gehadert hat, was das Muttersein mit ihrer Musik gemacht hat und warum es gar nicht schlimm ist, wenn vielleicht nicht immer alles geht, erzählt sie uns im Interview.

Reden wir über Vereinbarkeit. Bei deiner letzten Albumpräsentation bist du hochschwanger auf der Bühne gestanden. Mittlerweile bist du Mutter zweier Töchter und kehrst jetzt mit neuen Songs zurück auf die Bühne.

Das ist jetzt sechs Jahre her und diese Zeit ist verflogen. Die allererste Zeit war schwierig für mich, weil ich mich in meiner ersten Schwangerschaft mit dem neuen Album einfach übernommen habe, da war ich körperlich und psychisch am Ende und hätte nach der Geburt auch erstmal drei Monate schlafen können. Bei meinem zweiten Kind habe ich dann eine bewusste Pause gemacht.

Wie teilen du und dein Partner euch die Arbeit um die Kinder heute auf?

Inzwischen machen wir 50:50. Wir hatten beide von Anfang an vor, dass wir uns alles teilen, ganz selbstverständlich, und das es kein Gefälle gibt zwischen Mann und Frau. Das hat aber nicht gleich funktioniert. Ich wollte gerne stillen, da war dann halt klar, dass ich ohnehin die ganze Zeit da bin. Und dann schleicht sich das eben ein, das wissen wir eh alle. Mein Mann ist sehr bewusst und sehr feministisch im besten Sinn und trotzdem haben wir beide unterschätzt wie stark diese körperliche Komponente die Frau an das Kind bindet und wie lange man braucht, um sich davon zu emanzipieren. Und man will es ja auch nicht. Beim zweiten Kind war mir dann ganz klar, ich nehme mir einfach 1,5 Jahre Zeit und mache nichts anderes.

Auch um den Druck rauszunehmen, das „ich sollte, ich müsste“?

Ja, genau. Da muss man dann auch einmal sagen, ja, ich sollte und müsste vielleicht, aber ich kann jetzt nicht. Das hat mir sehr gut getan. Drei Monate nach der zweiten Geburt habe ich ein Konzert gespielt und gleich gemerkt, ich komme jetzt nur noch in die Wiederholung von alten Sachen. Ich hab gerade nichts zu sagen und nichts zu geben. Alles was ich zu geben habe, gebe ich jetzt meinen Kindern und das ist auch gut so. Ich habe natürlich trotzdem geschrieben und auch unterrichtet, aber dieses kreative und auf der Bühne zu sitzen, das ist sich einfach nicht ausgegangen. Und jetzt geht es sich wieder aus. Zum Glück.

Beim zweiten Kind hast du auch schon gewusst, dass diese intensive erste Zeit auch wieder vorbei geht.

Genau, zwischendrin denkt man ja, das hört nie wieder auf. Ich werde nie wieder ein Lied schreiben. Ich werde nie wieder kreativ sein, ich hab jetzt nichts mehr zu geben außer Muttermilch und vorlesen. Zwischendurch kann man sich gar nicht mehr vorstellen, dass sich das jemals wieder ändert. Und ich merke auch jetzt noch, dass es immer ein schmaler Grad ist: beides machen zu können und zu wollen und es auch gut zu machen. Eine der Komponenten leidet dann schnell. Man muss aufpassen, dass man sich nicht zu viel vornimmt.

Warum fällt es so schwer zu sagen, ich will jetzt gerade vielleicht gar nicht alles?

Ich hab mich auch lange mit dem Gedanken getragen, dass alles gleichzeitig gehen kann. Muss und kann. Aber das stimmt einfach nicht. Es ist mir aber auch schwer gefallen, mich zumindest zeitweise von der mütterlichen Verantwortung zu emanzipieren. Das ist nicht unbedingt nur ein weibliches, sondern auch ein persönliches Problem und hat damit zu tun, dass ich dazu tendiere, mehr Verantwortung zu übernehmen als ich müsste. Aber ich kenne das schon auch von vielen Frauen aus meiner Umgebung.

Wenn man von einem Paar zu Eltern wird, müssen beide erstmal in ihre neuen Rollen finden.

Richtig. Und man muss unbedingt auch die guten Männer loben. Nach der Geburt meiner älteren Tochter – und diese Geburt war schrecklich, schrecklich, schrecklich – konnte ich zehn Tage nicht schlafen, weil ich so unter Strom stand. Jetzt im Nachhinein denke ich mir, das war ja knapp vorbei an der Psychose. In dieser Zeit hat der Sixtus alles gemacht. Ich weiß nicht, was ich ohne ihn gemacht hätte. Ich wäre verzweifelt. Das Ungleichgewicht hat sich dann erst später eingeschlichen und ich glaube, es liegt ganz viel am stillen. Weil das heißt, man ist selbst mehr oder weniger ständig mit dem Kind zusammen. Irgendwer muss ja auch noch Geld verdienen, das ist dann der andere, und diese Aufteilung wieder zu ändern ist gar nicht so leicht.

Du und dein Mann, ihr seid beide Musiker, habt also beide freie Berufe. Ist das Fluch oder Segen?

Es ist vor allem finanziell schwierig, weil du dich auf nichts verlassen kannst. Es gibt einfach keine Planungssicherheit. Trotzdem würde ich es nicht anders wollen. So können wir uns beide einen Schritt zurück nehmen und uns die Zeit, die wir mit den Kindern verbringen wirklich gerecht aufteilen. Inzwischen schaffen wir es auch die meisten Wochenenden für Zeit zu viert zu reservieren. Ich glaube, ich würde es nicht schaffen, 20 Stunden in der Woche zu arbeiten, dazwischen die Kinder zu haben und dazwischen gar keine Zeit in der ich auch mal zu mir kommen kann. So kann ich nicht kreativ arbeiten, ich hab’s versucht, keine Chance.

Es ist auch so passend, dass ich dich um ein Interview zum Thema Vereinbarkeit bitte und du sagst „Ich hab jetzt einen eigenen Arbeitsraum“.

Ich bin so froh, dass ich diesen Raum jetzt habe. Hier ist einfach Konzentration. Wenn am Nachmittag die Kinder mit Sixtus nach Hause kommen, wo soll ich dann dort noch arbeiten? Und was wir auch als Paar zu spüren kriegen, ist, dass es für ihn schwer ist sein Ding zu machen, wenn ich da bin. Weil ich dann anfange ihm reinzufunken. Das ist schrecklich, aber es passiert. Es ist wichtig für ihn als Vater zu sagen, ich hab eine andere Rolle, ich bin nicht die Mama und ich erlaub nicht immer die gleichen Sachen nicht und schon und das ist auch gut so.

Nimmst du die Zeit mit den Kindern, jetzt wo du wieder mehr arbeitest, anders wahr?

Ja, ich kann es mehr genießen! Meine Große geht in einem halben Jahr in die Schule. Diese Zeit ist so schnell vorbei, wenn ich die nicht genieße oder versuche zu genießen jenseits von Geldstress und Statusangst, dann verpasse ich sie einfach. Es ist eine sehr, sehr schöne Zeit. Es ist natürlich auch schön auch mal weg zu sein, aber es gibt immer den Punkt, an dem ich mich wieder nach meinen Kindern sehne. Sehr lange bin ich an diesen Punkt überhaupt nicht gekommen. Jetzt ist es am Abend einfach schön nach Hause zu kommen.

Wie ist die Rückkehr auf die Bühne für dich? 

Hin und wieder kommt natürlich der große Zweifel und die große Angst, wie sich das alles ausgehen wird in Zukunft. Aber ich will sowieso keine Musik machen, die davon abhängig ist, dass ich jung und lustig und attraktiv bin. Ich will Musik machen, die da drüber steht. Und wenn man diesen Jugend-Bonus nicht mehr hat, ist es eben noch wichtiger, dass die Musik richtig gut ist. Das ist auch gut, weil ich jetzt viel intensiver an den Dingen arbeite. Ich weiß nicht, ob sie besser werden, aber sie sind anders als früher, es geht um andere Themen.

Was hat sich genau geändert?

Es ist irgendwie eine andere Dichte entstanden. Natürlich ist der Entstehungsprozess an sich auch anders. Viele dieser Gedanken, die früher sofort zu Songs wurden, verfliegen jetzt wieder. Das hat Vorteile und Nachteile. Zum Beispiel, dass die Gedanken, die wirklich bleiben, vielleicht auch die wichtigeren sind. Aber manchmal werden gerade die flüchtigen und unwichtigen Gedanken zu großartigen Songs und das passiert mir einfach so gut wie nicht mehr. Außerdem bin ich noch strenger mit mir, nicht mehr andauernd total inspiriert und in der Welt unterwegs. Mein Alltag wiederholt sich. Dadurch entstehen ganz andere, spannende Themen, die sind aber auch viel schwieriger zu formulieren und zu verpacken.

Du hattest immer schon eine gewisse Ernsthaftigkeit, in deiner Musik geht es immer auch um die Botschaft. Welche ist das heute?

Die Veränderung an sich ist das größte Thema. Das merke ich, wenn ich die Texte der letzten Jahre noch mal durchlese. Und das ist ja auch am Mutterwerden das schockierendste, dass du deine Identität neu ordnen musst. Ich bin noch ich, aber gleichzeitig bin ich auch jemand anderer. Ich habe mich früher nie mit dem Muttersein identifiziert, das war einfach nicht relevant für mich. Ich bin selbst ohne Mutter aufgewachsen und das ist bestimmt auch ein Grund, warum ich so mit dieser Rolle hadere, eben weil ich sie nicht so gut kenne. Das größte und auch spannendste Thema für mich ist: Wie finde ich mich neu und wie friedlich bin ich mit dieser neuen Rolle? Und kann ich trotzdem noch all das sein, was ich früher war?

Die Frage ist aber auch, willst du noch all das sein, was du früher warst?

Das ist natürlich die Frage. Und es gibt manche Dinge, die will ich nicht mehr sein. Aber die Wildheit – ich war jetzt nicht außerordentlich wild, aber schon deutlich wilder als jetzt – ist etwas, das ich schon manchmal vermisse. Auf der anderen Seite ist da aber auch eine ganz neue Freiheit. Weil Kinder eben wahnsinnig frei sind und weil man mit ihnen ganz leicht allerlei Schamgrenzen verliert. Und da kommt es dann eben auch mal vor, dass ich mit meinen Kindern in der Straßenbahn Weihnachtslieder singe.

Bildrechte: (c) Rania Moslam, www.raniamoslam.com

Empfehlung: Die Links der Woche

Schönes für die Wand, Gutes fürs Regal und ein wenig Selbstfürsorge. Das sind unsere Netzfunde der Woche:

 

Knüpftechniken für die Wand. Wir haben uns noch lange nicht an Macrames satt gesehen. Vor allem nicht, wenn sie so schön sind, wie die von Daniela Matthies. Erhältlich sind ihre sorgfältig von Hand geknüpften Ensembles über Etsy.

Familienalbum. „Paulinchen war allein zuhaus“ – so heißt unser Instagram-Account der Woche. Denn das Fotografen-Duo Karl und Pauline dokumentiert hier den eigenen Familienalltag und der ist erfrischend unverkrampft und sieht trotzdem gut aus. In ihrem Portfolio zeigen sie dann auch Familien-Fotografie, die sich nicht nur bei Oma über dem Kamin gut macht. Ein Tipp für Familien in und um Kassel!

Neuerscheinung. Das man mit genug Phantasie große Abenteuer erleben kann, beweist die Geschichte von Kalle und Elsa. Denn hier wird der Garten zum Dschungel und wer ganz genau aufpasst, kann dort sogar Wölfe heulen hören. Für Kinder ab 3. Jenny Westin Verona und Jesús Verona: „Kalle und Elsa“, 17,50, Bohem Verlag.

Traumküche. Eine Kinderküche, die auch Eltern gerne hätten, hat das holländische Designer-Duo Woodchucks entworfen. Rutger und Tinta Luhrman zeigen hier einmal mehr ihr Gespür für Naturmaterialien und minimalistische Lässigkeit. Bestellungen können per Email abgegeben werden, gesendet wird weltweit.

Selbstfürsorge. Einfach mal an sich selbst denken oder noch besser: an nichts. Eine Übung, die gar nicht so einfach ist und vor allem Müttern oft schwer fällt. Damit das trotzdem öfter klappt, lohnt es sich gezielt Zeit dafür einzuplanen. Das Feelgoodstudio legt einen besonderen Fokus auf Mütterbedürfnisse und hat dabei Angebote, die mit und ohne Kinder besucht werden können. Neben Yoga etwa auch Mutter-Kind-Ballett.

Anleitung für Upcycling. Badala Sticker sind schön gestaltete Aufkleber, die aus alten Pappkartons im Handumdrehen Spielgeräte machen. Das Konzept hat Designerin Barbara Höller nun weitergedacht und teilt auf ihrem Blog Bastelideen aus Karton in Form eines gratis E-book.

 

Schöne Stücke: Design, Accessoires und andere Köstlichkeiten

Beim Oh, Panama! Wintermarkt am vergangenen Samstag wurde das Packhaus zu einem kleinen Winteruniversum für die ganze Familie. Mit Pop und Popcorn, Spiel und Spaß. Mit köstlichen Kleinigkeiten und schönen Stücken. Diese Aussteller waren mit dabei:

Badala Sticker

Die Idee ist so einfach wie genial: Weil sie auf der Suche nach nachhaltigem und leistbarem Spielzeug für ihre Kinder nicht fündig wurde, gestaltete Designerin Barbara Höller kurzerhand Aufkleber, die aus einfachen Kartons Küchen, Autos und sogar Piratenschiffe machen und so lassen Badala Sticker alte Schachteln spielend gut aussehen.

Hanoj

Das Label Hanoj steht für minimalistische und nachhaltige Kindermode. Designerin Svea Handle entwirft schlicht-schöne Stücke mit dem gewissen Twist, Kleidung mit Lieblingsstück-Potential, die immer und immer wieder getragen werden kann. Verarbeitet werden die Biostoffe allesamt in der integrativen Werkstätte Tema in Wien.

 

Majavia

Ganz besondere Reisebegleiter kommen von Majavia. Denn das Wiener Label produziert hochwertige Kosmetiktaschen, Kofferanhänger und Reisepasshüllen aus recycletem Leder und schafft damit Unikate, die so manches Abenteuer mitmachen.

 

schön & gut

Der Name ist Programm, denn bei schön und gut dreht sich alles rund um die Themen Delikatessen und Design. Deswegen gibt sowohl Köstliches im Glas, etwa Ketchup, Chutney, Gewürzmischungen, als auch eine kleine, feine Produktpalette, die sich gut in jeder Küche macht. Geschirrtücher und Schneidebretter werden in Mühlviertler Handwerksbetrieben produziert.

 

Loretta Cosima

Loretta Cosima – so heißt nicht nur ein toller Laden im 9. Bezirk, in dem man immer wieder besondere und schöne Dinge findet, sondern auch das dazugehörige Label von Shopbetreiberin und Textildesignerin Valerie Grogger. Ihre Drucke bringt sie sowohl auf Papier (Geschenkpapiere, Karten) als auch auf Stoff (Taschen, Babylätzchen, Shirts).

 

Urban Update

Ein Hauch Geschichte ins Jetzt übersetzt. Urban Update steht für ganz besondere Kindermöbel: Flohmarktfunde werden mit Geschick und Gespür liebevoll restauriert und dabei zu schönen Einzelstücken, die Atmosphäre schaffen.

 

Bienenzentrum Wien

Hier dreht sich alles rund um die Bienenkunde. In regelmäßigen Kursen wird das dazugehörige Imker-Wissen an Interessierte weitergegeben. Mit dem ausgezeichneten Bio-Honig der angeschlossenen Imkerei Neubauer ist das Bienenzentrum auch bei unserem Wintermarkt dabei.

 

Onkaja

Bewahren, beschriften, berühren: Onkaja erzählt Geschichten – transportiert werden sie durch sorgsam gestaltete Produkte. Für ihre Serie „Omamas Geschirr“ spürt sie etwa altes Porzellan auf und arbeitet es mit dem Stift um, ihre Illustrationen kommen außerdem auf Kalender, Postkarten und vieles mehr.

 

Auris Ku

In den Entwürfen des Wiener Schmucklabels Auris Ku verbinden sich Geometrie und Leichtigkeit zu schönen Einzelstücken. Acryl trifft auf Edelstahl und Silber, klare Formen schmiegen sich an.

Bike Shit

Die Fahrradafficionados vom Kollektiv Bike Shit restaurieren nicht nur alte Räder, sie gestalten auch die passenden Accessoires – etwa hochwertige Fahrradschlösser aus Seil und Leder oder Halterungen aus Holz und Aluminium. Ihren Jahreskalender nehmen sie auch mit zu unserem Wintermarkt. 2018 hat schließlich gerade erst begonnen.

Fürth

Es ist schon eine Weile her, dass Charles Fürth die Filmbranche hinter sich gelassen hat und sich dafür die weite Welt des Kaffees erschlossen hat. Seine Bohnen kommen heute aus neun verschiedenen Ländern auf drei Kontinenten und jede einzelne kann bis in ihre Ursprungsplantage zurück verfolgt werden. Fürth röstet mit Bedacht, versucht die individuelle Note des jeweiligen Kaffees mit Zurückhaltung heraus zu arbeiten. Das Ergebnis kann man sich bei unserem Wintermarkt schmecken lassen.

Grossauer Edelkonserven

Das feine Pesto aus dem Kamptal ist in Feinschmecker-Kreisen längst gut bekannt. Insgesamt 20 Sorten stellt Stefan Grossauer mittlerweile aus hochwertigen, saisonalen Zutaten her – von Kürbiskern bis Walnuss. Angestiftet vom eigenen Nachwuchs hat er sich nun auch an einer eigenen Kinderedition versucht: Gemüse und Kräuter treffen hier auf die Süße von Apfel, Karotte und Traube, die Konsistenz ist ein wenig feiner und das Olivenöl besonders mild.

 

Backen mit Gemüse: Süßkartoffelmuffins, babytauglich

Diese kleinen Küchlein sind ideal für Essanfänger,  schmecken aber auch dem Rest der Familie.

Es gibt viele gute Argumente Babys von Anfang an vom Familientisch mitessen zu lassen, etwa, weil es das Miteinander stärkt, ebenso wie die Lust am Experiment und  die Freude daran, neue Texturen, Geschmäcker und Konsistenzen zu entdecken. Dieses Rezept eignet sich dazu ganz wunderbar. Denn die Muffins liegen nicht nur gut in der Babyhand, sie sind vor allem auch zuckerfrei. Und weil sie nicht nur Babys schmecken, funktionieren sie auch gut für den Rest der Familie, zum Beispiel als Frühstücksmuffin oder Nachmittagssnack.

Zutaten für 12 Stück:

  • 2 große Süßkartoffeln
  • 2 EL Joghurt
  • 30g Kokosöl
  • 1 Ei
  • 130g Dinkelmehl
  • 30g Haferflocken
  • 1 TL Weinstein-Backpulver

Zubereitung:

Die Süßkartoffeln schälen, in Stücke schneiden und im Ofen bei 200°C etwa 30 Minuten weich garen. Die Süßkartoffelstücke im Anschluss gemeinsam mit dem Joghurt zu einer cremigen Masse mixen, die Ofentemperatur auf 180°C zurückstellen.

Das Kokosöl in einem Topf schmelzen, zur Süßkartoffelmasse geben, das Ei zugeben und alle feuchten Zutaten mit einem Holzlöffel gründlich verrühren. In einer zweiten Schüssel die trockenen Zutaten vermischen. Die trockenen Zutaten nun nach und nach zur Süßkartoffelmasse geben und gründlich verrühren. Ein Muffinblech mit Papierförmchen bestücken, den fertigen Teig gleichmäßig in 12 Förmchen verteilen und schließlich auf mittlerer Schiene bei 180°C etwa 15 Minuten backen.

Nicht nur für gute Vorsätze: Die schönsten Kalender für 2018

Mit diesen Kalendern wird der turbulente Familienalltag bestimmt nicht ruhiger, aber man behält ihn vielleicht besser im Blick.

Das neue Jahr liegt vor uns wie die berühmte leere Seite und ist bereit gestaltet zu werden. Und weil sich zwischen all die schönen Vorsätzen und guten Ideen unweigerlich Arztbesuche, Elternabende und Jackenkäufe schieben werden, lohnt ein gemeinsamer Familienkalender allemal. Diese Exemplare helfen nicht nur bei der Organisation des Alltäglichen, sie sehen dabei auch noch gut aus.

Auf den Punkt gebracht.

Zuständigkeiten werden hier einfach aufgeklebt. Der „Now Is Better“-Kalender des Berliner Designstudios „Bob and Uncle“ wird mit 150 Klebepunkten in vier leuchtenden Farben geliefert, die verschiedenen Kategorien zugeordnet werden können. 24, 90 Euro, hier erhältlich.

Der Wandkalender „Now is Better“ von „Bob and Uncle“.

 

365 Tage Natur.

Der tägliche Blick ins Grüne gelingt bestimmt, wenn dieser schöne Wandkalender an der Küchenwand hängt. In 56 Bildern wächst sich ein Stück Wald in die Wohnung.  21, 50 Euro, bei Manufactum.

 

Von Hand gemalt.

Die Produkte des Wiener Illustratoren-Duos „Die Luchsin und der Fuchs“ sind allesamt von Hand gemacht. Dieser zauberhafter Kalender wird dabei von der Luchsin in Acryl und Buntstift und vom Fuchs in Aquarell und Tusche illustriert und bringt einen mit einem liebevollen Augenzwinkern durch das Jahr 2018. 24 Euro, erhältlich im Etsy-Shop.

 

Farbe für den Alltag.

Die britischen Papeterie-Expertem von Rifle Paper haben für das kommende Jahr einen schön-bunten, fröhlich-kräftigen Kalender gestaltet. „Yucatan“ heißt der und ist um 27, 90 Euro bei Pappsalon erhältlich.

 

Auf einer Welle.

Schlicht und schön ist dieser große Familienkalender von Rikiki, der die Wochentage neonfarben unterteilt. Fünf verschiedene Spalten bringen Übersicht in die Aktivitäten der verschiedenen Familienmitglieder. 36 Euro, erhältlich im Onlineshop.

Der große Familienkalender von Rikiki.

 

Alltagskatzen.

Katzenkult trifft hier auf skandinavisches Stilgefühl. Das Ergebnis macht Spaß und kann sich sehen lassen. 40 Euro, erhältlich etwa im Human Empire Shop.

2018 Hiro, Rut & Siri. Von Fine Little Day.

 

Minimalismus auf einem Blatt.

Das ganze Jahr auf einem Blick behält man mit diesem Wandkalender von Sous Bois. Hier notiert man am besten in Kürzeln. Gestaltet und gefertigt in Österreich, 8 Euro bei Sous Bois.

 

Spielerisch und farbenfroh. 

Die Geschichte von Gretas Schwester ist eine Erfolgsgeschichte. In kürzester Zeit eroberten die illustrierten und handgefertigten Produkte des Berliner Labels nämlich allerorts die Kinderzimmer. Dieser Kalender fügt sich nahtlos in das Portfolio ein und macht sich auch im Rest der Wohnung gut. 16 Euro (Sale-Preis, normal 29 Euro) im Onlineshop.

 

Auf einen Blick.

Dieser Kalender bringt 365 Tage auf besonders schöne Art auf nur ein Blatt. Produziert auf Öko-Papier in Österreich. 16, 90 Euro, erhältlich bei die Sellerie.

Winterfrühstück: Porridge mit Apfel, Kurkuma, Zimt

Die Kraft des Hafers, die Süße des Apfels und die Wärme von Kurkuma. Dieser Porridge stärkt für lange Wintertage.

Kurkuma werden ja allerlei Wunderkräfte nachgesagt. Entzündungshemmend soll er sein, schmerzstillend, entgiftend und vieles mehr. Besonders gut macht sich die gelbe Safranwurzel auf dem Teller jedenfalls, wenn sie auf die leichte Süße von Apfel und Zimt trifft. Und genau das kommt diesem Frühstücksbrei zugute.

Zutaten für eine Erwachsenen- und eine Kinderportion:

  • 1 TL Kokosöl
  • 100g Haferflocken
  • 2 Äpfel
  • 1 Prise Kurkuma
  • 1 Prise Zimt
  • 10 kleingeschnittene Rosinen
  • Wasser

Zubereitung:

Das Kokosöl in einem Topf schmelzen, die Gewürze kurz anrösten, die Haferflocken zu geben und mit Wasser aufgießen. Einen Apfel schälen und entkernen und zu den Haferflocken reiben. Rosinen zugeben und den Brei auf kleiner Flamme etwa zehn Minuten köcheln lassen. Regelmäßig umrühren. In eine Schüssel geben und mit kleingewürfeltem Apfel und Rosinen bestreuen.

Guten Appetit!

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porridge mit kurkuma

Empfehlung: Links der Woche

Wir haben Lesestoff für die Feiertage gesammelt. Über Vereinbarkeit, das Phänomen des Gender Pricings und kreative Wege den Geschenkpapierberg wieder loszuwerden. Die besten Netzfunde –auch diese Woche wieder völlig subjektiv und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Trügerische Erinnerungen. Die Tante, die einen immer zu fest in die Wange kniff. Der Fall von der Schaukel, der einem die kleine Narbe eingebracht hat – können wir uns an diese Geschichten aus unserer Kindheit wirklich erinnern oder wurden sie uns nur oft genug erzählt? Das Gehirn kann den Unterschied zwischen Wahrheit und einer falschen Erinnerung nämlich gar nicht erkennen, schreibt die SZ.

Saubere Sache. Ende der Woche werden wieder Schweinchen und Kleeblätter verschenkt, die den Rest ihres Daseins in den Tiefen einer Schublade fristen werden. Warum nicht lieber zu Glücksbringern greifen, die wirklich nützen und Freude machen. Ein Rezept für selbstgemachte Seife gibt es etwa auf dem Blog Regionalis.

Baustoff statt Müll. Nach den Feiertagen sind die Geschenkpapierberge vielerorts hoch. Diesen Umstand kann man sich im Wiener Mumok zu Nutzen machen. Im Rahmen der GVVZ (Geschenkverpackungsverwertungszentrale) nützen Kinder ab 6 Papier, Karton, Plastik & Co als kreativen Werkstoff.

Die Freiheit zu wählen. „Kinder muss man nicht vereinbaren, man muss sie wollen“, sagt Susann Hoffmann und schafft mit diesem Satz einen gemeinsamen Nenner für die vielen unterschiedlichen Wege Familie und Beruf in ein individuelles Gleichgewicht zu bringen.  Ihren eigenen Weg sich durch das Wollen, Können und Müssen zu navigieren, beschreibt die Edition F-Gründerin in einem aktuellen Kommentar.

Alle gegen sich selbst. Der britische Journalist und Polit-Aktivist George Monbiot stellt in seiner aktuellen Kolumne im Guardian einen Zusammenhang zwischen psychischen Erkrankungen und dem Neoliberalismus her, vor allem Kinder leiden, ist er sich sicher. In deutscher Übersetzung auch bei „Der Freitag“ zu lesen.

Rosa kostet mehr. Frauen verdienen nicht nur weniger, sie zahlen auch mehr. Gender Pricing nennt man das. Eine aktuelle Studie bestätigt das Phänomen, dabei wurden 1.700 Produkte und 380 Dienstleistungen miteinander verglichen. Die Zeit berichtete.