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Baby Led Weaning: Hirselaibchen mit Süßkartoffelpommes

Baby Led Weaning: Hirselaibchen mit Süßkartoffelpommes

Von diesem Rezept haben schon die Allerkleinsten etwas. Hirse eignet sich gut für Essanfänger, denn sie liefert besonders viel Eisen und ist leicht verdaulich. Süßkartoffelpommes aus dem Rohr und selbstgemachtes Ketchup überzeugen auch den Rest der Tischgesellschaft.

E

s riecht nach Frühling. Bald werden die Tage wieder vor allem draußen stattfinden. Diese Hirselaibchen können gut vorbereitet werden, schmecken auch kalt und eignen sich so auch gut für ein gesundes Mittagessen unterwegs. Zuhause am Tisch serviert man sie aber am besten mit  Süßkartoffelpommes und einem selbstgemachtem Ketchup ohne raffinierten Zucker.

Baby Led Weaning: Hirselaibchen mit Süßkartoffelpommes

Zutaten für die Hirselaibchen:

  •  110 g Goldhirse
  • 35 g Dinkelvollkornmehl
  • 20 g Haferflocken
  • 80 g geriebene Zucchini
  • 4 EL Tomatenmark oder frische Tomaten
  • 1 Ei
  • 70 g Schafkäse (optional)
  • Oregano
  • Salz und Pfeffer (optional)

Zutaten für die Süßkartoffelpommes:

  • 3 Süßkartoffeln
  • 4 EL Sonnenblumenöl
  • Salz (optional)

Zutaten für das Ketchup: 

  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Sonnenblumenöl
  • 1/2 Apfel
  • 3 getrocknete Marillen
  • 50 ml Trauben Balsam Essig
  • 300 ml Wasser
  • 150 g Tomatenmark

Baby Led Weaning: Hirselaibchen mit Süßkartoffelpommes

Hirse mit Wasser bedecken und weich kochen. Hirse abkühlen lassen. Zucchini und Ei zu den Hirsen mischen. Haferflocken und Mehl nach und nach einrühren. Schafkäse klein schneiden oder mit den Händen zerbröseln. Statt Schafkäse kann auch jeder andere Käse verwendet werden oder man lässt ihn ganz weg. Oregano dazu mischen und wer möchte noch ein wenig Salz und Pfeffer. In etwas Sonnenblumenöl bei mittlerer Hitze rausbraten.

Baby Led Weaning: Hirselaibchen mit Süßkartoffelpommes

Die Süßkartoffeln in gleichmäßige Streifen schneiden und gut mit dem Sonnenblumenöl vermischen. Auf dem Backblech verteilen und bei 200 Grad Umluft ca. 45 Minuten backen. Zwischendurch wenden, wenn sich die Spitzen braun färben sind sie fertig!

Für das Ketchup die Zwiebel und den Knoblauch klein schneiden und in dem Sonnenblumenöl lange anbraten. Den Apfel und die Marillen klein schneiden. Die Zwiebel mit Essig ablöschen. Restliche Zutaten hinzufügen. Bei geringer Hitze, ohne Deckel, köcheln lassen. Immer wieder umrühren, bis alles gut eingekocht ist. Pürieren und noch heiß in drei kleine ausgekochte Gläser füllen oder gleich servieren!

Baby Led Weaning: Hirselaibchen mit Süßkartoffelpommes

Wohin in Wien: Bayrle auf der Spur

Wohin in Wien: Bayrle auf der Spur

In der laufenden Schau „Wenn etwas zu lang ist – mach es länger“ widmet sich das MAK dem Schaffen von Thomas Bayrle. Seiner Kunst des Verwebens, Verwickelns und Verdichtens können sich Kinder nun im Rahmen eines Workshops annähern.

Er stapelt, schichtet, webt und wickelt. Durch die Verbindung dessen, was sich auf den ersten Blick widerspricht, werden Zusammenhänge sichtbar, hörbar, spürbar. Miniaturen werden zu Ornamenten, vieles zu Einem. Die Rede ist von Thomas Bayrle, 80 Jahre, deutsches Gesicht der Pop-Art.

Im MAK sind schon seit dem Vorjahr seine „Superformen“ zu sehen, Collagen des Alltäglichen. Drucke, Teppiche, Gebilde. „Ich liebe die Monotonie, und die Langeweile und auch die Massenproduktion“, sagte Bayrle selbst einmal, und lässt mittels Handwerkskunst an Industrie denken, perfektioniert im Einzelstück die Kunst der Wiederholung.

Er inszeniert also eine Art „soziale Fabrik“, die Bestandteile sind Autos, Daten, I-Phones, Alltagsgegenstände. Unter dem Motto „Stau auf der Autobahn“ findet nun ein Workshop der Reihe MAK4Family statt, dabei wird nicht bloß die Schau kindgerecht erklärt, sondern im Anschluss an die Führung vor allem selbst Hand angelegt. Inspiriert von den Bayrleschen Superformen können die Kinder dabei flechten, binden, bauen, die Materialien sind Karton, Papier und Schnur.

Tipp:
MAK Säulenhalle. Workshop im Rahmen der Ausstellung: Thomas Bayrle: „Wenn etwas zu lang ist, mach es länger.“ SA, 24.03.2018, 14 Uhr. Stubenring 5. Anmeldung erforderlich.

Wochenende in Bildern.

Wochenende in Bildern: 10. und 11. März

Manchmal sind Pläne nur dazu da, über Bord geworfen zu werden. Rumhäng-Zeit statt Kinder-Rock und endlich, endlich Sonne. Das war unser Wochenende in Bildern.

Wochenende in Bildern. Frühling auf dem Tisch.

Eigentlich hätte an dieser Stelle ja ein kleiner Bericht vom neuen Donauhof und dem  Gastspiel von Kinderrockstar Matthäus Bär stehen sollen, schließlich ist das Kind ja Fan. Auch der große Stocksale Kindersachen fand statt, genauso wie die Designmesse Edelstoff. Stattdessen haben kurz vor Winterschluss noch einmal Schnupfen, Husten & Konsorten angeklopft und wir sind es doch (wieder) lieber ruhig angegangen.

Wochenende in Bildern.

Der Vormittag dauerte also bis zum späten Nachmittag und wir haben uns die Zeit mit ein paar praktischen Ostervorbereitungen vertrieben. Wir haben bereits letztes Jahr mit Rotkraut gefärbt, diesmal aber gleich drei Varianten des Suds angesetzt (pur, mit Backpulver, mit Apfelessig).

Wochenende in Bildern.

Weil die Frühlingssonne gar so offensichtlich durchs Fenster schien, ging es dann doch noch nach draußen und wir spazierten durch die Wiener Stadtgärten rund um Hofburg und Burgtheater.

Wochenende in Bildern. Wohin in Wien.

Der Himmel über der Stadt.

Wochenende in Bildern.

Wochenende in Bildern.

Sonntag. „Ist das der Frühling?“, will das Kind wissen, und nach dem Familienfrühstücksritual hält uns dann endlich nichts mehr drinnen. Auch der Rest der Stadt ist auf den Beinen, fährt verstaubte Fahrräder aus und bevölkert die hastig geöffneten Schanigärten.

Wochenende in Bildern.

Selten wartet man so fröhlich fünfzehn Minuten auf einen Sitzplatz und weitere 20 auf die Getränke.

Wochenende in Bildern.

Und dann noch Eis, Matcha und Schokolade, nämlich.

Wochenende in Bildern.

Noch mehr Wochenenden in Bildern gibt es bekanntlich auf Susanne Miraus Blog „Geborgen Wachsen„.

Gerichte für Frauen: Kochen nach dem Zyklus

Der weibliche Zyklus ist nach wie vor jeder Menge Tabus unterworfen. Denn obwohl die Menstruation Grundlage von Fruchtbarkeit und Fortpflanzung ist, hat sie für viele vor allem mit Unwohlsein und Unbehagen zu tun. Dass das nicht sein muss, zeigt nun ausgerechnet ein Kochbuch.

Eine blutende Frau an Bord bringt Unglück, heißt es in Seemannskreisen. Noch heute schließen nicht wenige Kulturen menstruierende Frauen rigoros vom gesellschaftlichen Leben aus und eine Umfrage aus dem Vorjahr zeigt, dass die Regelblutung auch hierzulande nicht den besten Ruf hat: 60 Prozent der befragten Mädchen zwischen 13 und 17 Jahren bewerten die Menstruation da als negativ. Auf diesen Fakten bauen die Autorinnen Andrea Haselmayr, Verena Haselmayr und Denise Rosenberger ihr neues Kochbuch „Eat like a Woman“ auf. Dabei ist das Buch mehr als eine Rezeptsammlung, es ist eine Hommage an die Frau und würdigt die Höchstleistung, die ihr Körper Monat für Monat, Jahr für Jahr leistet. Die Autorinnen nähern sich dem Thema ausgehend von ihren persönlichen Erfahrungen und die sind so unterschiedlich, wie beispielhaft für die Erfahrungen vieler Frauen.

Wer blutet, ist schmutzig. Wer nicht blutet, keine richtige Frau. Die Blutung ist stets zu stark oder zu schwach, sie wird verflucht oder herbeigesehnt, wirklich angenommen, wird sie dabei nur selten. Weil man am besten gar nicht über sie spricht, gibt es unzählige Codewörter – die Tage, Periode, die Regel, – schlimm – Erdbeerwoche oder – noch schlimmer – der Besuch der roten Tante. „Eat like a Woman“ fordert die Leserin nun dazu auf, den eigenen Zyklus bewusst wahrzunehmen, dem eigenen Frausein einen Platz im Alltag einzuräumen – und damit eben auch in der Küche.

Nährend: Hirseporridge. © Lukas Lorenz/Brandstätter Verlag

Basis des Buches ist dabei eine knappe, aber verständliche Einführung in die wichtigsten körperlichen Abläufe, das Zusammenspiel der Sexualhormone und ihren Einfluss auf das allgemeine Wohlbefinden. Dabei unterscheiden die Autorinnen zwei grundlegende Phasen, nämlich die Zeit des Aufblühens (letzter Tag der Menstruation bis Eisprung) und die Zeit des Loslassens (Nach dem Eisprung bis zum Ende der Menstruation) und weisen ihnen Nahrungsmittel und Speisen zu, die nähren, ausgleichen und unterstützen.

Das feminine Brot besteht aus vielen Nüssen, Kernen, Samen. © Lukas Lorenz/Brandstätter Verlag

Die Autorinnen haben Rezepte für ansprechende, leichte und praktische Gerichte zusammen gestellt. Bohnenburger mit Brombeersenf, Mohnpfannkuchen mit Zwetschgenkompott oder Linsenbraten mit Kräuterpüree – die Auswahl macht Lust darauf mal etwas Neues auszuprobieren, eine ausführliche Kräuterkunde stellt darüber hinaus „Frauenkräuter“ in den Mittelpunkt. Vermittelt wird auf gut 230 Seiten jedenfalls vor allem eines: Auf sich selbst zu achten. Und dem eigenen Wohlbefinden Stellenwert einzuräumen. Und das ist eine Lektion, die zu lernen in jedem Fall lohnt.

Andrea Haselmayr, Verena Haselmayr, Denise Rosenberger:
Eat like a Woman. Brandstätter Verlag, 28 Euro.

 

Empfehlung: Links der Woche KW10

Es gibt einen Gender Sleep Gap, Musik für Kinder kann manchmal auch was für Eltern sein und Kartons können ein zweites Leben haben. Unsere Netzfunde der Woche.

 

Frauen schlafen weniger. Das Phänomen des Gender Pay Gap ist ja leider wohl bekannt. Aber wusstet ihr, dass es auch einen Gender Sleep Gap gibt? Vermutet haben wir das ja schon die längste Zeit, jetzt wurde beim jährlichen Kongress der American Academy of Neurology’s eine Studie präsentiert, laut der nur 48 Prozent aller befragten Mütter auf sieben Stunden Schlaf oder mehr pro Nacht kommen. Darüber hinaus wurden ältere Ergebnisse zum Thema Schlaflosigkeit bestätigt, nach der Schlaflosigkeit bei Frauen (57 Prozent) etwas öfter vorkommt als bei Männern (51 Prozent). Das Onlinemagazin „Motherly“ berichtet ausführlicher.

Kinderhits, Elternhits. Matthäus Bär versucht hierzulande den schlechten Ruf von Kindermusik zu retten und tut dies  mit leichtem Augenzwinkern, guter Laune und akuter Ohrwurmgefahr („Ich will ein Eis“!). Dieses „They Shoot Music“-Video ist zwar nicht neu, aber gut. Und kommenden Samstag kann man ihn auch live sehen. beim Business Riot Brunch im Donauhof nämlich.

Spielen mit Kartons. Mit ihren bunten Stickern verwandelt Barbara Höller von Badala Stickers schon seit geraumer Zeit Pappkartons in schönes Spielzeug. Das macht Spaß und schenkt Altpapier ein zweites Leben. Nun hat sie neue Sticker entworfen, die Produktion der neuen Serie soll mit einer Crowdfunding-Kampagne finanziert werden und für die Unterstützer gibt es schöne Dankeschön-Pakete.

Kochen, im Einklang mit der Natur.Fox meets Bear“ – den Instagram-Account von Johnna Holmgren haben wir an diese Stelle schon einmal vorgestellt. Jetzt bringt Holmgren ein Kochbuch heraus und das sieht aus, wie eine wunderschöne Verlängerung der Fox meets Bear-Welt ins heimische Küchenregal. „Tales of a Forager’s Kitchen“ kann man hier auch vorbestellen.

Kinderyoga. Gemeinsam mit Kindern macht Yoga auch Spaß. Das Mothermag zeigt 15 Posen, die sich dafür besonders gut eignen.

Die Papa-Perspektive. Wenn sich Paare ein Kind wünschen, dieser Wunsch aber unerfüllt bleibt, ist das für alle Beteiligten schwer. Es ist ein Thema mit vielen Tabus, gerade die Vater-Perspektive wird dabei so gut wie nie gehört. Auf seinem Blog „Vaterwunsch“ teilt Johannes Richter seine Erfahrungen rund um Hoffnung und Enttäuschung. Der WDR besuchte ihn für einen Beitrag.

Wochenende in Bildern: 3. und 4. März

Das erste Märzwochenende ist wie ein erstes zartes Versprechen auf Frühling. Mit Plusgraden, Ostervorbereitungen, Tulpen.

Wie jede Woche gehen wir den Samstag langsam an. Sehr langsam. Nach einer durchgetakteten Woche gibt es einfach nichts schöneres als diese Pyjamastunden, in denen nichts passiert und gleichzeitig so viel.

Wochenende in Bildern.

Eine Familie und ganz verschiedene Geschmäcker.

Wochenende in Bildern.

Weil wir Mitleid mit den weichen Äpfeln haben, beschließen wir einen kleinen Kuchen zu backen. Das trifft sich gut, denn der Kindergarten hat über das Wochenende leergeblasene Eier für das anstehende Osterprogramm geordert. Eier ausblasen ist gar nicht so einfach und erfordert vor allem Geduld. Der Retter in der Not ist der Nasensauger, der kurzerhand umfunktioniert wird. Oder gibt es noch bessere Tricks?

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Der Apfelkuchen hat noch Haferflocken-Streusel abbekommen und schmeckt. Wir beschließen das Haus doch noch zu verlassen.

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Die Kaffeehauskette Aida ist eine Wiener Institution. Jede Filiale hat ihren ganz eigenen Charakter und trotz Tiefkühltorten und Franchise-Konzept haben wirklich alle Charme. Hier in der Nussdorferstraße bekommt man zum Kaffee gleich eine Zeitreise in die 50er Jahre geschenkt.

Wochenende in Bildern.

Sobald die Sonne untergeht, wird es so richtig kalt. Wir drehen trotzdem noch eine Runde auf dem Spielplatz.

Wochenende in Bildern.

Der Sonntag startet, wie der Samstag, im Schneckentempo. Dazu gibts gute Musik und eine gehörige Portion Kaffee.

Mittagessen. Auch wenn das hier am Blog vielleicht nicht immer so aussieht, wir tappen – vor allem unter der Woche – regelmäßig in die Butterbrot-Nudel-Spiegelei-Falle. Weil es wieder einmal schnell gehen muss oder abends einfach die Kraft zum Schnipseln und Dünsten fehlt.  Das ist per se auch nicht schlimm, trotzdem wird das Bedürfnis nach einer etwas ausgewogeneren Kost gerade wieder etwas lauter. Muss am Frühling liegen. Ich habe es ja auch schon mit dem Projekt Wochenplan funktioniert, aber einfach nicht durchgehalten. Jetzt wird hier ein neuer Ansatz verfolgt: Am Anfang der Woche werden verschiedene Beilagen vorbereitet, die 1. eine Weile halten, 2. gut zu kombinieren sind und 3. kalt oder warm gegessen werden können. So kann man immer etwas aus dem Kühlschrank holen, rasch Tofu, Ei oder Halloumi abbraten und fertig ist das Abendessen. Außerdem werden automatisch weniger Lebensmittel weggeschmissen. Soweit der Vorsatz. Letzte Woche hat das ganz gut geklappt,  mal sehen wie es weitergeht. (Wollt ihr hier vielleicht mal einen Beitrag dazu lesen, z.b. 5 unkomplizierte Beilagen, die auch am dritten Tag noch schmecken?)

Süß geht immer. Am Sonntag hatten wir Freunde zu Besuch, ein schöner Anlass die Kieffer’schen Cookies vorzubereiten.

Die Freuden des Freispiels. Die Brio-Eisenbahn wird in zweiter Generation bespielt und sorgt immer noch für stundenlangen Spielspaß. Das Klopapier spielt übrigens eine wichtige Rolle und stellt eine Achterbahn dar.

Und schon ist das Wochenende wieder um und der Vorsatz, die Ruhe vom Wochenende ein Stück weit mit in die kommende Woche zu nehmen, (wieder einmal) gefasst.

Empfehlung: Links der Woche KW09

Salziges Karamell, ein Tisch zum Spielen, schöne Worte und vieles mehr. Das sind unsere Netzfunde der Woche.

Thema Vereinbarkeit. Im Rahmen des Business Riot Festivals findet kommende Woche ein Podiumsgespräch zum Thema „Beruf und Vereinbarkeit“ statt. Dabei unterhalten sich Gerlinde Hauer von der Arbeiterkammer Wien, Florian Pümpel, ein Vater mit Karenzerfahrung, Jasmin Roth vom Design Studio Cin Cin Vienna und Eva Zehetner, Personalerin bei Telekom Austria. Initiert wurde die Veranstaltung von „Karriere unter Umständen„.

Gute Geschichten. Gerade wenn es draußen kalt und ungemütlich ist, kann man es sich zuhause gut mit einem Hörspiel gemütlich machen. Bei NordSüd gibt es die Hörfux-Reihe gratis zum Download. Dazu gehören etwa die Geschichten rund um den kleinen Eisbär Lars und jene vom Regenbogenfisch.

Süß und salzig. Rund um das Thema Wohlgefühl dreht es sich bei „Hej Hygge“. Und mit diesem Rezept für Salzkaramellen gelingt das besonders gut.

Kickstarter-Kampagne. Es geht ganz schnell und Stifte, Spielzeug & Co sind in der ganzen Wohnung verteilt. Diese Produktentwicklung aus Italien ist natürlich auch keine Garantie dafür, dass sich das ändert, das Konzept ist aber interessant: Der MUTable ist eine Art Spieltisch, bei dem die Platte  je nach Aktivität getauscht werden kann. Eignet sich zum Malen, Basteln, Lego bauen, Puppenhaus spielen und und und. Durch eine Öffnung in der Mitte des Tisches lässt sich außerdem spielend leicht aufräumen.

Gut verpackt. Brot wird immer viel zu schnell hart. Am besten funktioniert die Lagerung jedenfalls im Leinensack. Sieht auch am schönsten aus, vor allem, wenn der Brotsack von Gabrielle von „Thanks.ma“ kommt.

Schön gesagt. Viele von uns sind einfach zu streng mit sich und blockieren sich mit unrealistisch hohen Ansprüchen, anstatt die Dinge (und sich selbst) einfach mal anzunehmen wie sie sind. Biegt man wieder einmal geradewegs in die dunkle Gasse Namens Unzufriedenheit und Selbstzweifel ein, helfen diese schönen Worte von Julia vom Blog Sinn Impuls.

 

Nachgekocht: Pizza zum Frühstück

Alle lieben Pizza. Foodbloggerin Eva Fischer verpasst dem runden Teigstück nun ein Superfood-Update und das gelingt auf weiten Strecken tatsächlich ziemlich gut.

Pizza ist Wohlfühlessen, schmeckt vom Couchtisch, wie von der großen Tafel und kommt in der Regel bei der ganzen Familie gut an. Eva Fischer ist Foodbloggerin, die Liebe zum Essen trifft bei ihr allerdings auf eine Glutenunverträglichkeit, was die ganze Sache komplizierter, aber auch ein Stück weit interessanter macht. Wenn sich Fischer nun mit dem Konzept Pizza beschäftigt, muss sie also neue Zugänge finden. Ganz neue Zugänge.

Herzstück ihres neuen Kochbuchs sind die Grundteige für ihre Pizzavarianten, die funktionieren auf Basis von Blumenkohl, Reis, Hirse, Quinoa, Mais und Buchweizen. Auch darüber hinaus hat sie ein paar gute Ideen, etwa jene für die Frühstückspizza, die wir als Haferflockenfans natürlich sofort nachgebacken haben und die bei allen am Tisch wirklich gut angekommen ist.

Auch der Blumenkohlteig wurde ausprobiert und mit cremigem Erbsenhummus kombiniert. Das Ergebnis war sehr gut, nur: das Pizzagefühl stellt sich nicht wirklich ein. Der Teigling ist eher mit einer Tortilla vergleichbar – nur eben mit Blumenkohl statt Kartoffeln.

So sieht ein Teig auf Basis von Blumenkohl, Käse und Eiern aus.

Generell gilt: Nicht alles, was man belegen kann, ist eine Pizza – Pancakes mit Topping, gefüllte Zuchini, Salatschiffchen oder Wassermelonen in Scheiben fallen ein wenig aus dem Genre.

Das macht aber nichts, das Buch ist jedenfalls eine Empfehlung wert. Viele Rezepte eignen sich ganz wunderbar für die Familienküche und die Frühstückspizza mit Himbeermus macht nicht nur glücklich, sie ist sogar Baby Led Weaning-tauglich (da die Leinsamen bereits aufgequollen sind, sollte es tatsächlich auch für die allerkleinsten kein Problem sein). Sie funktioniert so:

Zutaten: 

  • 2 Äpfel
  • 200g Haferflocken
  • 2EL Leinsamen, geschrotet
  • 2ELKokosblütenzucker (optional)
  • 150g Himbeeren
  • 2 ELschwarzer Sesam
  • 1 Banane
  • 100g griechischer Yoghurt (haben wir weggelassen)
  • Abrieb einer unbehandelten Zitrone
  • 1 EL Kokosflocken

Zubereitung:

Laut Rezept sollten die Äpfel geschält, geachtelt, entkernt und dann mit 200 ml Wasser in einem Topf erhitzt werden. Nach etwa 6 Minuten können die Apfelstücke dann mit dem Pürierstab zu Mus verarbeitet werden. Wir hatten ein offenes Apfelmus im Haus, das noch verbraucht werden musste, deswegen habe ich das genommen. Etwa 300ml.

Dann die Haferflocken in den Mixer geben und zu Mehl verarbeiten. Die Leinsamen mit 6 EL Wasser vermengen und ein wenig quellen lassen. Backofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Dann Haferflockenmehl mit Apfelmus und Leinsamen vermengen und mit den Händen zu einem Teig verkneten. Falls der Teig zu klebrig wird einfach noch ein wenig Wasser hinzugeben. Den Teig dann auf einem mit Backpapier belegten Blech zu einem Kreis ausstreichen und im Ofen etwa 20 Minuten auf der mittleren Schiene goldbraun backen.

Währenddessen können die Himbeeren mit einem Pürierstab zu Mus püriert und die anderen Toppings vorbereitet werden. Ich habe übrigens tiefgefrorene Biohimbeeren genommen, auch das geht gut.

Den fertiggebackenen Teig schließlich mit dem Himbeermus bestreichen und nach Lust und Laune belegen. Fertig ist das Frühstückspizza-Vergnügen.

Eva Fischer: Pizza ohne Reue, Brandstätter Verlag, 21,90 Euro.

 

Brendan Wenzel: Alles eine Frage der Perspektive

Es braucht nicht unbedingt viele Worte, um große Wahrheiten zu vermitteln. Das zeigt auch das neue Bilderbuch von Autor und Illustrator Brendan Wenzel, der zurzeit geradezu hymnisch besprochen wird – zu recht. Ein Buchtipp.

E

r wird mit Eric Carle verglichen, mit allen möglichen Preisen bedacht, von der Kritik verehrt. Die Rede ist von Brendan Wenzel, Illustrator, Autor, Reisender. Seine bunt-atmosphärischen, sympathisch-komischen Illustrationen fielen schon früher auf. Spätestens mit Cynthia Rylants „Leben“ (Nordsüd Verlag, 2017) war klar, dass Wenzel mit seinen Bildern erzählen kann. Mit „Alle sehen eine Katze“ kommen nun erstmals Text und Bild aus seiner Hand.

Die Idee ist einfach, wie genial: Wir sehen eine Katze, immer und immer wieder die selbe Katze, nehmen dabei aber jedesmal eine andere Perspektive ein. Wir sind eine Biene, ein Stinktier, eine Fledermaus, ein Kind, ein Hund, ein Floh, ein Fisch. Und je nach dem durch wessen Augen wir die Katze betrachten, erscheint sie völlig anders – groß und bedrohlich, süß und flauschig, krank und schwach, lustig und knubbelig.

Die Botschaft schleicht sich samtpfötig hinein in den Kopf des Lesers: Wie wir die Welt sehen, hat immer etwas mit uns selbst zu tun. Und: Die Dinge sind vielleicht gar nicht (nur) so, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Schon kleine Kinder mit solchen Konzepten und Gedanken spielen zu lassen, kann nur gut sein. „Was für ein Geschenk, wenn man als vierjähriger Betrachter dieses Buchs mit solchen Ideen zu jonglieren beginnt. Selten sieht man Philosophie und Lesevergnügen so meisterlich vereint“, bringt es Zeit-Redakteurin Katrin Hörnlein auf den Punkt.

Bei Wenzel passen große Erkenntnisfragen also auf 44 Buchseiten. „Eine Geschichte oder eine Idee auf eine kurze Abfolge von Wörtern und Bildern einzudampfen, ist für mich eine großartige Methode, um an die Wurzel dessen zu kommen, worüber ich nachdenke und was ich mitteilen möchte“, sagt Wenzel. Dabei steckt er viel Arbeit in das, was dann so leichtfüßig daher kommt, recherchiert naturwissenschaftliche Grundlagen, will tatsächlich etwas lernen über die Beziehungen zwischen den Arten, und bringt dann sein ganzes künstlerisches Wissen ein, in Form von Wasserfarbe, Acrylfarbe, Ölkreide, Wachsmalkreide, Graphitstift, Buntstift, Kohle, Magic Marker und nicht zuletzt Papierschnipsel.

„Im Grunde ist dieses Buch ein Versuch die Erfahrungen, die meine Frau und ich auf Reisen gemacht haben, zu verstehen“, sagte Wenzel in einem Interview mit „The Childrens Book Review“. Und zwar: „Eine Verschiebung der Perspektive bereichert jeden Aspekt des alltäglichen Lebens und fordert uns auf gute Art heraus über uns hinaus zu wachsen.“ Eine schöne Wahrheit, an die man ruhig hin und wieder erinnert werden darf.

 

Brendan Wenzel: Alle sehen eine Katze, 15,50 Euro (NordSüd Verlag).

 

 

Wochenende in Bildern: 24. und 25. Februar

Dieses Wochenende war knallbunt und hat sich großteils in der Küche abgespielt. Aber langsam und der Reihe nach.

Die vergangenen Wochen waren ganz schön anstrengend. Und das hatte mit Viren und Abgabeterminen, wenig Schlaf und kleinen Sorgen zu tun. Auch das gehört zum Elternalltag dazu. Weil die Batterien also schon ziemlich leer waren, gab es für dieses Wochenende vor allem einen Plan: Keinen Plan zu haben, nämlich, und es sich dabei höchstens ein wenig gut gehen zu lassen.

Den Samstag starteten wir dann also gesund und mit Farbe. Der Smoothie besteht aus Apfel, Banane, Orange und vor allem sehr viel Grünkohl (ich kann mir ehrlich gesagt keine andere Zubereitungsart vorstellen, bei der mein Kind mit soviel Freude in rauen Mengen Grünkohl in sich hinein schaufelt), das Granola aus vielerlei Nüssen, gepufftem Quinoa, Sesam, Kürbiskernen, Ahornsirup und ein wenig Rohkakao (interessieren euch die genauen Mengen?).

Auch der Rest des Tages hat sich zwischen Küche und Wohnzimmer abgespielt. Während am einen Ende der Wohnung also Legoboote gebaut und Kuscheltiere verarztet wurden, lief am anderen Ende der Ofen warm. Ich habe mich durch „Pizza ohne Reue“, das neue Kochbuch von Foodbloggerin Eva Fischer (www.foodtastic.at) gekocht, das Ergebnis gibt es nächste Woche in unserer Kategorie „Nachgekocht“ zu sehen.

Nur so viel vorweg: Die Frühstückspizza aus Haferflockenmehl, Apfelmus und Leinsamen ist sehr überzeugend. Den Samstag Nachmittag habe ich dann tatsächlich Kind- und Kameralos verbracht. Während die Jungs Spinnenkrabben und Kois im Haus des Meeres besucht haben, hab ich mich mit Freundinnen getroffen und schon wieder gegessen: Kuchen, Torten, Macarons.

Am Sonntag kam die Sonne durch und lockte uns schon morgens nach draußen. Wir spazierten in die Innenstadt und und gingen auf einen Kaffee. 174 Jahre war es das Café Griensteidl, war schon wichtiger Schauplatz der 1848er Revolution, vor allem aber Heimat der Intellektuellen des Fin de Siècle – Karl Kraus‘ Wohnzimmer, Anlaufstelle für Arthur Schnitzler, Felix Salten und die anderen. Dann war es sechs Monate das „Rien“. Eine Art Versuchslabor, Kaffeehaus, Konzertsaal und nach all den Jahren tatsächlich wieder so etwas wie ein Treffpunkt. Jetzt ist es das „Café Klimt“ und ein bisschen traurig.

Die Atmosphäre ist dahin, der Wal an der Decke von Grafiker Sascha Vernik alias REVKIN (gut) und die hohen Preise (nicht so gut) sind geblieben. Die Mitarbeiter tragen Klimts goldene Adele auf der Brust, sind sehr freundlich, transportieren die Geschichte des Ortes dabei aber leider kein Stück mit.

Dann der Himmel über Wien.

In der Buchhandlung Walther König kann man auch sonntags stöbern (und sich ein bisschen aufwärmen) und die Kinderbuchabteilung ist klein, aber sehr gut sortiert. „Mit Papa im Zoo“ steht schon länger auf unserer Liste (wir haben es aber auch heute wieder da gelassen) und auch „Leben“ ist wirklich schön. Zu „Alle sehen eine Katze“, dem neuen Buch des Illustrators Brendan Wenzel, wird es hier übrigens schon morgen einen Beitrag geben.

Die Nacht-Ausgabe der berühmten Wimmelbuch-Reihe von Rotraud A. Perner ist immer wieder einen Blick wert.

Ja, und Lars, der kleine Eisbär, war auch mit von der Partie.

Gemeinsam mit unserem kleinen Tiger haben wir dann noch eine kurze Runde durch das Museumsquartier gedreht, bevor es endgültig zu kalt wurde. Der restliche Tag hat sich dann wieder drinnen abgespielt. In absoluter Unordnung und dafür umso mehr Gemütlichkeit. Auch das kann schön sein.

 

Noch mehr Wochenenden in Bildern gibt es bekanntlich auf Susanne Miraus Blog „Geborgen Wachsen„.