Wien mit Kind. Schmetterlingshaus.

Schmetterlingshaus: 365 Tage Sommer

Wien mit Kind.  Ob Klassiker oder Geheimtipp, alteingesessene Institution oder Neueröffnung – wir nehmen euch mit an unsere Lieblingsorte. Teil 1: Das Schmetterlingshaus. Es gibt einen Ort, der wie ein Pausenknopf für Minusgrade wirkt. Einen Ort, der nach Urlaub riecht und an dem immer T-Shirt-Wetter ist. Immer dann, wenn die Sonnen-Sehnsucht also besonders groß wird und der Winter extra grau wirkt, statten wir eben diesem Ort einen Besuch ab: Dem Schmetterlingshaus im Wiener Burggarten, nämlich. Es ist gar nicht groß, auch nicht spektakulär, trotzdem aber eine kleine Oase inmitten der Stadt. Tropisches Klima trifft auf Jugendstil-Architektur, Kinderlachen auf Touristen-Trubel. Rund 500 Schmetterlinge leben hier. Raupen und Puppen kann man genauso begutachten, wie das geschlüpfte Getier, das sich an Äpfeln, Bananen und Birnen labt. Drinnen ist es warm, selbst wenn es draußen kalt ist. Schmetterlingshaus im Burggarten. Burgring. Wien 1.  www.schmetterlingshaus.at Öffnungszeiten: November bis März (Winter): Mo – So: 10 Uhr bis 15. 45 Uhr April bis Oktober (Sommer): Mo – Fr: 10 Uhr bis 16.45 Uhr, Sa, So & Feiertage: 10 Uhr bis 18. 15 Uhr

Ostereier färben mit Rotkraut.

Farbe aus dem Küchenschrank, Teil 1: Heuer machen die Eier blau

Auch mit natürlichen Farben lassen sich Ostereier färben, Rotkraut zaubert mit wenigen Hilfsmitteln gleich drei Farben Blau. Die Eierfärbe-Saison ist offiziell eröffnet und auch heuer werden die passenden Materialien wieder aus dem Küchenschrank geholt. Während wir letztes Jahr noch zu Kurkuma und Roten Rüben gegriffen haben, wurde nun mit Rotkraut experimentiert. Nicht nur, dass sich das Ergebnis wirklich sehen lassen kann, der Weg dorthin gleicht einem unterhaltsamen und vor allem Kleinkindtauglichen Ausflug in den Chemieunterricht. Viele Pflanzenpigmente sorgen für schöne Farben auf dem (weißen) Ei: Spinat färbt grün, getrocknete Heidelbeeren lila, Karotten orange. Manche Farbstoffe können einfach mit dem Ei mit gekocht werden (Kurkuma) andere müssen lange ziehen (Rotkraut). Das Ergebnis ist stets unaufdringlich, zart und schön. Für den Färbespaß werden folgende Utensilien gebraucht: Ein Rotkraut-Kopf 1,5 L Wasser 1 EL Backpulver 2 EL Apfelessig (wenn möglich weiße) Eier Gefäße für das Farbbad Zeit Zuerst wird das Rotkraut geschnitten und in einem Topf mit Wasser bedeckt. Nach dem Aufkochen auf niedriger Flamme eine gute Stunde lang dahin köcheln lassen. In der Zwischenzeit werden die Eier …

Wohin in Wien: Bayrle auf der Spur

Wohin in Wien: Bayrle auf der Spur

In der laufenden Schau „Wenn etwas zu lang ist – mach es länger“ widmet sich das MAK dem Schaffen von Thomas Bayrle. Seiner Kunst des Verwebens, Verwickelns und Verdichtens können sich Kinder nun im Rahmen eines Workshops annähern. Er stapelt, schichtet, webt und wickelt. Durch die Verbindung dessen, was sich auf den ersten Blick widerspricht, werden Zusammenhänge sichtbar, hörbar, spürbar. Miniaturen werden zu Ornamenten, vieles zu Einem. Die Rede ist von Thomas Bayrle, 80 Jahre, deutsches Gesicht der Pop-Art. Im MAK sind schon seit dem Vorjahr seine „Superformen“ zu sehen, Collagen des Alltäglichen. Drucke, Teppiche, Gebilde. „Ich liebe die Monotonie, und die Langeweile und auch die Massenproduktion“, sagte Bayrle selbst einmal, und lässt mittels Handwerkskunst an Industrie denken, perfektioniert im Einzelstück die Kunst der Wiederholung. Er inszeniert also eine Art „soziale Fabrik“, die Bestandteile sind Autos, Daten, I-Phones, Alltagsgegenstände. Unter dem Motto „Stau auf der Autobahn“ findet nun ein Workshop der Reihe MAK4Family statt, dabei wird nicht bloß die Schau kindgerecht erklärt, sondern im Anschluss an die Führung vor allem selbst Hand angelegt. Inspiriert von …

Wochenende in Bildern.

Wochenende in Bildern: 10. und 11. März

Manchmal sind Pläne nur dazu da, über Bord geworfen zu werden. Rumhäng-Zeit statt Kinder-Rock und endlich, endlich Sonne. Das war unser Wochenende in Bildern. Eigentlich hätte an dieser Stelle ja ein kleiner Bericht vom neuen Donauhof und dem  Gastspiel von Kinderrockstar Matthäus Bär stehen sollen, schließlich ist das Kind ja Fan. Auch der große Stocksale Kindersachen fand statt, genauso wie die Designmesse Edelstoff. Stattdessen haben kurz vor Winterschluss noch einmal Schnupfen, Husten & Konsorten angeklopft und wir sind es doch (wieder) lieber ruhig angegangen. Der Vormittag dauerte also bis zum späten Nachmittag und wir haben uns die Zeit mit ein paar praktischen Ostervorbereitungen vertrieben. Wir haben bereits letztes Jahr mit Rotkraut gefärbt, diesmal aber gleich drei Varianten des Suds angesetzt (pur, mit Backpulver, mit Apfelessig). Weil die Frühlingssonne gar so offensichtlich durchs Fenster schien, ging es dann doch noch nach draußen und wir spazierten durch die Wiener Stadtgärten rund um Hofburg und Burgtheater. Der Himmel über der Stadt. Sonntag. „Ist das der Frühling?“, will das Kind wissen, und nach dem Familienfrühstücksritual hält uns dann endlich …

Wochenende in Bildern: 3. und 4. März

Das erste Märzwochenende ist wie ein erstes zartes Versprechen auf Frühling. Mit Plusgraden, Ostervorbereitungen, Tulpen. Wie jede Woche gehen wir den Samstag langsam an. Sehr langsam. Nach einer durchgetakteten Woche gibt es einfach nichts schöneres als diese Pyjamastunden, in denen nichts passiert und gleichzeitig so viel. Eine Familie und ganz verschiedene Geschmäcker. Weil wir Mitleid mit den weichen Äpfeln haben, beschließen wir einen kleinen Kuchen zu backen. Das trifft sich gut, denn der Kindergarten hat über das Wochenende leergeblasene Eier für das anstehende Osterprogramm geordert. Eier ausblasen ist gar nicht so einfach und erfordert vor allem Geduld. Der Retter in der Not ist der Nasensauger, der kurzerhand umfunktioniert wird. Oder gibt es noch bessere Tricks? Der Apfelkuchen hat noch Haferflocken-Streusel abbekommen und schmeckt. Wir beschließen das Haus doch noch zu verlassen. Die Kaffeehauskette Aida ist eine Wiener Institution. Jede Filiale hat ihren ganz eigenen Charakter und trotz Tiefkühltorten und Franchise-Konzept haben wirklich alle Charme. Hier in der Nussdorferstraße bekommt man zum Kaffee gleich eine Zeitreise in die 50er Jahre geschenkt. Sobald die Sonne untergeht, wird …

Goldene Pflege: Balsam aus Honig

Die kalte Winterluft ist eine Herausforderung für die Haut, sanfte Pflege tut da Kindern wie Eltern gut. Diese Rezeptur auf Basis von Honig und guten Ölen schützt auch bei Minusgraden vor rissigen Lippen. Wenn sich eisiger Winterwind und trockene Heizungsluft in schneller Folge abwechseln, strapaziert das auch die zarteste Haut. Dieser goldene Balsam pflegt die Lippen und schützt vor widrigen Umwelteinflüssen. Der Honig entfaltet seine antiseptische Kraft und sorgt für ein schönes Aroma. Jojobaöl spendet Feuchtigkeit und Vitamin E. Kokosöl schützt vor UV-Strahlung und freien Radikalen. Die Rezeptur für etwa 20ml Lippenbalsam: 5 Gramm Bienenwachs, praktisch sind Bienenwachsperlen (gibt es bei jedem Imker), die Reste einer Bienenwachskerze eignen sich aber auch. 10ml Jojobaöl 1TL Kokosöl 1TL Honig Außerdem braucht man: Leere Salbentiegel ein hitzebeständiges Glas Zunächst werden Bienenwachs und Jojobaöl in das Glas gegeben und im Wasserbad langsam erwärmt. Wenn das Wachs geschmolzen ist, kann das Kokosöl eingerührt werden, bis auch das vollständig aufgelöst ist. Nun kann das Glas aus dem Wasser genommen werden und der Teelöffel Honig eingerührt werden. Jetzt heißt es schnell sein und …

Wochenende in Bildern: 24. und 25. Februar

Dieses Wochenende war knallbunt und hat sich großteils in der Küche abgespielt. Aber langsam und der Reihe nach. Die vergangenen Wochen waren ganz schön anstrengend. Und das hatte mit Viren und Abgabeterminen, wenig Schlaf und kleinen Sorgen zu tun. Auch das gehört zum Elternalltag dazu. Weil die Batterien also schon ziemlich leer waren, gab es für dieses Wochenende vor allem einen Plan: Keinen Plan zu haben, nämlich, und es sich dabei höchstens ein wenig gut gehen zu lassen. Den Samstag starteten wir dann also gesund und mit Farbe. Der Smoothie besteht aus Apfel, Banane, Orange und vor allem sehr viel Grünkohl (ich kann mir ehrlich gesagt keine andere Zubereitungsart vorstellen, bei der mein Kind mit soviel Freude in rauen Mengen Grünkohl in sich hinein schaufelt), das Granola aus vielerlei Nüssen, gepufftem Quinoa, Sesam, Kürbiskernen, Ahornsirup und ein wenig Rohkakao (interessieren euch die genauen Mengen?). Auch der Rest des Tages hat sich zwischen Küche und Wohnzimmer abgespielt. Während am einen Ende der Wohnung also Legoboote gebaut und Kuscheltiere verarztet wurden, lief am anderen Ende der Ofen …

Lottas Teddy: Nähanleitung für den Schweinebär

Wer Lindgrens Geschichten aus der Krachmacherstraße kennt, weiß: Lotta und ihr Schweinebär sind unzertrennlich. Weil so ein Schweinebär gut auf jeden Kinderarm passt, haben wir jetzt die Nähanleitung für euch – Schnittmuster inklusive. Schweinebär? Eigentlich ist es ja ein gewöhnliches Schwein. Aber Lotta meint, es ist eine Schweinebär und sie muss es schließlich wissen. Weil er etwas ganz besonderes ist, nimmt Lotta diesen Schweinebären, den sie Teddy nennt, überall hin mit, erzählt ihm von ihren Sorgen oder drückt ihn an sich, wenn ihr danach zumute ist. Und weil dieser Schweinebär so ein guter Gefährte ist, haben wir das Schnittmuster zum Schweinebären entwickelt. Materialien: rosa Stoff (60 x 120cm) rosa Garn schwarze Baumwolle rosa Baumwolle Gummiband (1cm breit, 5cm lang) Füllwatte (ca. 200g) Schnittmuster Schweinebär Zunächst das Schnittmuster ausdrucken und zusammen kleben. Kontrollkästchen beachten, es sollte 4x4cm groß sein. Folgende Schnittteile werden benötigt: 2x Schwein 2x Beine 4x Ohren 1x Schnauze 1x Schwanz Beine rechts auf rechts zusammen legen und feststecken. Bauch zusammen nähen. In der Mitte eine ausreichend große Wendeöffnung frei lassen, wie abgebildet. Ohren …

Wochenende in Bildern: 10. und 11. Februar

Weite Schneelandschaften, heiße Schokolade und ein wenig Franz- und Sissi-Nostalgie. Wir hatten Draussen-Sehnsucht und haben das Wochenende spontan im Salzkammergut verbracht. Seit mehr als 100 Jahren zieht Bad Ischl Reisende an. Zwischen Postalm und Siriuskogel erholten sich schon Metternich und Erzherzog Rudolph von der Tagespolitik, Johann Strauß, Franz Léhar und Johannes Brahms arbeiteten hier an ihren Kompositionen und im Seeauerhaus verlobten sich Kaiser Franz Joseph und Sissi. Auch, wenn Bad Ischl seine Glanzzeiten als Kurort von europäischer Bedeutung mittlerweile hinter sich hat, lohnt ein Besuch noch immer allemal. Und weil der Schnee in Wien vergangene Woche nur ganz, ganz kurz zu Besuch war, dabei aber Lust auf mehr gemacht hat, sind wir Samstag früh spontan in den Zug gestiegen. Vorher haben wir noch rasch dieses Bed and Breakfast gebucht, das ganz wunderbar geführt ist und schöne Zimmer und gutes Frühstück bietet. Bad Ischl ist nicht ohne Grund für seine „Winterwärme“ berühmt. Wir hatten großes Glück  und die Sonne zeigte sich die allermeiste Zeit. Also spazierten wir erst einmal zwischen Rettenbach und Bad Ischl hin und her, …

Wochenende in Bildern: 3. und 4. Februar

Ein Wochenende voller K’s. Kälte, Krapfen, Kasperl und Kaffee zum Beispiel. Wir hatten ein ganz schön dichtes Programm, dabei fühlt es sich an als hätten wir gar nicht viel gemacht. Der Samstag Vormittag steht bei uns traditionell im Zeichen der Schnecke. Und das bedeutet ausschlafen (manche), das Lego weiträumig in der Wohnung verteilen (einer), Frühstück machen, stehen lassen, weiter essen (die anderen) und Schlafanzug bis mittag (alle). Das geht bis zu einem gewissen Punkt auch sehr gut, früher oder später müssen wir aber raus. Lagerkoller. Diesmal ging es Richtung Kahlenberg. Wie war das noch mal mit Goethe und den Flügeln und den Wurzeln? Am Fuß des Nussbergs liegt der perfekte Spielplatz für kleine Bahnhofswärter. Zwischen wippigen Wackelzügen, hochaufgeschossenen Rutschzügen und krummen Kletterzügen liegen Schienen und Schranken, Leiterwagen und Abfahrtstafeln. Das ist toll, bedeutet aber automatisch einen etwas längeren Aufenthalt und für die Eltern  kalte Füße. Eiseiskalte Füße. Während der Nachwuchs Sand schippt und schaukelt und auf  verrückte Ideen kommt („Machen wir ein Picknick! Da, setz dich doch auf den Boden!“), machen erste Frühlingsboten immerhin Hoffnung …