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Wochenende in Bildern: Von Schafen und Ziegen

Die Gastgärten sind eröffnet, es blüht an allen Ecken und Enden der Stadt und endlich kann man den Großteil des Tages guten Gewissens im Freien verbringen. Unser Wochenende war vollgepackt mit schönen Unternehmungen.

Wochenende in Bildern

Aber erstmal Samstagfrühstück. Wir verbringen den Vormittag gewohnt vertrödelt zwischen Lego und Kaffeemaschine. Weil die Sonne ruft, schaffen wir es irgendwann aber doch noch nach draußen.

Wochenende in Bildern. Jamie's Italien Wien.

Am Nachmittag sind wir mit lieben Freunden bei der Urania zum Bilderbuchkino verabredet sind, auf dem Weg dorthin beschließen wir spontan Jamie’s Italien auszuprobieren. Schön ist es ja, das Lokal, die Kritiken haben aber leider recht – das Essen ist nicht besonders, die Preise dafür stolz kalkuliert.

Wochenende in Bildern. Urania Wien.

Wir spazieren also rüber zur Urania. Dort läuft heute Kino ab 3 – Bilderbuchkino nämlich. Das Konzept: Bilderbücher werden auf die große Leinwand projeziert, mit eigens komponierter Musik untermalt (Raino Rapottnig) und gekonnt gelesen von René Bein. Die Idee kommt von der Theaterwissenschaftlerin Margarete Erber-Groiß, bereits seit 1999 schnuppern junge Kinder hier erste Kinoluft.

Wochenende in Bildern. Bilderbuchkino.

Und das Konzept geht tatsächlich voll auf. Selbst als in der Halbzeit die Technik versagt und das Programm ohne Musik fortgesetzt wird, blicken die Kinder gebannt auf die Leinwand. Gezeigt wurden übrigens: Rosi in der Geisterbahn (Beltz & Gelberg), Guck mal wie niedlich (Moritz Verlag) und Hamster Heinz auf Schatzsuche (Annette Betz).

Wochenende in Bildern. Stadtpark Wien.

Nach dem Film spazieren wir hinüber zum Stadtpark, unterwegs gibt es noch Eis. Überall sprießen die Knospen und die ersten Blüten blühen auf, die Kinder laufen Jackenlos herum, schön ist das.

Wochenende in Bildern. Stadtpark Wien.

Der Spielplatz im Stadtpark ist knallvoll. Auf den Wiesen wird Fussball gespielt, die Skateboardrampe wird von etwa 20 Rollerkindern gleichzeitig befahren und die Spielgeräte im Akkord erklettert.

Wochenende in Bildern. Stadtpark Wien.

Und weil es so schön ist, gibt es noch mehr Blüten.

Wochenende in Bildern. Landgut Cobenzl.

Der Sonntag bringt wieder exzessive Morgentrödelei, später dafür das erste Picknick der Saison.

Wochenende in Bildern. Landgut Cobenzl.

Wir fahren auf den Kinderbauernhof am Kahlenberg: das Landgut Wien Cobenzl. Hier leben Hasen und Hühner, Ziegen und Schafe, Gänse, Bienen und Puten. Zwischen all den Tieren wuseln die Kinder herum, klettern durch ausgehöhlte Baumstämme, verstecken sich hinter beeindruckend großen Palmkätzchensträucher oder kosten frischen Kuchen (Kirsche: sehr gut!).

Wochenende in Bildern. Landgut Cobenzl.

Hier gibt es auch regelmäßig Veranstaltungen, etwa gemeinsames backen mit anschließender Führung und – ein Tipp für Eltern von Schulkindern – in den Sommermonaten wird Ferienbetreuung auf dem Bauernhof angeboten. Ein Blick ins Programm lohnt jedenfalls.

Wochenende in Bildern. Landgut Cobenzl.

In der Abenddämmerung verabschieden wir uns von Schafen und Lämmchen mit Weitblick über die Stadt.

Empfehlung: Links der Woche KW 14

Stillen als Politikum, ein Paradies für Selbermacher, gesunde Partyküche und noch viel mehr. Das sind unsere Netzfunde der Woche.

Partyhäppchen. Mit „There’s a beetroot in my cake“ haben die Australierinnen Jennifer Leckey und Judy Moosmueller einen Klassiker auf dem Feld der bunten, gesunden Kinderküche geschrieben. Nun folgt die Fortsetzung: There’s a carrot in my Pinata ist voll mit bunten, einfachen und verhältnismäßig gesunden Rezepten für den nächsten Kindergeburtstag.

Schöne Stickereien. Hier kommt gleich die nächste Mutter aus Australien, die sich dem Schönen und Guten verschrieben hat. „Woven Love“ heißt ihr Instagram-Shop und der Name ist Programm. Neben ausgesuchten Vintage-Stücken fürs Kinderzimmer, vertreibt sie nämlich wunderschöne Stickereien für die Wand.

Natur erleben. Frühling, endlich! Nun ist die Zeit reif für stundenlange Spielplatzabenteuer. Besonders gut geht das in Wien etwa auf dem Robinson-Spielplatz der Kinderfreunde. Denn hier kann Natur erlebt werden, Gemüse gepflanzt und nicht zuletzt die eine oder andere Laufente bewundert werden. Kinder ab 6 können diesen Samstag außerdem einen gratis Workshop besuchen und mit Naturmaterialien basteln. Ab 14 Uhr. Greinergasse 7, Wien 19

Der Markt für Selbermacher. Beim 3. Wiener Schneiderei-Markt wird die Ottakringer Brauerei einmal mehr zum Selbermach-Paradies. Denn hier findet man nicht nur alle Spezialisten rund um das Thema Stoff, es können auch zahlreiche Workshops besucht werden – und das gratis und ohne Voranmeldung. Von der richtigen Zuschneide-Technik bis zur digitalen Schnittkonstruktion. 7. und 8. April, 11 – 18 Uhr, Ottakinger Brauerei/Gerstenboden, Eintritt. 5 Euro.

Textilien bedrucken. Und gleich noch ein Termin zum Thema. Wer gerne eigene Lieblingsstücke verschönern möchte, kann dies bei den Stempel und Siebdruck-Workshops von Annamay und prater&stern tun. Der nächste Kurs findet am 14. April statt, alle Infos  gibt es hier.

Stillen als Politikum. Eine interessante Entwicklung ist zurzeit in den USA zu beobachten. Dort, wo das Stillen eigentlich besonders vielen Tabus unterworfen ist, treten jetzt nicht nur überdurchschnittliche Frauen zur Governeurs-Wahl (Wisconsin, Maryland) an, in mehreren Kampagnenvideos wird das Muttersein außerdem ganz besonders unterstrichen. Etwa, wenn  vor laufender Kamera gestillt wird. “Well, I’m no man. I’m a mom, I’m a woman, and I want to be your next governor“, sagt etwa Krish Vignarajah, die demokratische Kandidatin in Maryland.  AP News berichtete.

 

Musik für Kinder. Playlist.

Familienmusik: Der Soundtrack des Frühlings

***Dieser Artikel enthält Werbung***  Wilde Familientänze, Geschichten zum mitdenken, Melodien zum nachträumen. Wir hören gerne. Gemeinsam mit dem Musikstreaming-Service Deezer präsentieren wir euch deswegen unsere Playlists des Frühlings. Und da ist tatsächlich für die ganze Familie etwas dabei.

Als es um die Frage ging, ob wir Deezer testen wollen, haben wir gar nicht lange überlegt. Schließlich sind wir davon überzeugt, dass Kinder musikalisch mehr verdient haben als Aprés-Ski-Hits und Umtata und erst recht davon, dass Eltern das nicht aushalten müssen. Gute Musik ist etwas für die ganze Familie. Auch deswegen veranstalten wir dann und wann Nachmittagskonzerte, bei denen Groß und Klein willkommen sind, wie zuletzt etwa bei unserem Wintermarkt.

Aber eins nach dem anderen. Deezer ist ein Musikstreamingservice, das einen besonderen Fokus auf Familien legt. Und zwar nicht nur, was das verfügbare Angebot betrifft (Hörbücher, Hörspiele u.v.m.), sondern auch durch seine technischen Besonderheiten: Pro Account können nämlich sechs verschiedene Profile auf immerhin neun Geräten angelegt, seperat verwaltet und, wenn gewünscht, mit gewissen Altersfreigaben belegt werden. Heißt: Wer nicht soll, kann nicht Bushido hören. Wer nicht will, muss sich nicht durch Bibi & Tina scrollen. Diese verschiedenen Profile sind nicht nur praktisch, sondern vor allem auch besonders hilfreich, wenn es zum Feature „Flow“ kommt – eine Art Algorythmus, der aus dem Hörverhalten eine personalisierte Endlosschleife generiert und dabei erstaunlich treffsicher ist – solange zuvor eben nicht „Der Kuckuck und der Esel“ angeklickt wurde.

Musik für Kinder. Playlist.

Wir haben uns nun also eine Weile durch das Programm gehört und dabei Altbewährtes wiederentdeckt, Neues kennengelernt und vor allem ziemlich viel durch die Wohnung getanzt. Und weil obendrauf Ferien waren, gibt es jetzt eine ganze Reihe an Empfehlungen für euch:

Auf dem Tanzparkett: Von „Tschiki, Tschiki“ bis „Yellow Submarine“.

Diese Playlist ist voll mit Mitsing- und Gute-Laune-Nummern. Das Lied der Woche ist „Tschiki, Tschiki“, aber auch alle anderen Songs sind super. Mit Matthäus Bär wird es hier übrigens schon bald ein Interview zu lesen geben, wir haben uns nämlich über kindgemäße Befreiungsmusik, Schimpf- und Depressionslieder und viele andere gute Dinge unterhalten. Und auch vom großartigen Projekt „Kinder vom Kleistpark“ erzählen wir demnächst noch ein bisschen genauer.

Ein Hoch auf die Faulheit: Musikgeschichten und Lieder zum Träumen.

Nicht selten hat Kindermusik ja einen gewissen Gute-Laune-Terror inne. Dabei mögen es auch kleine Leute zwischen Drei und Dreizehn die Seele baumeln zu lassen, auch mal den leisen Gedanken nachzuhängen oder sich zwischen Kindergartenaufregung und Spielplatzabenteuer einfach nur zu entspannen. Das ist die passende Playlist zum rumhängen und wegdösen.

Auch Eltern müssen die Beine hochlegen. Unbedingt sogar. Und das klingt bei uns zur Zeit ungefähr so:

Podcast & Playlists.  Hörbücher & Hörspiele.

Neben Musik gibt es natürlich noch allerlei andere hörenswerte Dinge. Nicht ganz neu, aber gut, ist etwa die Podcast-Reihe „The Writing on the Wall – A Piece of Work“, bei der Schauspielerin Amy Jacobson Kuratoren und Künstlern all jene Fragen zu moderner Kunst stellt, die man sich zwar denkt, aber dann doch nicht zu stellen traut. Auch die „Zeit Wissen“-Serie ist empfehlenswert, genauso wie  die „Modern Love“-Reihe des Time-Magazines: Schauspieler lesen zeitgenössische Literatur rund um das Thema Liebe, dabei sind da etwa Kate Winslet, Jake Gyllenhaal und Uma Thurman.

Darüber hinaus gibt es tatsächlich auch ein sehr großes Angebot an Hörspielen und Hörbüchern, das lohnt spätestens bei der nächsten langen Fahrt mit Auto oder Zug. Wir haben uns dafür schon mal dies und das abgespeichert. Insgesamt hat uns der Service ziemlich überzeugt. Und wenn ihr mehr wissen wollt, findet ihr auf der Deezer-Seite natürlich noch mal alle wichtigen Infos (Abo-Modelle, Preise, Inhalte) zum Dienst im Überblick.

P.S.: Wir aktualisieren unsere Playlists natürlich auch weiterhin!

Musik für Kinder. Playlist.

Bilder vom Wochenende: Eier, Farbe, Kuchen, Glück

Schöne Bräuche und neue Traditionen. Dieses Osterwochenende wurde wirklich ausgiebig zelebriert. Es wurde gemalt und spaziert, versteckt und gebacken, gespielt, gesucht und natürlich gefunden. Und dann alles wieder von vorne. Das schöne an Ostern ist, dass so viel sein kann, aber nichts muss. Wie Weihnachten, nur ohne Druck und Geschenkeberge. Vor allem aber – und das ist der Clou – mit diesem Versprechen von Frühling in der Luft.

Der Samstagmorgen startete wie gewohnt mit viel Kaffee und noch mehr Zeit.

Wenn man frühmorgens von diesen kleinen Blumenmädchen begrüßt wird, ist die Laune ganz automatisch gut. Klar, dass sie umgehend in einer Kinderhand landen und zahlreiche Abenteuer erleben.

Der Samstag steht an diesem Wochenende ganz im Zeichen des Sonntags. Als kleines Mitbringsel für die Oma werden also noch konzentriert einige Eier bemalt.

Schon seit Tagen und Wochen spricht das Kind davon, dass es sich eine Kamera wünscht. Kein Wunder, schließlich haben beide Elternteile mit gewisser Regelmäßigkeit eine in der Hand. Da trifft es sich gut, dass der Frühlingsputz am vergangenen Wochenende dieses schöne Modell zu Tage befördert hat. Und das gibt es jetzt auch (ganz ohne Osterkontext und einfach so), genauso wie allergrößte Begeisterung.

Am Nachmittag geht es raus. Wir spazieren durch den Prater und entdecken sattes grün. Endlich.

Die alte Trabrennbahn Krieau steht vor dem Abriss.

Am Abend backen wir dann noch das Hefegebäck für das Osterfrühstück. Wir sind im Ferienmodus, und kneten bis 22 Uhr entspannt vor uns hin. Schön ist das.

Das Kind backt nach dem Motto „Mut zum Mehl“ und wir formen Häschen, Kränzchen und Schnecken. Dafür folgen wir dem Rezept zum Osterkranz, nur die Backzeit wird auf 20 Minuten reduziert.

Sonntag. Sogar das Lego-Maxerl findet heute ein Ei.

Die Oma bringt noch mehr bunte Eier vorbei, die kurz darauf in der ganzen Wohnung versteckt werden. Die Suche macht so viel Spaß, dass sie gleich vier mal wiederholt werden muss.

Der Rest des Tages ist Essen. Ganz so wie es eben sein muss.

Die Oma hat nicht nur Eier, sondern auch Kuchen gebracht. Der schmeckt ganz ausgezeichnet und basiert auf diesem Rezept.

Und kurz vor Schluss werden wir auch noch mit diesem Sonnenuntergang belohnt. Ein rundum entspanntes und schönes Osterfest.

Noch mehr Wochenenden in Bildern gibt es bekanntlich auf Susanne Miraus Blog „Geborgen Wachsen„.

Dekoideen für Ostern.

Dekoideen: Blumenmädchen für den Ostertisch

Diese zauberhaften Blumenmädchen sind ratzfatz umgesetzt und sehen dabei auch noch entzückend aus. Perfekt also für alle, die auch in letzter Minute einen besonderen Festtisch schmücken wollen. Obendrauf haben wir noch mehr Deko-Ideen für Ostern gesammelt.

Die einfachsten Ideen sind bekanntlich die besten – auf diese kleinen Blumenmädchen trifft diese Regel jedenfalls zu. Alles was man braucht, sind Eier, Eierbecher, feinblättriges Blumenwerk und einen Filzstift.

Dekoideen für Ostern.

Was dann kommt, ist selbsterklärend. Trotzdem: Die Spitzen der Eier abschlagen, Eigelb und Dotter ihrem Schicksal zuführen (Kuchen? Omelett? Tortilla?) und die Schale vorsichtig und gründlich auswaschen. Die Blumen Eiergroß zuschneiden (das macht Kindern Spaß), die getrockneten Schalen bemalen, Blumen hineinstecken, mit Wasser befüllen, fertig.

Dekoideen für Ostern.

Wir haben uns ein bisschen umgesehen und noch viele andere schöne Ideen für den Ostertisch gefunden. Besonders gut gefallen uns ja diese gemusterten Eier von Julia vom Blog bildschönes. Die Muster erinnern an die japanische Sticktechnik Sashiko, aufgepinselt werden sie mit Kaffee.

(c) www.bildschoenes.blogspot.co.at

Anika vom Lavendelblog hat eine Anleitung für diese schlichten schönen Osterhasen aus Holzperlen:

(c) www.lavendelblog.de

Und das klassische Kresse-Ei macht sich nicht nur optisch nur ausgezeichnet auf dem Ostertisch, es schmeckt auch noch. Hier in einer Ausführung von Caro von Naturkinder:

(c) http://naturkinder.typepad.com

Origami für den Tisch. Für diesen tollen Hasen braucht man nichts als ein Blatt Papier. Die Faltanleitung gibt es bei feiertaeglich.

(c) www.feiertaeglich.de

Noch mehr Inspirationen haben wir  auf unserem Pinterest-Board zum Thema gesammelt. Schaut gerne auch dort vorbei!

osterdeko

 

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Farbe aus dem Küchenschrank, Teil 1: Ostereier färben mit Rotkraut

Farbe aus dem Küchenschrank, Teil 2: Ostereier färben mit Zwiebelschalen und Kurkuma

Empfehlungen: Links der Woche KW 13

Diese Woche dreht sich naturgemäß alles um Ostern – oder zumindest fast alles: Wir haben noch mehr Ideen zum Eier färben, kleine DIY’s für den Ostertisch und eine schöne Veranstaltung für die Ferienzeit. Außerdem: Eine neue Familienplattform, ein lesenswertes Interview zum Thema weibliche Sexualität und Geschlechternormen aus Kindersicht.

 

Bunte Eier. Wir haben vergangene Woche ja bereits mit Rotkraut, Zwiebelschalen und Kurkuma experimentiert und sind sehr glücklich mit den Ergebnissen. Caro vom Blog „Naturkinder“ hat sich den natürlichen Farben noch gewissenhafter angenommen und ihre Erkenntnisse in einem umfassenden Blogpost zusammengefasst. Von Holundersaft bis Avocadoschale, grünem Tee bis schwarzen Bohnen – hier findet man wirklich alles Wissenswerte rund um das Färben mit natürlichen Farben  auf einen Blick.

Ein Fest für Kinder. Kommenden Mittwoch begeht man auch in der Lauserpause beim Wiener Augarten das Osterfest. Gemeinsam wird gesucht, gemalt und gebastelt. Alle Infos gibt es hier. Um Anmeldung wird gebeten. 28. März, 15 – 18 Uhr, Nordpolstraße 4, 1020 Wien.

Gute Geschichten. Edition Eltern heißt eine neue Seite, auf der sich alles rund um das Thema Familie dreht. Die Bloggerinnen Halima Lohbeck (Mama Mia) und Anna Luz de Léon (Berlinmittemom) haben sich nämlich  zusammengetan um eine Plattform zu schaffen – eine Plattform für gute Geschichten. Ab sofort werden hier also lesenswerte Texte unterschiedlicher Autorinnen gebündelt.

Die Scham der Frauen. Weibliche Sexualität ist seit je her von Geboten, Verboten, Gewalt und Fremdbestimmung bestimmt. Sandra Konrad, Psychologin und Autorin, ist davon überzeugt, dass die neue Freiheit der Frau, so frei gar nicht ist, vielmehr hat sie viel mit Selbstbeherrschung und dem Druck alles „wollen“ zu müssen zu tun. Über ihr Buch „Das beherrschte Geschlecht. Warum sie will, was er will“, spricht sie in einem ausführlichen und lesenswerten Gespräch mit „Die Standard„.

Holz für den Tisch. Eine schöne Idee für zurückhaltende Oster-Deko gibt es auf dem Blog „Mei liabste Speis“. Cathy, die ihre Rezepte, DIY’s und schöne Bilder auch auf ihrem Instagram-Account teilt, hat ein Tutorial für Eierbecher und Osterkränze aus Holzperlen zusammengestellt. Spaß für Kinder (Perlenfädeln), Schönes für die Eltern.

 

Wissenschaftlerinnen aus Kindersicht. Dass sich in Sachen Frauenbild und Geschlechterwahrnehmung etwas tut, zeigt diese Studie: Der Psychologe David Miller wiederholte nämlich eine Versuchsreihe aus den Siebzigerjahren. Dabei wurden 4800 Volksschüler dazu angehalten Wissenschaftler zu malen – nur 28 dieser Wissenschaftler wurden damals weiblich dargestellt, also weniger als 1-Prozent. Bei der Wiederholung im Vorjahr waren es nun immerhin 28 Prozent. Mehr Details zur Untersuchung gibt es hier.

 

Die besten Kinderbücher des Jahres.

Was wir lesen: Die Bilderbücher des Jahres

Putzende Wölfe, neurotische Hasen, schlaflose Hunde. Diese Bücher gehören in jedes Kleinkind-Regal. Auch heuer wurden im Rahmen der Leipziger Buchmesse die Nominierungen für den Kinderliteraturpreis 2018 bekanntgegeben. Die Favoriten aus der Kategorie „Bilderbuch“ im Schnelldurchlauf.

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as Lesejahr ist offiziell eröffnet. Zumindest hat sich die Jury des deutschen Kinderliteraturpreises schon einmal über die besten Neuerscheinungen des Vorjahres beraten und eine Bestenliste zusammengestellt. Bis die Gewinner im Herbst in Frankfurt dann bekanntgegeben werden, kann also schon fröhlich vorgelesen werden. Hier die Nominierungen im Überblick:

Die besten Bilderbücher des Jahres. Ballonfahrt mit Hund.Aus einer anderen Zeit. Gemeinsam kann man die unglaublichsten Dinge schaffen. Fliegen zum Beispiel und Distanzen überwinden. Matthew Olshan, der übrigens auch für erwachsene Leser schreibt (Marshlands), nimmt uns mit in eine andere Zeit. Vor dem Hintergrund des ausgehenden 18. Jahrhunderts verfolgen der Engländer Jeffries und der Franzose Blanchard nämlich eine ziemlich abenteuerliche Idee: Sie wollen den Ärmelkanal mit einem Heißluftballon überqueren. Dass das nicht ohne Herausforderungen und die Bereitschaft über sich selbst hinauszuwachsen gelingt, liegt auf der Hand. Matthew Olshan, Sophie Blackall: Ballonfahrt mit Hund. Die (fast) wahre Geschichte der ersten internationalen Luftfahrt im Jahr 1785. (Deutsche Übersetzung: Leena Flegler) Gerstenberg Verlag, 15, 40 Euro.

 

Die besten Bilderbücher des Jahres. Grododo.Die Kunst Einzuschlafen. Der Held dieser Geschichte heißt zwar nicht Grododo, sondern Cäsar, wo die Irritation, fester Bestandteil der Erzählung ist, macht das aber nicht viel aus. Cäsar ist jedenfalls ein Hase mit Eigenheiten, so viel steht fest. Besonders wichtig sind ihm seine Einschlafrituale und die haben mit Pantoffeln, Wassergläsern und Gedanken an Monster zu tun. Als er eines Nachts immer und immer wieder aus dem Schlaf gerissen wird, geraten eben diese Rituale allerdings ziemlich durcheinander. Ein Buch, das Spaß macht, für die Jury sogar ein „rundum stimmiges Bilderbuchkunstwerk“. Michaël Escoffier, Kris Di Giacomo: Grododo. (Deutsche Übersetzung: Anna Taube), Carlsen Verlag, 15, 50 Euro.

 

Die besten Bilderbücher des Jahres. Die verflixten sieben Geißlein.Putzen aus Verzweiflung. Der Anfang erinnert noch an das Grimm’sche Märchen. Mit einer List versucht der Wolf die sieben kleinen Geißlein in eine Falle zu locken: Er verkleidet sich als Ziegenmutter und klopft an die Tür. So weit, so bekannt. Doch mit dem Eintritt ins Ziegenuniversum gerät die Geschichte in eine sympathisch-amüsante Schieflage. Im Ziegenhaus herrscht nämlich ein derartiges Chaos, dass der Wolf die kleinen Geißlein einfach nicht finden kann. Er stolpert über Unrat, greift in undefinierbar Klebriges und fängt vor lauter Orientierungslosigkeit erstmal zu putzen an. Ein humoriges Messie-Märchen, sozusagen. Sebastian Meschenmoser: Die verflixten sieben Geißlein. Thienemann Verlag, 13, 40 Euro.

 

Die besten Bilderbücher des Jahres. Ballonfahrt mit Hund. Wazn Teez.Sprechen Sie insektisch? Dieses außergewöhnliche Bilderbuch könnte beim Erlernen jedenfalls hilfreich sein. Reduzierte Bildsprache und knappe Dialoge bieten Platz für unterschiedlichste Handlungsstränge, einzelne Insektenschicksale, die alle mit dem Lebenszyklus einer Pflanze verbunden sind. Es geht um Libellen und Käfer, ums Werden und Wachsen, ums Sein und Vergehen. Die besonderen Sprachspiele funktionieren auch in der deutschen Übersetzung und die Geschichte selbst macht Lust auf Frühling, Garten und Naturgewusel. Carson Ellis: Wazn Teez? (Deutsche Übersetzung: Jess Jochimsen, Anja Schöne) Nordsüd Verlag, 16, 50 Euro 

 

Die besten Bilderbücher des Jahres. Der siebente Bruder.Von Trollen und Prinzessinnen. Erzählt wird ein klassisches, norwegisches Märchen mit großem Personal (sieben Brüder, sieben Prinzessinnen, ein Troll, ein Pferd, ein Elefant, ein Wolf, eine Krake, viele Geister), gestaltet als moderne Graphic Novel. Es ist ein Herz, das unser Held finden muss, zumindest, wenn er seine Brüder retten will und damit automatisch auch den Troll. Die einzelnen Protagonisten sind mit charmanten Charaktereigenschaften ausgestattet, die ausufernde Bildsprache ist für einige Spannungsmomente verantwortlich. Øyvind Torseter: Der siebente Bruder oder Das Herz im Marmeladenglas. (Deutsche Übersetzung: Maike Dörries), Gerstenberg Verlag, 26, 80 Euro.

 

Die besten Bilderbücher des Jahres. Schläfst du?Kein Schlaf im Stockbett. Es ist der dritte Teil aus der Hundebande-Serie der französischen Autorin und Illustratorin Dorothée de Monfreid. Diesmal dreht sich alles rund um den lieben Schlaf oder besser um das, was so oft davor kommt. Der Schluck Wasser, das Wälzen, das Kuscheln und Vorlesen. Wer schläft, wird dabei wach, wer wach ist, schläft irgendwann doch ein. Nur das Wie und das Wo stehen auf einem anderen Blatt. Ein lustiges Gekletter und Geschnarche im Hundekinderzimmer für kleine Kinder ab zwei Jahren. Dorothée de Monfreid: Schläfst du? (Deutsche Übersetzung: Ulrich Pröfrock), Reprodukt, 14, 40 Euro.

 

Wochenende in Bildern: 17. und 18. März

Das perfekte Wochenende. Wir waren beim Minimarkt, haben uns an den (letzten?!) Schneeflocken des Jahres gefreut und natürlich gemalt, geschnipselt, gelacht und ziemlich viel gegessen.

Kalkuliertes Chaos und die übliche Trödelei bestimmen den Samstagvormittag. Unser Haustiger schleppt das gesamte Hab und Gut einmal auf die eine Seite der Wohnung, dann wieder auf die andere. Unterdessen gibt es Frühstück und viel, viel, viel Kaffee.

Ein paar obligatorische „Noch-nicht“’s und eine ordentlichen Ration Obst und Honigbrot später verlassen wir die Wohnung.

Wir besuchen den Minimarkt im Wiener Museumsquartier. Und spätestens jetzt erweist sich unsere morgendliche Langsamkeit als Segen. Denn der erste Trubel ist von der allgemeinen Mittagsruhe unterbrochen und wir können ganz entspannt durch die Gänge flanieren. Unter dem Motto „Freche Früchtchen“ zeigen hier insgesamt 55 Aussteller Schönes für Kinder.

Große Wobbelboard-Liebe am Hasel und Gretel-Stand und auch viele andere Dinge gefallen uns gut. Schöne Kleidung von Lili Marleen, Goldkind und Babyzeit etwa, außerdem die tollen Matrosenanzüge vom feschen Ferdl und die Tragehilfen von kindsknopf. Auch ein Highlight: Ein Woom-Rad darf Probegeschoben werden.

Nach dem Markt ist vor dem Übermut. Ich ziehe am Samstagnachmittag allein mit einem müden, hungrigen, (aber eh zufriedenen) Kind an den Serviceschalter bei Saturn. Das Projekt verläuft überraschend entspannt (nur 15 Minuten Wartezeit und ein freundliches Rollermädchen, das uns ausgezeichnet unterhält)  und der Blick über die angeschneite Stadt versöhnt ohnehin mit allem.

Daheim wird noch gekocht, es gibt Linsensuppe.

 

Sonntag. Ich freue mich ja immer an unseren Blumen, an diesem Wochenende aber ganz besonders.

Am Morgen wird erstmal ein bisschen aufgeräumt, dann folgt die Belohnung in Form von Frühstück.

Das Kind backt seinen ersten Marmorkuchen unter Supervision und ist mit der Teigprobe immerhin schon einmal zufrieden.

Da der Winter ein nasskaltes Comeback feiert, verbringen wir den Rest des Tages ohne Plan, dafür mit Schere, Stift und Papier am Tisch.

Such den Fehler. Erst staubsaugen, dann Stifte spitzen.

Spontanes Hasenohren-Gebastel. Man ignoriere die Proportionen.

Der Kuchen ist gelungen. Der Rest vom Wochenende auch.

Noch mehr Wochenenden in Bildern gibt es bekanntlich auf Susanne Miraus Blog „Geborgen Wachsen„.

Wien mit Kind. Schmetterlingshaus.

Schmetterlingshaus: 365 Tage Sommer

Wien mit Kind.  Ob Klassiker oder Geheimtipp, alteingesessene Institution oder Neueröffnung – wir nehmen euch mit an unsere Lieblingsorte. Teil 1: Das Schmetterlingshaus.

Es gibt einen Ort, der wie ein Pausenknopf für Minusgrade wirkt. Einen Ort, der nach Urlaub riecht und an dem immer T-Shirt-Wetter ist. Immer dann, wenn die Sonnen-Sehnsucht also besonders groß wird und der Winter extra grau wirkt, statten wir eben diesem Ort einen Besuch ab: Dem Schmetterlingshaus im Wiener Burggarten, nämlich.

Wien mit Kind. Schmetterlingshaus.

Es ist gar nicht groß, auch nicht spektakulär, trotzdem aber eine kleine Oase inmitten der Stadt.

Wien mit Kind. Schmetterlingshaus.

Tropisches Klima trifft auf Jugendstil-Architektur, Kinderlachen auf Touristen-Trubel.

Wien mit Kind. Schmetterlingshaus.

Rund 500 Schmetterlinge leben hier. Raupen und Puppen kann man genauso begutachten, wie das geschlüpfte Getier, das sich an Äpfeln, Bananen und Birnen labt.

Wien mit Kind. Schmetterlingshaus.

Drinnen ist es warm, selbst wenn es draußen kalt ist.

Wien mit Kind. Schmetterlingshaus.

Schmetterlingshaus im Burggarten.
Burgring. Wien 1.  www.schmetterlingshaus.at
Öffnungszeiten: November bis März (Winter): Mo – So: 10 Uhr bis 15. 45 Uhr
April bis Oktober (Sommer): Mo – Fr: 10 Uhr bis 16.45 Uhr, Sa, So & Feiertage: 10 Uhr bis 18. 15 Uhr

Empfehlung: Links der Woche KW11

Neues von den Juno-Machern, kompetente Kinder, Tafelgut, Termine. Die wichtigsten Netzfunde der Woche im Schnelldurchlauf.

Mutterschaft im Kino. Jason Reitman und Diablo Cody, das kongeniale Duo hinter Juno (bei uns läuft der Soundtrack noch immer) und Young Adult, kommen dieses Frühjahr mit einer anrührenden Komödie rund um das Thema Mutterschaft zurück. Die ersten Trailer sind nun zu sehen und man nimmt Charlize Theron die Rolle der erschöpften Mutter jedenfalls augenblicklich ab. Man darf gespannt sein.

Für den Ostertisch. Schöne Stücke für die Festtafel gibt es bei Loretta Cosima. Unter anderem von ByMay (Silikonuntersetzer) Hübsch Interieur (Vasen, Besteck), House Doctor (Kaffeekanne, Zuckerdose), Hollyaroh (Keramik), Blafre (Edelstahlflaschen), Fraulein Filz (Häkeleier) und Loretta Cosima (Flaschenöffner). Noch mehr tolle Dinge gibt es natürlich vor Ort.  Loretta Cosima. Garnisongasse 7, 1090 Wien.

Auf Augenhöhe. Auf ihrem Blog „Geborgen Wachsen“ widmet sich Susanne Mirau dieser Tage dem Themenfeld „das kompetente Kind“ und findet gewohnt klare Worte dafür, warum es nur gut sein kann, wenn sich Kinder ausprobieren können, Aufgaben meistern dürfen und (wo es eben geht) selbst entscheiden dürfen. Etwa, ob ihnen warm oder kalt ist. 

Schöne Schalen. Wir kriegen nicht genug von Teller und Tassen. Deswegen noch ein Tipp für schöne Tischwaren. Die niederländische Keramikerin Frederika Zomerman schafft ganz besondere Einzelstücke. Einen Überblick gibt es etwa hier.

Mitmach-Aktion. In „Malalas magischer Stift“ erzählt Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousefzar ihre Geschichte nach. Sie träumt von einem „magischen Stift“ mit dem sie sich die Welt so malen könnte, wie es ihr gefällt, um dann zu merken, dass sie mit einem Stift tatsächlich Dinge ändern kann – mit der Kraft der Worte nämlich. Anlässlich der Neuerscheinung stellt der Verlag nun die Frage in den Raum „Was würdest du mit einem magischen Stift machen?“ und ruft Kinder dazu auf, eine Antwort zu zeichnen. Die Bilder können bis 30. Juli 2018 an presse@nord-sued.com gesendet werden. Alle Einsendungen werden im Herbst 2018 an Malala übergeben und ein kleines Dankeschön gibt es auch. Mehr Infos gibt es hier.

Pflanzen für die Stadt. Kommende Woche findet der  „Urban Gardening Market“ in Wien Mitte statt. Da gibt es nicht nur allerlei Frühlingshaftes für Balkon, Fensterbank und Garten, sondern freitags und samstags vor allem auch verschiedene Kinderworkshops (Origamihasen zum Ausblasen, Origami Eierbecher, Servietten Falttechniken). 19. bis 24. März, 9 bis 20 Uhr: Urban Gardening Market, The Mall, Wien Mitte.