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Baby Led Weaning: Spinatküchlein mit frischen Kräutern

Hier kommt gleich das nächste Rezept aus der Kategorie „Fingerfood für Babys, das auch dem Rest der Familie schmeckt“: Gesunde Pfannkuchen mit viel Spinat und frischen Kräuter.

Baby Led Weaning: Spinatküchlein

Pfannkuchen sind wahre Alleskönner, wenn es um die gesunde Familienküche geht. Sie funktionieren süß, ebenso gut wie salzig, die nötigen Zutaten sind fast immer schon eingekauft und die Wahrscheinlichkeit sich daran zu verschlucken, ist auch für ein Baby eher gering. Ja, und manchmal dürfen sie auch grün sein. In diesen kleinen Spinatküchlein steckt sehr, sehr viel Spinat und die frischen Kräuter sorgen obendrauf für eine Extraportion Geschmack. Statt Babyblattspinat kann man natürlich auch ganz normalen Spinat oder Mangold nehmen, den müsste man dann zuerst allerdings noch kurz in köchelndes Wasser legen bis er zusammenfällt.

Baby Led Weaning: Spinatküchlein

Zutaten:

  • 300g frischer Babyblattspinat
  • 30g Koriander
  • 20g Dill
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 EL Mehl
  • 2 Eier
  • 80g Feta (optional, Babys unter einem Jahr sollen ja nur wenig Salz essen, besser schmeckt es aber natürlich mit)

Baby Led Weaning: Rezept für Spinatküchlein

Zubereitung:

Spinat, Kräuter, Knoblauch und Eier in der Küchenmaschine pürieren. Die Masse in eine Schüssel geben, das Mehl unterrühren. Das Öl in der Pfanne erhitzen und jeweils 1 EL des Teiges pro Pfannkuchen für wenige Minuten braten. Die fertigen Teiglinge auf ein Küchenpapier abtropfen .

Die kleinen Küchlein schmecken pur auf die Hand oder mit einem Klecks Rote-Rüben-Hummus und Schafskäse. Darüber hinaus eignen sie sich auch gut für die Jausenbox und als Spielplatzsnack.

 

Das könnte dich auch interessieren: Kichererbsen-Rote Rüben-Taler

 

Baby Led Weaning: Kichererbsen-Rote Rüben-Taler

Eine Frage, die sich Eltern mit Hang zu Baby Led Weaning häufig stellen, lautet: Wie bringe ich gesunde Zutaten am besten in handliche Häppchen? Laibchen, Bratlinge, Taler – in unserer Fingerfood-Serie dreht sich alles um leckere Rezepte für kleine Esser. Teil 1: Kichererbsen-Rote Rüben Taler.

Baby Led Weaning Rezept

Hochwertige Zutaten, eine hohe Nährstoffdichte und vor allem ganz viel Geschmack: In diesem Rezept stecken nicht nur viele gute Sachen, der milde, süßliche Geschmack kommt bei Babys in der Regel auch richtig gut an. Kombiniert mit reichlich frischer Dille, grünem Salat und einem Schuss Balsamico ergeben die Taler außerdem ein ausgezeichnetes und gesundes Mittagessen für den Rest der Familie.

Baby Led Weaning Rezept: Kichererbsen-Bratlinge

Die Kichererbsen-Rote-Rüben-Taler kommen ohne Mehl und Ei aus, sie werden außerdem im Rohr gebacken und sind dadurch besonders fettarm. Kichererbsen sind gute Nährstofflieferanten, voll mitProteinen, Mineralstoffen und Spurenelementen, reich an B-Vitaminen und Ballaststoffen. Die Rote Rübe sorgt darüber hinaus für die Extra-Portion Eisen, sowie für noch mehr Vitamin C. Neigt das Baby zu Blähungen kann die schwerverdauliche Haut leicht von der Kichererbse abgezogen werden, das bringt dann auch gleich eine cremigere Konsistenz.

Baby Led Weaning Rezept: Kichererbsen-Bratlinge

Zutaten für eine Erwachsenen- und eine Kinderportion:

  • 1 Dose Kichererbsen, abgetropft und gewaschen
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 mittlere Rote Rübe (ca. 170 Gramm)
  • 1 EL Balsamico Essig
  • 1 EL Olivenöl

Das Backrohr auf 190°C vorheizen, ein Backblech mit Backpapier auslegen, mit Olivenöl bestreichen und zur Seite stellen.

Die Kichererbsen, gewaschen und eventuell von der Haut befreit, in eine Schüssel geben und zerstampfen. Wenn es noch ein bisschen stückig ist, macht das nichts.

Eine Pfanne auf mittlerer Flamme erhitzen und die Zwiebel im Olivenöl langsam anbraten. Nach etwa 5 Minuten den Knoblauch zugeben. In der Zwischenzeit die Rote Rübe schälen und reiben und die Raspel ebenfalls in die Pfanne geben. Nun gute zehn Minuten schmoren bis die Rüben gar sind. Zum Schluss den Balsamico-Essig einrühren und vom Herd nehmen.

Die Roten Rüben zu den Kichererbsen geben und alles gut vermengen. Taler formen und auf das Blech legen. Die Taler auf beiden Seiten mit Olivenöl bestreichen und das Blech in den Ofen schieben. Dort für 15 Minuten backen, das Blech drehen, und noch einmal 15 Minuten backen. Die Taler sind fertig wenn sie an der Unterseite leicht braun sind. Vor dem Servieren einige Minuten auskühlen lassen.

Baby Led Weaning Rezept: Kichererbsen-Bratlinge

Die Kichererbsen-Rote Rüben-Taler schmecken pur auf der Hand, noch besser aber mit reichlich Dill und Salat. Außerdem passen Schafskäse und Tsatsiki gut dazu. Guten Appetit!

Wochenende in Bildern: Matsch und Quatsch

Keine Zeit für Pläne. Bloß für Sommereis und Blumenwiese, ziellose Basteleien, Reste-Picknick, Pritschel- und Matschvergnügen.

Wochenende in BildernDer Samstag beginnt früh – entgegen aller Gewohnheiten. Freundlicherweise wird eine ganze Weile konzentriert Lego gespielt, was zumindest elterliches Weiterdösen erlaubt. Doch spätestens, wenn der Hunger kommt, ist damit natürlich Schluss. Ich ächze aus dem Bett. Die Frühstücksvorbereitungen werden von fröhlich-atonaler Herumgeklimperei begleitet.Wochenende in Bildern

Wenn der Kühlschrank nichts mehr hergibt, sind Pfannkuchen immer eine Lösung. Begleitet von einem Spritzer Honig und einem – zugegebenermaßen nicht mehr ganz taufrischen – Apfel ist das Festmahl perfekt.

Wochenende in Bildern
Während der Regentage vergangene Woche haben wir begonnen einen Eiswagen zu basteln. Nach ersten Ansätzen dort weiter zu machen, wo wir aufgehört haben, lehne ich mich doch lieber zurück und gebe der konzentrierten Ziellosigkeit Raum. So kann ich bequem ins Leere schauen bis auch der Dritte im Bunde langsam aus dem Bett rollt.

Wochenende in BIldernZu Mittag gibt es Beilagen-Allerlei, denn wir kochen auf, was aufgebraucht werden soll. Das Ergebnis ist ein kunterbuntes Gemüse-Potpourri…

Wochenende in Bildern.

… und Gurken in Schüsseln, Gläsern und auf Teller.

Wochenende in Bildern

Am Nachmittag fahren wir auf den Hausberg der Wiener – den Kahlenberg. Bequem wie wir sind, fahren wir mit dem Bus hinauf und spazieren über den Nussberg hinunter.

Und das nicht ohne unterwegs beim Mayer am Nussberg Halt zu machen. Die Buschenschank liegt mitten im Weinberg und ist eine absolute Empfehlung. Hier sitzt man in Liegestühlen, die Kinder können über die Blumenwiese laufen, Fussballspielen oder in der Sandkiste sitzen und Brote und Kuchen, Eis, Wein und Traubensaft gibt es natürlich auch. Bloß kein Leitungswasser (wie bei den meisten Buschenschanken in der Gegend), es kann also nicht schaden Wasser in der Tasche zu haben.

Wochenende in Bildern

Sonntag. Diese Kombination ist ein Klassiker: Kaffee und Spiele. Der Morgen beginnt übrigens wieder früh. Ob dunklere Vorhänge die Lösung sind?

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Während der Mann arbeiten muss, beschließe ich heute keine großen Pläne und Wege zu machen. Mittags wechseln wir den Schauplatz aber, packen etwas zu essen ein und übersiedeln vom Wohnzimmer zum nahegelegenen Spielplatz. Auf der angrenzenden Wiese gibt es erst einmal ein Sonnenpicknick.

Wochenende in Bildern

 

 

Von der Wiese geht es an den Brunnen, bevor ich mich für den Rest des Tages dann gemütlich an der Sandkiste langweilen darf.

Ernsthafte Matschgeschäfte.

Wochenende in Bildern

Langsam lässt sich ein Motto erkennen.

Wochenende in BIldern. Schelato.

Also gehen wir auch heute noch ein Eis essen. Und zwar das beste der Stadt. Wir haben ja das Glück von guten Eisproduzenten umgeben zu sein, aber das Schelato-Eis schlägt alles. Salziges Karamell und Mango sind klare Favoriten.

Noch mehr Wochenenden in Bildern gibt es bekanntlich auf Susanne Miraus Blog „Geborgen Wachsen„.

Links der Woche KW20

Empfehlung: Links der Woche KW20

Federschmuck für die Wand, ein DIY für den Wickeltisch, ein neues Hörbuch, sommerliche Rezepte und ein ganz besonderes Projekt für die Mutter-Kind-Bindung, das sich vor allem gut anhört. Das sind unsere Netzfunde der Woche.

Grundlagenküche. Pasta selber machen, ist immer eine gute Idee. Ohne Nudelmaschine klappt das z.b. mit diesem Rezept von „Kitchenstories Wörthersee“.

Hörenswert. Hopes & Dreams heißt ein neues Album, dass das Ergebnis der Zusammenarbeit frischgebackener Mütter und arrivierter Musiker – gemeinsam haben sich die Beteiligten dem Phänomen Schlaflied angenommen. Weil das Vorsingen Kulturtechnik ist, dabei nicht nur Babys, sondern auch deren Mütter beruhigt und sich bewiesenermaßen positiv auf die Mutter-Kind-Bindung auswirkt. Initiiert von der Carnegie Hall Corporation, mit Fiona Apple, Diane Reeves und vielen mehr.

Sommerfrische. Und noch ein schönes Rezept für einen Minze-Limetten-Sirup.

Genäht und gewickelt. Dass aus ein paar Metern Seil ein schöner Wickelkorb werden kann, zeigt Claudia vom Blog „Was für mich“, mit einer detaillierten Anleitung, die auch kleine Schwierigkeiten und Selbermach-Herausforderungen nicht auslässt.

Selbstfürsorge zum Hören. Gemeinsam mit Familienberaterin Lydia Syllaba hat Bloggerin Daniella Gaigg die Reihe „Mama Coaching“ initiiert. Dabei geht es vor allem darum Mütter zu stärken, um Achtsamkeit für die eigenen Bedürfnisse und Ressourcen zu vermitteln. Jetzt gibt es die Highlights aus dieser Reihe, viele Tipps, aber auch Raum für Entspannung als Hörbuch.

Federn für die Wand. Und noch ein schönes DIY. Pappe, Schere, Band und natürlich jede Menge schöne Federn werden im Handumdrehen zu einem zarten Wohn-Schmuckstück. Hier gibt es die Anleitung.

 

 

Matthäus Bär im Interview

Matthäus Bär: Alles nur kein Märchenonkel

Was tun, wenn die kindliche Emanzipation als blinkendes, knallbuntes Plastikspielzeug daher kommt? Matthäus Bär macht Musik, die auch Eltern gefällt, dabei aber immer auf der Seite der Kinder ist. Der Musiker im Gespräch über Freiheits- und Depressionssongs, über die Kunst Gefühle zu transportieren und warum es nicht „eh wurscht ist“ wie Musik für Kinder klingt.

Er macht Schluss mit dem Märchenonkel-Klischee und findet, dass Kinder musikalisch mehr verdient haben, als plumpe Après-Ski-Ästhetik. Matthäus Bär ist hierzulande ein Vorreiter dessen, was man Neue Deutsche Kinderwelle nennt. Gemeint ist Musik für Kinder, die auch Eltern mögen, bei der Hip Hop oder Punk Rock aber eben auf exakt jene Themen treffen, die in der Kindergarten-Garderobe für Zündstoff sorgen. Bei der nicht das ewige „Du sollst“ (Zähneputzen, z.b.), sondern auch endlich mal das „Du kannst“ (denken, träumen, fordern) im Vordergrund steht. Was gute Musik für Kinder ausmacht und wie es sich anfühlt vor einem Saal voller Siebenjähriger auf der Bühne zu stehen, erzählt Matthäus Bär im Interview.

Wie hat denn das Projekt Matthäus Bär begonnen? Und: Warum braucht es überhaupt gute Musik für Kinder?

Das Angebot an Kindermusik hat meinen ästhetischen Ansprüchen nicht genüge getan, also hab ich mir gedacht, ich mache selbst etwas. Im Grunde geht es darum, Musik zu machen, die ich mir auch selber anhören würde. 

Was hast du vorher gemacht?

Ich hab extrem ambitionierte, aber qualitativ nicht besonders hochwertige Indie-Rockmusik gemacht. Und in dieser Ästhetik wollte ich dann eben auch Musik machen, die Kinder verstehen. Musikalisch sind Kinder ohnehin offener als viele glauben und mögen ja auch z.b. Johnny Cash, aber es ist natürlich noch besser, wenn sie die Texte verstehen und inhaltlich dann vielleicht sogar noch irgendeinen Anknüpfungspunkt haben. 

Musik mit Mitsing-Qualität, also?

Das hat mit mitsingen gar nicht so viel zu tun, da geht es eher um Verständnis, um das Gefühl. Ich hab mich immer dagegen gewehrt pädagogische Songs zu machen – Stichwort Zahnputzsong. Weil es mir darum geht Stimmungen zu transportieren. Die Gefühlslagen sind doch bei Kindern und Erwachsenen ziemlich ähnlich – und es geht immer darum Songs zu machen, die diese Gefühle auch transportieren.

Hat das auch etwas damit zu tun, Kinder ernst zu nehmen? Ihnen inhaltlich und ästhetisch etwas bieten zu wollen? Und man muss ja auch an die Eltern denken, die hören ja meistens mit…

Ja, das ist immer jemand dabei, der auch zuhören muss. Ich finde es überhaupt wahnsinnig nervig, dass das immer getrennt wird. Es gibt Kinderunterhaltung und Erwachsenenunterhaltung. Und Kindermusik ist ein extrem schlecht geachtetes Genre, das kann immer irgendwie Humptydumpty sein. 

Im englischsprachigen Raum gibt es relativ viel Familienmusik, also auch ein prinzipielles Bewusstsein für das Genre. Bei den Grammys gibt es etwa eine eigene Kategorie und in Amerika sind kindgerechte Nachmittagskonzerte weit verbreitet. Woran liegt das?

Da ist der deutschsprachige Raum gute 30, 40 Jahre lang gefangen gewesen in dem Bild des Märchenonkels, der da mit seiner Klampfe steht. Aber mittlerweile passiert in diesem Bereich doch sehr viel. In Deutschland boomt das Genre des Neuen Deutschen Kinderlieds regelrecht. Da gibt’s Punkrock, HipHop und vieles mehr. Aber das war eben lang nicht so. 

Das heißt, es geht auch darum, Musik mit den gleichen Ansprüchen zu produzieren, wie Erwachsenenmusik?

Genau, das ist auch die zweite große Säule für mich, das ich technisch, soundrecordingmäßig etwas machen wollte, dass den Ansprüchen genügen würde, im Radio gespielt zu werden. Und eben nicht zu sagen: Weil es für Kinder ist, ist es eh wurscht. 

Sind deine Kinder das Testpublikum für deine Songs?

Ja, klar. Meistens mach ich Demos, die spiel ich dann meiner größeren Tochter vor. Die sagt dann meistens, nein, das ist voll Schrott. Ich bekomme mittlerweile – meine Tochter ist sechs – tatsächlich extrem brauchbares Feedback und das ist sehr cool. Zur Zeit will sie, dass ich ihr viel mehr Schimpfworte einbaue, da muss ich dann immer sagen „Ich weiß nicht, ob ich das liefern kann“. Die Kleine ist zwei, die zeigt das eher körperlich, ob es ihr gefällt oder nicht. 

Wird die Musik denn auch mit deinen Kindern älter? Das letzte Album ist ja eine Spur erwachsener geworden – immerhin heißt es „Nichts für Kinder“.

Matthäus Bär & Polkov: Nichts für Kinder.
Label: Phonotron. 12 Euro. www.kinderhits.at

Ja, diese EP war auch ein klar abgestecktes Projekt für mich. Das waren Songs, die ich gesammelt habe, die für mich aber auch einen sehr starken erwachsenen Kontext haben. Die nächste Platte wird inhaltlich wieder kindlicher. Wobei sie aber einen ganz anderen Soundscape haben wird. Ich mag ja immer gern so Projekte und so klingen die „Nichts für Kinder“-Songs nach Chanson-Schlager und das nächste wird mehr so 80er, Synthie-Pop, Disco. Ich mag es klangästhetische Ziele zu haben, das macht mir einfach Spaß. Und wenn das dann niemand hören will außer die Menschen, die damit zu tun haben, ist es auch ok. Wenn wir so viel Spaß haben beim recorden wie jetzt, dann bin ich schon voll happy.

Was sind inhaltlich die großen Themen?

Es wird wahrscheinlich viel um Ausgehen und Party gehen, ums Aufbleiben, ein Depressionssong ist oben, ein Beschimpfungslied…

Das ist sicher sehr befreiend für die Kinder…

Ja, ich hoffe. Dann wird es noch ein Lied geben, da geht’s mehr um das Thema Abschied aus Elternsicht, darum, wie man die groß werdenden Kindern schrittweise ziehen lassen muss. Das heißt „Kaffee und Bier“.

Es geht viel um Freiheit und Befreiung.

Ja, das stimmt eigentlich. Es hat viel mit Selbstbestimmung zu tun. Und Selbstfindung.

Das war ja auch schon beim Revolutionssong auf deinem ersten Album so, da heißt es dann „Nie mehr Holzspielzeug“. Du machst Musik, die auf der Seite der Kinder ist, oder?

Ja. Obwohl das ein Song für Eltern ist, das merkt man auch bei den Konzerten.

Die Zeile „ich möchte Barbie sein“ könnte vielleicht grenzwertig wahrgenommen werden.

Das hat aber auch mit Selbstbestimmung zu tun. Wenn meine Eltern alles immer nur super nachhaltig wollen und eine sehr ökologisch verantwortliche Ästhetik pflegen, dann will das das Kind vielleicht einmal nicht sein. Und das ist auch ok.

Diese Eltern-Generation, zu der auch wir gehören, die wollen natürlich das Beste für ihre Kinder und das sehr und das ist auch ok so. Können solche Botschaften ein wenig zur elterlichen Entspannung beitragen?

Das wäre doch schön. Vielleicht sind die Themen jetzt auch so gewachsen, weil meine Kids sich zunehmend emanzipieren von den Wertvorstellungen, die wir Eltern gut finden. Und das ist gar nicht immer so leicht zu akzeptieren. Das ist dann natürlich mit 17-, 18-Jährigen noch mal etwas anderes, aber auch im Kindergartenalter ist das ein Thema – auch wenn es als blinkendes, knallbuntes Plastikspielzeug daher kommt. Oder als irgendein Trash im Fernsehen. Und da finde ich, sollte man als Eltern auch die Größe haben zu sagen, ok, wenn du das jetzt gut findest, von mir aus.

Wie ist es bei Konzerten? Ich kann mir vorstellen, dass Kinder ein schwieriges, sehr unmittelbar agierendes Publikum sind. Die hören wahrscheinlich nicht aus Höflichkeit zu, oder?

Wenn du es nicht auf den Punkt bringst, dann war’s das. Manchmal ändern wir einfach zwischendurch die Setliste, wenn wir merken, dass wir gerade völlig den Faden verlieren. Es ist ein großer Unterschied zwischen Konzerten mit Eltern und Konzerten, bei denen nur Kinder sind. Schulvorstellungen sind immer schwieriger. Man weiß nie, welcher Song gut ankommt, so wie bei einer Band, die einen Hit hat und der ist immer geil. So ist es mit Kindern nicht, es gibt keine Bank. 

Wie ist das beim Song schreiben. Es hat ja alles, was an Kinder adressiert ist, immer mit dem Vorurteil zu kämpfen, das wäre eh leichter und würde sich eh so nebenbei machen. Ich nehme mal an, das stimmt nicht?

Es ist eigentlich genauso, wie für Erwachsene zu schreiben. Meistens steht am Anfang ein Gefühl. Ein Song funktioniert dann für mich, wenn das Feeling mit der textlichen und musikalischen Ebene Hand in Hand geht. Ein Verweigerungssong, der das System der Elternherrschaft kritisiert, hat wahrscheinlich eine größere Aussage, wenn er im Genre des Punkrocks und der lauten E-Gitarren angesiedelt ist als mit der Ukulelenbebegleitung. Es geht viel um Emotionen.

Bei dir gibt es immer auch Platz für schlechte Laune. Das traurige Kind ist ja schon fast so etwas wie ein Tabu.

Aber Kinder sind eben auch oft traurig. Und deswegen kommt auf die nächste Platte auch ein Depressionssong. In der herkömmlichen Kindermusik ist nicht so viel Platz für die Gefühle dazwischen und das Unangenehme, da ist mehr Apres Ski-Humptydumpty, ja. Die gehen über den Regenbogen.

Tipp: Hörproben, Videos und noch viel mehr gibt es auf www.kinderhits.at

Wochenende in Bildern: Bootfahren Alte Donau

Wochenende in Bildern: In der Stadt und auf dem Wasser

Erdbeerkuchen, Sonnenglitzern, Innenstadt-Spaziergänge und akute Lego-Euphorie. An diesem Wochenende haben wir gerade lang genug nichts gemacht, um wirklich entspannt etwas erleben zu können. Und das fühlt sich dann irgendwie gleich wie Urlaub an.

Wochenende in BIldern: Lego

Der Samstag starte ganz nach unserem Geschmack. Ultralangsam. Nach dem das großelterliche Lego-Lager vergangene Woche geplündert und zu uns übersiedelt wurde, ist das Kinderglück nämlich ohnehin perfekt. Es wird also geschaut und gebaut, verteilt und sortiert. Wir hören Musik, räumen ein bisschen auf und lassen den Vormittag so dahin rieseln.

Wochenende in Bildern. Museumsquartier Wien.

Früher oder später kommt ja dann doch immer der Punkt, an dem wir das Haus verlassen. Wir gehen ins Museumsquartier, weil hier Große und Kleine ganz unkompliziert nebeneinander auf ihre Kosten kommen, weil man hier genauso gut Rollerfahren und Rumlaufen kann, wie Kaffee trinken, ins Leere schauen oder sich in Ruhe unterhalten.

Wochenende in Bildern: Packhaus

Am Nachmittag gehen wir ins Packhaus und treffen Freunde. Hier kann man sehen wie Zwischennutzung funktionieren kann, ziemlich gut nämlich. Es ist ein wirklich schöner Ort,  statt Leerstand ist hier Lebendigkeit und man merkt gleich: Hier gibt es Platz für Ideen, aber auch dafür sie umzusetzen. Weil das ansteckend ist haben wir Anfang des Jahres auch unseren Wintermarkt hier  veranstaltet.

Am Abend gehen wir zu Fuß nach Hause. Nach so viel Sonne und Spielglück schläft das Kind schon unterwegs ein, die perfekte Gelegenheit für ein spontanes Glas Wein an einem lauen Sommerabend. Ist das ein vorgezogenes Muttertagsgeschenk?

Sonntag. Der Wetterbericht verspricht einen wolkenlosen Himmel und wir planen eine Bootsfahrt für den Nachmittag. Weil Kuchen jeden Ausflug noch besser macht und überhaupt gerade große Backfreude herrscht, wird aber zuerst noch der Ofen angeworfen.

Wochenende in Bildern: Erdbeerkuchen mit Streuseln

Gebacken wir übrigens nach diesem Rezept. Nur statt Rhabarber gibt es heute Erdbeeren. Und davon nicht genug, weil die Hälfte noch während des Backvorgangs im Kindermund verschwindet. Das Ergebnis ist trotzdem zufriedenstellend.

Wochenende in Bildern: Bootsfahren an der Alten Donau

Die Oma begleitet uns, wir fahren gemeinsam zur Alten Donau und bekommen tatsächlich gleich und ohne Wartezeit ein Elektroboot. Das Thermometer zeigt 24°C, die Haut fühlt locker 30°C.

Wir essen am Wasser, fahren mit der U-Bahn in die Stadt zurück und beschließen zum Abschluss noch ein Stück durch die schöne Wienerstadt zu spazieren. Für einen letzten kleinen Urlaubsmoment an diesem Wochenende.

Noch mehr Wochenenden in Bildern gibt es bekanntlich auf Susanne Miraus Blog „Geborgen Wachsen„.

Rezept: Rhabarberkuchen mit Streusel

Frühlingsbäckerei: Rhabarberkuchen mit Streusel

Ein einfacher Rührkuchen und eine ordentliche Portion Streusel sind die perfekten Begleiter für frühlingsfrischen Rhabarber.

Rezept: Rhabarberkuchen mit Streusel

Die Saison dauert nicht lange, umso besser muss sie Jahr für Jahr genutzt werden. Der Rhabarber – der in Wahrheit ein Gemüse ist, sauer schmeckt und dabei trotzdem glücklich macht – macht sich gut als Kompott, in der Limonade oder klassisch als frisch-fruchtiger Kuchen. Und gerade davon können wir nicht genug bekommen. Dieses Rezept ist schön einfach und damit perfekt für spontane Morgenbäckerei am Wochenende. Und wenn man die Menge verdoppelt, reicht sie auch für einen Blechkuchen.

Rezept: Rhabarberkuchen mit Streusel

Zutaten:

Für den Teig:

  • 100g weiche Butter
  • 80 g Rohrohrzucker
  • 1 ausgekratzte Vanilleschote
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 125 g Mehl
  • 3 EL Milch
  • 2 Stangen Rhabarber
  • 125g frische Himbeeren
  • 2EL Zucker

Für die Streusel:

  • 100g Mehl
  • 40g Zucker
  • 100g Butter

Rezept: Rhabarberkuchen mit Streusel

Zubereitung:

Das Backrohr auf 180° C vorheizen. Zunächst den Rhabarber vorbereiten: Waschen, schälen und in etwa 1-Zentimeter-breite Stücke schneiden. Mit zwei Löffeln Zucker in einer Schüssel verrühren und stehen lassen. Die weiche Butter mit dem Handmixer schaumig schlagen, nach wenigen Minuten den Zucker, das Vanillemark und das Salz hinzufügen und weiter mixen. Nach und nach die Eier und die Milch zugeben und weiter mixen. Falls  der Teig zu diesem Zeitpunkt recht flüssig ist, macht das nichts. Das Mehl hinzugeben und nun nur noch leicht und kurz durchmixen. Der Teig sollte nun zäh und eher fest sein, jetzt kann noch mit Milch und Mehl nachjustiert werden bis die Konsistenz perfekt ist.

Eine Kuchenform buttern und mit Mehl bestäuben. Den Teig in die Kuchenform geben und mit Rhabarber und Himbeeren bedecken.

Nun die Streusel zubereiten, dafür die Zutaten vermengen und mit den Händen leicht zerbröseln. Die Brösel über die Früchte geben und den Kuchen in den Ofen schieben. Auf mittlerer Schiene für etwa 40 Minuten backen. Fertig!

Rezept: Rhabarberkuchen mit Streusel

 

Erfrischender Sommer: Melonenlimonade mit Minze

Frisch und fruchtig durch den Sommer: Eine herrlich erfrischende Zwei-Minuten-Melonenlimonade und eine einfache Idee, die auch noch Spaß macht: Ein Wasser-Buffet für Kleinkinder.

Rezept für Wassermelonen-Limonade.

Wer an Sommer denkt, hat automatisch den Duft von Wassermelonen in der Nase. Und die kann man nicht nur essen, die kann man auch trinken. Besonders gut schmeckt das etwa so:

  • Fruchtfleisch einer Viertel Melone
  • Saft einer halben Zitrone
  • zwei Zweige frische Minze
  • 250 ml Wasser
  • 1 EL Honig (optional)

Alle Zutaten in den Mixer geben, mixen, fertig. Wer den Saft besonders klar mag, kann ihn noch rasch durch ein Sieb laufen lassen. Reicht für zwei große Gläser.

An der Kindertheke: Trinken, mit allen Sinnen.

Es geht aber natürlich auch noch einfacher, mit einem Wasserbuffet, etwa. Das ist vor allem für Kleinkinder toll, weil sie selbstbestimmt trinken können, wenn sie Durst haben und es vor allem auch Spaß macht.

Deswegen stehen bei uns immer Wasserkrug und Glas auf Kindergreif-Höhe bereit. Am besten eignen sich dafür übrigens die klassischen Flaschen für passierte Tomaten, weil sie stabil stehen, ziemlich bruchsicher sind und eine gute Größe haben.

Wasserbuffet für Kleinkinder

Eine schöne Möglichkeit für Abwechslung im Trinkglas zu sorgen und gleichzeitig mit verschiedenen Geschmäckern zu experimentieren, bietet ein passender Rohkostteller auf dem Wassertisch. Gurken, Zitronenscheiben, frische Minze, aber auch allerlei Obst können dabei von den Kindern inspiziert, gekostet und natürlich auch ins Wasser geworfen werden.

Wasserbuffet für Kleinkinder

Augen zu: Schmeckt man die Gurke im Wasser? Wie fühlt sich nasse Minze an? Und schafft es die Himbeere jemals ins Glas oder landet sie immer direkt im Kindermund? Eines steht fest,  ganz schnell wird das Wassertrinken zum  Spiel für alle Sinne.

Und noch ein kleiner Tipp: tiefgefrorene Himbeeren behalten Geschmack und Form – anders als im Normalzustand lösen sie sich im Wasser nicht auf.

Links der Woche

Empfehlung: Links der Woche KW19

Diese Woche dreht sich alles rund um das Thema Schwangerschaft und Geburt. Naja, fast alles. Unsere Netzfunde der Woche:

Hebammenwissen I. Kareen Dannhauer ist Großstadthebamme und Naturkunde-Expertin, seit 20 Jahren praktiziert sie in Berlin, ihre Tees aus der Reihe Into Life (Etwa „Weiches Wochenbett“ und „Milchmädchen“) kennt man auch ein ganzes Stück drum herum. Nun hat Dannhauer ein Buch geschrieben, in das sie jede Menge Wissen gepackt hat, ihre Leserinnen vor allem aber auch stärkt. Ein Begleitbuch für die Schwangerschaft. Kareen Dannhauer: Guter Hoffnung. Kösel Verlag. 24, 99 Euro

Geburtsfotografie. Das Bild der Woche konnte man auf dem Instagram Account von The Byron Doula sehen, fotografiert von Leilani Rogers, die den ersten Moment nach der Geburt eingefangen hat. Außergewöhnlich und wunderschön.

Schöner spielen. Diese tollen, pastellfarbenen Bauklötze, aber auch eine ganze Reihe an weiteren schönen Produkten, stellt das kleine russische Label „My Soulmate Place“ her. Bestellen kann man etwa hier.

Familiengeschichten. Kleine Geschichten rund um den Mutteralltag, die vor allem Mut machen und zum Lachen bringen sollen, kommen von der Berliner Autorin Lucie Marshall. Texte übers Schlafen, Wachen und alles Dazwischen. Lucie Marshall: Drei Zettel für Lilo. Berlin Books. 9, 50 Euro.

Hebammenwissen II. Nach einem Jahr geht die erfolgreiche Kolumenreihe „Die Wehenschreiberin“ im SZ-Magazin zu Ende. Aber, und das ist gut, der letzte Text ist nicht nur Abschied, er ist auch Ankündigung: In exakt neun Monaten soll nämlich ein Buch folgen.

Mode für Kinder. Wunderschöne, schlichte und nachhaltige Entwürfe für Kinder bis sechs gibt es bei „Frieda frei“. Damit das österreichische Label nun auch in Produktion gehen kann, gibt es eine Kampagne bei Startnext.

Wochenende in Bildern: Die Straßen von Marrakesch

Wir nehmen euch ein Stück weit mit auf unsere Reise nach Marokko. Denn an diesem Wochenende stehen wir früh auf, haben leider nicht nur Sandalen und Lego-Maxerl, sondern auch Wolken mit im Gepäck und tauschen das Wiener Pflaster gegen die Souks von Marrakesch. Flugzeug-Glück, Schlangen-Geflüster, Medina-Gewimmel, Concept-Stores und Pflanzenliebe.

Wochenende in Bildern. Marrakesch.

Am Samstag geht es auch schon früh los. Nach einer kurzen Nacht schnappen wir uns Kind und Koffer und fahren zum Flughafen. Ein bisschen spielen, ein bisschen essen, ein bisschen schlafen und schon sind wir da. Marrakesch. Die rote Stadt. Stadt der Berber, Händler, Gaukler, des Teppich-Bommel-Körbe-Chics, der Tagines und Riesenkakteen und natürlich vielem mehr.

Wochenende in Bildern. Marrakesch.

Während in Wien der Sommer beginnt, herrscht hier sehr, sehr untypisches Aprilwetter um die 20 Grad. An diesem Nachmittag ziehen wir durch die Souks der Stadt, trinken abwechselnd Thé à la Menthe und (jede Menge) Kaffee, essen Fisch am Djemna el Fna, dem berühmten Platz der Geschichtenerzähler, und setzen uns zum Sonnenuntergang  auf die schöne, neue  Terrasse des Shtatto.

Wochenende in Bildern. Marrakesch.

Unterwegs im Souk.

Wochenende in Bildern. Marrakesch.

Sonntag. Wir gehen zu Fuß nach Gueliz, in die Neustadt und schauen unterwegs einen Sprung im neuen Concept Store von Max and Jan vorbei.

Wochenende in Bildern. Marrakesch.

Ruheoase Innenhof.

Wochenende in Bildern. Marrakesch.

Schöne Stücke von Marrakchi Life.

Wochenende in Bildern. Marrakesch.

Das neue Yves Saint Laurent-Museum hat im Vorjahr eröffnet und zeigt auf 4000 Quadratmetern die schönsten Haute-Couture-Entwürfe des Wahlmarrokaners Saint Laurent. Wer in der Stadt ist und Mode, Museen und gute Architektur mag, muss hier unbedingt vorbei.

Wochenende in Bildern. Marrakesch.

Kakteen-Liebe.

Wochenende in Bildern. Marrakesch. Café Amal.

Nach der Ausstellung essen wir im Amal. Hinter dem Restaurant steht eine Nonprofit-Organisation, die Ausbildung und Perspektive für Frauen in Not schafft.

Wochenende in Bildern. Marrakesch.

Der Himmel über Marrakesch. Heute gibt es an dieser Stelle tatsächlich mehr Bilder als Worte. Ein ausführlicher Bericht dieser Reise mit vielen Tipps und Adressen folgt aber bald.

Noch mehr Wochenenden in Bildern gibt es bekanntlich auf Susanne Miraus Blog „Geborgen Wachsen„.