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raus aus der Wenn-Dann-Falle

Raus aus der Wenn-Dann-Falle!

Jeder hat sie schon gesagt, doch niemand will sie hören. Ein wenig Gelassenheit, Mut zur Verantwortung und Spaß an kreativen Lösungen können helfen, die unliebsamen Wenn-Dann-Sätze aus der Eltern-Kind-Grammatik zu verbannen.

(Dieser Text erschien zuerst bei hello familiii, www.hellofamiliii.at)

„Wenn du nicht aufisst, gibt es keinen Nachtisch“, „Wenn du nicht sofort aufhörst, Sand zu werfen, gehen wir nach Hause.“ Und der Klassiker: „Wenn du jetzt nicht kommst, gehe ich ohne dich“. Sätze wie diese sind häufig zu hören – das macht sie aber nicht unbedingt besser. Denn Wenn-Dann-Konstruktionen sind in der Regel kontraproduktiv. Sie sind ein guter Hinweis dafür, dass Eltern ihre Machtposition ein gutes Stück weit ausreizen, um das Kind zu einer gewünschten Reaktion zu bringen – und damit tun sie weder sich selbst noch ihrem Kind einen Gefallen. „Meistens steht Druck dahinter. Druck, den die Eltern haben und
in stressigen Situationen an ihr Kind weitergeben“, weiß Michaela Auer-Ottenschläger. Für uns hat die Familienberaterin und Pädagogin (www.familytalk.at)das Phänomen einmal genauer unter die Lupe genommen, klassische Wenn- Dann-Fallen analysiert und sich außerdem mögliche Alternativen überlegt.

Aber, was passiert denn nun eigentlich genau, wenn wir in den Wenn-Dann-Moddus fallen? Im Grunde handelt es sich um Erpressung, selbst dann, wenn sie „liebevoll-konsequent“ verpackt wird. Dem Kind wird signalsiert, dass es keine andere Möglichkeit hat als sich dem Elternwunsch entsprechend zu benehmen, vor allem aber, dass gar nicht erwartet wird, dass es das freiwillig tut. Und genau an diesem Punkt tut sich schnell eine Negativ-Spirale auf, nämlich dann, wenn der Gewöhnungseffekt eintritt, die Kinder nicht mehr reagieren und die Eltern zu immer stärkeren Druckmitteln greifen.

Was aber sofort passiert, ist, dass die Verantwortung für die Situation plötzlich beim Kind liegt und nicht länger beim Erwachsenen. „Sobald ich in den Machtkampf reingehe, stell ich mich auf die gleiche Stufe wie das Kind und fange an zu ziehen. Das ist keine erwachsene Haltung“, so Familiencoach Auer-Ottenschläger. Und weiter: „Mit dem Machtspiel fangen immer die Elern an.“ Womit Auer-Ottenschläger den Eltern keine schlechten Absichten unterstellen will. „Dahinter liegt meistens Stress, Zeitdruck ist ein ganz klassisches Phänomen. Wenn dann auch noch das Kind nicht „funktioniert“, geraten die Eltern in noch größeren Stress und werden blind für andere Möglichkeiten.“ Hakt es in den immer gleichen Situationen, lohnt es sich jedenfalls einmal genauer hinzusehen und in einem ruhigen Moment nach Lösungsstrategien zu suchen.

Dialog statt Drohung.

Denn es geht nicht darum, das Ziel aus den Augen zu verlieren, also etwa pünktlich aus dem Haus zu kommen oder das Kind vom Sand werfen abzu bringen, nur spielt der Weg dorthin eben auch eine wichtige Rolle. „Es ist wichtig in Verbindung zu bleiben, das Kind zu sehen und in Führung zu gehen“, sagt Auer-Ottenschläger und meint damit vor allem Dialog statt Drohung. „Wenn ich mein Bedürfnis zeige und ein ehrliches Interesse an den Bedürfnissen meines Kindes habe, dann bin ich auf einer persönlichen Ebene, ich zeige mich und übernehme sofort Verantwortung. Es herrscht Gleichwürdigkeit und ein Miteinander.“ Das bedeutet nicht immer pure Harmonie. Muss es auch nicht, Konflikte sind gut und im Idealfall konstruktiv, nur wird die Verantwortung für den Konflikt nicht auf den Schultern des Kindes abgeladen. Doch was heißt das jetzt praktisch, etwa für die Sandwerf-Situation? „Zuerst muss ich genau schauen, was da passiert. Ist es eine ungeschickte Art Kontakt aufzunehmen? Fühlt sich mein Kind bedrängt? Was steckt dahinter? Dann kann ich vermitteln, kann verbinden oder meinem Kind helfen sich friedvoll abzugrenzen. Dabei lernt das Kind viel, nämlich über die Grenzen des anderen Kindes und die eigenen. Wird es einfach nur bestraft, hat es gar nichts gelernt.“

Ein Nein darf sein.

Dabei ist es auch für Mütter gar nicht immer so einfach sich abzugrenzen – von der (vermeintlichen) Meinung der anderen Spielplatzmütter, der tickenden Uhr und nicht zuletzt den eigenen Ansprüchen. Allesamt Faktoren, die den Stresspegel in die Höhe und einen im Zweifelsfall wieder in die Wenn-Dann- Gasse treiben. Gelassen bleiben kann nur, wer noch Ressourcen dafür hat. „Viele Eltern glauben, sie müssen immer Ja sagen. Das ist eine Falle, die irgendwann zuklappt. Es ist ganz wichtig Nein zu sagen, wenn es um die persönlichen Grenzen geht.“ Damit dieses Nein, aber nicht aggressiv kommuniziert wird, muss es nachvollziehbar sein und früh genug kommen. „Ich will das meine Grenzen gewahrt werden, also muss ich das dem Kind vorleben. Und ich bin gefordert die Grenzen meines Kindes zu wahren. Die Kinder lernen dadurch, dass ich achtsam mit ihnen umgehe, wiederum achtsam mit anderen umzugehen.“

Gesucht: Kreative Lösungen.

Was immer erlaubt ist: gemeinsam kreative Lösungen suchen und zu überlegen, ob man das Nein des Kindes nicht einfach stehen lassen kann. Das Kind will seine Jacke nicht anziehen? Vielleicht ist ihm einfach nicht kalt. Morgens ist immer zuwenig Zeit? Vielleicht kann das Kind unterwegs frühstücken. Vor der Supermarktkasse herrscht regelmäßig Dramaalarm? Viel- leicht kann das Kind beim Einkaufen Aufgaben übernehmen, die ihm Spaß machen. Und, wenn sonst nichts klappt, hilft vielleicht ein Witz. Auer-Otten- schläger: „Humor baut Spannung ab, ganz plötzlich sieht man so vielleicht auch neue Lösungsmöglichkeiten.“

Praxis-Beispiele: Familiencoach Michaela Auer-Ottenschläger analysiert klassische Wenn-Dann-Konstellationen

Raus aus der Wenn-Dann-Falle: Praxisbeispiele

Familiencoach Michaela Auer-Ottenschläger hat drei typische Beispiele aus der Praxis genauer unter die Lupe genommen und analysiert:

Verantwortung abgeben.

„Wenn du dich jetzt nicht endlich anziehst, sagen wir den Ausflug ab und bleiben Zuhause.“

Hektische Aufbruchstimmung, das Freizeitprogramm wartet. Es geht in den Zoo, zum Kin- dergeburtstag oder zu Tante Margarete. So oder so sollte die Familie schon längst los, doch das Kind ist noch nicht einmal angezogen. Schon ist es gesagt: „Wenn du jetzt nicht kommst, bleiben wir eben daheim.“ Auer-Ottenschläger: „Mit diesem Satz übertrage ich die ganze Verantwortung für die Situation, aber auch die schlechte Stimmung auf das Kind. Ich sage im Grunde: Du bist schuld, wenn wir keine schöne Zeit haben. Das ist unangebracht und ziemlich sicher auch nicht wahr. Besser wäre es vielleicht das Anziehen in ein Spiel zu verpacken oder Jacke und Schal einfach einzupacken und erst im Bus anzuziehen. Man darf es sich auch leicht machen!“

Die leere Drohung.

„Wenn du jetzt nicht kommst, geh ich ohne dich!“

Das Kind rutscht und schaukelt, ist versunken in seine Sandbauten. Die Mutter will jetzt gehen. Das sagt sie einmal, zweimal und dann kommt es: „Wenn du jetzt nicht kommst, geh ich ohne dich“. Alleingelassen zu werden, ist eine Urangst, deswegen ist diese Drohung natürlich besonders gemein. Gerade bei kleinen Kindern wird es daher auch funktionieren, aber eben nur so lange, bis bemerkt wird, dass es sich um eine leere Drohung handelt. Auer-Ottenschläger: „Übergänge sind schwierig für Kinder und dazu gehören auch Ortswechsel. Deswegen sollte man das Kind angemessen darauf vorbereiten. Situationen, die immer wieder kehren, wie jene am Spielplatz, kann man ritualisieren, also immer auf die gleiche Art einleiten. Hat man die Entscheidung getroffen, dass es nun wirklich Zeit ist zu gehen, kann man auch einfach sagen: ‚Das ist jetzt so“ und in der Verantwortung bleiben, anstatt seinem Kind Angst einzujagen.

Klassische Erpressung.

„Wenn du jetzt nicht isst, gibt es keinen Nachtisch!“

Es ist ein Rumgezappel und Herumgestochere. Seit einer gefühlten Ewigkeit sitzt der Nachwuchs vor dem liebevoll angerichteten Teller, macht keine Anstalten auch nur zu kosten: „Wenn du jetzt nichts isst, dann gibt es auch keinen Nachtisch“. Auer-Ottenschläger: „Ich könnte auch sagen: ‚Spür mal nach, ob du wirklich satt bist‘ und akzeptieren, wenn mein Kind keinen Hunger hat. Natürlich kommen da auch verschiedene Bedürfnisse zusammen, vielleicht ist es mir schade um das Essen, vielleicht fühl ich mich auch nicht gewertschätzt für meine Mühe, vielleicht will ich, dass mein Kind gut und gesund ernährt ist. Dass darf ich auch kommunizieren, hier Druck auszuüben, ist aber übergriffig. Die Probe ist ganz leicht: Würde ich diesen Satz zu einer Freundin sagen? Wenn ich die Frage mit Nein beantworte, bin ich wahrscheinlich gerade nicht in einem gleichwürdigen Austausch.“

Weben

Wandschmuck DIY: Weben am Stock

Wer erinnert sich noch an Weben in der Volksschule? Viele Wochen brachten wie damals damit zu, einen Webrahmen zu bauen, ein wenig zu hämmern und zu sägen, bevor wir  schließlich viele bunte Schnüre einfädeln konnten. Das machte Spaß und ergab immerhin den einen oder anderen Flickenteppiche für die Puppenstube. Dabei ist Weben natürlich mehr als bloßer Kinderkram. Ausgeklügelte Webtechniken sorgen für wunderschöne Ergebnisse, die sich an der Wand genauso gut machen wie auf dem Boden. Wie das aussehen kann, kann man etwa bei Christina vom Blog „Federleicht“ sehen.

Trotzdem lassen sich bereits mit einfachen Grundkenntnisse schöne Stücke fertigen. Und Kinder ab fünf machen da in der Regel auch gerne mit.

wall hanging diy

 

Wall Hanging DIY
Anleitung

 

Augen auf beim Waldspaziergang. Denn mit einer Astgabel lässt sich ein Webrahmen besonders leicht improvisieren. Außerdem eignen sich Wollreste gut für diese Bastelei. Besondere Anschaffungen sind also nicht nötig.

Materialien:

  • Astgabel
  • eine reissfeste Schnur, z.b. gewachsten Hanfgarn
  • Wolle in verschiedenen Farben und Stärken

diy wall hanging

Zunächst muss mit dem Garn eine Art Grundgerüst gebunden werden. Dafür schlingt man die Schnur zunächst um den einen Ast, führt sie durch die Mitte hindurch auf die gegenüberliegende Seite, um den Ast herum, wieder zur anderen Seite und immer so fort. Der Faden bildet also eine Art Achter und verläuft in jeder Runde einmal über Kreuz. Das Ganze sieht dann schließlich so aus:

diy wall hanging

Schon kann die Weberei beginnen. Die Wolle nun abwechseln oben und unten über den Grundgarn führen.

diy wall hanging

Besonders schön wird das Ergebnis, wenn Wolle in unterschiedlichen Farben und Stärken verwendet wird.

diy wall hanging

Du möchtest dir dieses DIY-Projekt für einen späteren Zeitpunkt aufheben? Speicher es dir am besten auf einem Pinterest-Moodboard ab:

diywallhanging

Wiener Schulen mit Reformpädagogik

Bildung: Was bedeutet eigentlich Freinet, Montessori, Dalton?

Montessori, Freinet, Dalton-Plan, Waldorf. Es gibt zahlreiche reformpädagogische Konzepte, einige von ihnen haben auch schon Einzug in die Regelschule gefunden. Allen gemeinsam ist, dass sie die Individualität des Kindes respektieren, ihm auf Augenhöhe begegnen wollen. Aber: Wo liegen nun die Unterschiede zwischen diesen Lernkonzepten? Ein Überblick:

Freinet-Pädagogik. Das reformpädagogische Konzept nach Celestine und Elise Freinet hat seine Wurzeln in der sozialistischen Bewegung der frühen 1920er Jahre. Hier wird die Klasse zu einer Art Kooperative, in der neben den Lehrern auch die Schüler ihren Anteil haben. Die Freinet-Pädagogik baut auf vier Grundsätzen auf: Die freie Entfaltung der Persönlichkeit, die kritische Auseinandersetzung mit der Umwelt, Selbstverantwortlichkeit, sowie Zusammenarbeit und gegenseitige Verantwortlichkeit. Lernen durch Experimente, soll Dinge besser begreifbar machen, Zeit für freie Arbeit, soll die Möglichkeit schaffen individuelle Interessen zu p egen. Im Klassenrat können die Schüler ihren Alltag mit gestalten. Die Wiener Lehrerin Eva Obernberger unterrricht nach der Freinet-Methode (VS Karl Löwe Gasse) und erzählt aus der Praxis:

Jedes Kind arbeitet etwas anders, deswegen ist unser Unterricht sehr individualisiert. Dabei haben die Kinder Struktur, sogar ziemlich viel, der Unterschied ist aber, dass diese Strukturen an das Kind angepasst werden und nicht umgekehrt. Uns ist wichtig eine Pädagogik der Praxis zu sein. Es versucht ja auch niemand einem Kind das Radfahren theoretisch beizubringen. Es gibt keine Methode, die für jedes Kind passt. Es ist absurd mit einer Idee alle Kinder zu unterrichten. Wir müssen das Kind sehen und spüren. Im Grunde sind wir Lernbegleiter. Wir beobachten, wir begleiten und die Kinder holen sich die Hilfe, die sie brauchen.“

Montessori-Pädagogik. Die Pädagogik nach Maria Montessori ist wahrscheinlich die bekannteste reformpädagogische Richtung. Vor allem die, die Sinne ansprechenden, Materialien sind weit verbreitet. Das Konzept geht auf die Arbeit der italienischen Ärztin Maria Montessori und ihre Erfahrungen in Waisenhäusern zwischen 1907 und 1950 zurück. „Wir müssen das Kind führen, in dem wir es frei lassen“, sagte sie etwa. Beinahe zum Slogan wurde „Hilf mir, es selbst zu tun“. Gemeint ist damit, dass das Kind nach seinen persönlichen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Interessen am besten lernt. Das heißt nicht, dass das Kind sich selbst überlassen wird: Kern der Montessori-Pädagogik ist neben der aufmerksamen Lernbegleitung, nämlich die „vorbereitete Umgebung“ – bekannt sind vor allem die Materialien, innerhalb dieser Struktur kann sich das Kind frei bewegen und individuell entwickeln.

Waldorf-Pädagogik. 1919 wurde die erste Waldorfschule gegründet. Das pädagogische Konzept nach Rudolf Steiner feiert heuer also ein 100-jähriges Jubiläum. Dieser anthroposophischer Unterrichtstypus findet sich in öffentlichen Schulen nicht und wird nur in Privatschulen unterrichtet (Die Wiener Waldorfschule verfügt allerdings über Öffentlichkeitsrecht und schließt mit staatlich anerkannter Matura ab). Die Waldorfpädagogik geht von vier verschiedenen Temperamenten aus (Choleriker, Sanguiniker, Melancholiker, Phlegmatiker) und will auf diese unterschiedlichen Charaktere individuell eingehen. Ethikunterricht, Bühnenspiel, Gesangs- und Instrumentalunterricht stehen im Fokus. Fixer Bestandteil des Curriculums ist außerdem das Fach Eurythmie, in dem die Kinder sich durch bestimmte Bewegungsabläufe und gemeinsamen Tanz ausdrücken sollen.

Dalton-Plan. Der Dalton-Plan basiert auf dem Unterrichtskonzept der Amerikanerin Helen Parkhurst und ist heute vor allem in den Niederlanden verbreitet. Parkhurst entwickelte ihre Methode zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts, ihre Pädagogik steht in einer gewissen Nähe zur Montessoripädagogik, Parkhurst und Montessori verband eine sich gegenseitig befruchtende Freundschaft, sie bereisten gemeinsam Amerika und Parkhurst unterstützte Maria Montessori dabei, ihre Ideen auch in Kalofornien umzusetzen.. Auch sie kritisierte vor allem die Gleichförmigkeit des klassischen Unterrichts und setze den Fokus auf Selbstständigkeit, Eigenverantwortlichkeit und Wahlmöglichkeiten für die Schüler. Um dies umzusetzen, entwickelte sie den Dalton-Plan – individuelle Lehrpläne (strukturiert in Wochen- und Monatspläne), die den Schülern ermöglichen sollen einen persönlichen Arbeitsrhythmus zu finden.

Montessori & Co: Wiener Volksschulen mit Reformpädagogik

Diese Liste von Wiener Volksschulen mit reformpädagogischen und alternativen Bildungskonzepten wird laufend aktualisiert.

1010


VS Stubenbastei.
Mehrstufenklasse mit Montessoripädagogik. www.vsstubenbastei.schule.wien.at

1020


Kunst in der Schule.
Öffentliche Volksschule Czerninplatz. Atelierunterricht, Offenes Lernen, Montessoriorientierter Unterricht in der Mehrstufenklasse, www.kunstinderschule.schule.wien.at

1030


VS Eslarngasse.
Mehrstufenklassen, Schülerparlament. www.eslarngasse.at

GTVS Landstraße. Reformpädagogische, Integrative Mehrstufenklassen. www.gtvs.schule.wien.at

1080


VS Pfeilgasse
. Reformpädagogische Mehrstufenklasse. (Freinet und Montessori), www.vs-pfeilgasse.schule.wien.at

1090


VS Gilgegasse.
 Eine reformpädagogische Mehrstufenklasse, Montessoripädagigik, Freinet. www.vsgilgegasse.at

1100


Offene Volksschule am Herderplatz.
Mehrstufenklassen, Schwerpunkt auf Gewaltfreie Kommunikation. www.volksschule-herderplatz.at

1120


Reformpädagogische Volksschule in der Karl Löwe Gasse.
(Montessoripädagogik, Reformpädagogik, Mehrstufenklassen u.v.m.) www.karl-loewe.schule.wien.at

1150


Oskar-Spiel-Schule. 
Öffentliche Volksschule mit individualpsychologischer,
integrativer Grundausrichtung (WIR). www.oskarspielschule.schulweb.at

1170


VS Kindermanngasse.
8 Montessoriklassen, 4 Klassen Offenes Lernen. www.kindermanngasse.schule.wien.at

VS Rötzergasse. Mehrstufenklassen, Montessoripädagogik, Offenes Lernen. www. roetzergasse.at

1180


Schule im Park.
Ganztagsvolksschule im Währinger Park. Ansätze reformpädagogischen Unterrichts, Schülerinnenparlament, Ökolog-Schule. www.vs-park.schule.wien.at

Volksschule Bischof-Faber-Platz. Montessoripädagogik. www.volksschule-bischof-faber-platz.at

1200


Integrative Lernwerkstatt Brigittenau.
Altersgemischt, integrativ, für 6-15-Jährige, Ganztagsschule. Schulversuch: „Flexible Grundschule“, Österreichischer Schulpreis 2014. www.lernwerkstatt.or.at

1220


Löwenschule Aspern.
12 Montessoriklassen, Mehrstufenklasse, Integrationsklassen. www.loewenschule-aspern.at

 

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Montessori Schule

Bildung: Reformpädagogik in der Volksschule

Eltern von Kindern, die 2019 schulpflichtig werden, müssen sich spätestens jetzt Gedanken über die passende Schule machen. Eine Entscheidung, die nicht leicht zu fällen ist, die sich in den allermeisten Fällen irgendwo zwischen der Wahl der Kindergartenfreunde, Nähe zum Wohnort und den Betreuungszeiten versteckt. Und nicht zuletzt der Frage, auf welche Art gelernt und mit welcher Haltung dem Kind begegnet wird.

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Schulen sind hierzulande enorm. Das hat mit der Schulautonomie zu tun und den damit verbundenen Freiheiten der Schulleitung. Die Lernziele sind zwar verbindlich festgelegt, wie diese erreicht werden, liegt aber im Ermessensbereich der Direktion. Ein Umstand, der auf der einen Seite sehr erfreulich ist – schließlich sind so niederschwellig leicht Veränderungen möglich, unabhängig von politischen Entscheidungen und Stimmungen – auf der anderen Seite ist es für Eltern schwer bis gar nicht nachvollziehbar, wie und nach welchen Konzepten an den einzelnen Schulen nun eigentlich unterrichtet wird.

In Wien gibt es jedenfalls eine Reihe von öffentlichen Volksschulen, in denen nach reformpädagogischen Konzepten gearbeitet wird. Es gibt allerdings keine offizielle Datenerhebung dazu, keine Liste, auf der Eltern auf einem Blick erfahren, ob hier Frontalunterricht oder Freinet, Montessori oder doch Dalton-Plan auf dem Programm steht. Der Besuch vor Ort, Mundpropaganda und Empfehlungen sind der einzige Weg sich ein ungefähres Bild zu machen. Genau deswegen soll an dieser Stelle eine kleine Liste mit jenen Wiener Schulen entstehen, die ganz bewusst einen Fokus auf reformpädagogische Konzepte legen. Diese Liste ist ganz bestimmt unvollständig, wird aber regelmäßig aktualisiert.

Hier gehts zur Liste:Montessori Schule

Wiener Volksschulen mit Reformpädagogik

 

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wrap

Gut gewickelt: Wraps mit Süßkartoffel-Blumenkohl-Fülle

Dieses Rezept gehört eindeutig in die Kategorie Comfort Food. Die Zubereitung ist unkompliziert, das Wintergemüse wärmt, stärkt und schmeckt besonders im Zusammenspiel mit Fenchel und Kräutern.

Wir nennen es Bastelessen. Gerichte, die aus verschiedenen Komponenten bestehen – Salaten, Gemüse, Dips, Getreide, Nudeln und mehr – die man sich individuell und direkt auf dem Teller zusammenstellt. Denn das sind Speisen, bei denen alle auf ihre Kosten kommen.

So ist die Bastel-Methode zur Basis unserer Familienküche geworden ist. Sie bewahrt uns regelmäßig davor nur Gerichte mit kleinstem gemeinsamen Nenner (Nudeln, also) auf den Tisch zu bringen oder ständig in die „Bitte, probier doch mal“-Falle zu tappen und am Ende des Tages doch wieder nur Butterbrot zu schmieren.

Wraps sind ein Klassiker der Bastelküche. Man kann sie auf so viele unterschiedliche Weisen füllen, dass es eigentlich niemals langweilig wird. Besonders beliebt ist bei uns zur Zeit diese Version:

Wraps mit Süßkartoffel-Blumenkohl-Fülle:

Die Gemüsefülle kommt aus dem Rohr, trifft im Wrap auf eine schnelle Tomatensauce, verschiedene Salate und einen Klecks Hummus.

Rezept Wraps

Die Zutaten:

Für das Gemüse:

  • 1 große Süßkartoffel
  • 1 Blumenkohl
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 TL Fenchelsamen
  • Salz & Pfeffer

Für die Sauce:

  • Passierte Tomaten
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Liebstöckl
  • frische Kräuter (z.b. Basilikum, Oregano, aber auch Schnittlauch oder Kresse passen)

Außerdem:

  • Babyblattspinat
  • ein kleiner Kopf Rotkraut
  • eine halbe Orange
  • Hummus
  • 8 große Weizen/Mais-Tortilla-Fladen

Rezept Wrap

Zubereitung:

Zunächst das Backrohr auf 220°C vorheizen. Die Süßkartoffel gut waschen (nicht schälen) und gemeinsam mit dem Blumenkohl in kleine Stücke schneiden. Das Gemüse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen. 3 EL Olivenöl und die Fenchelsamen untermischen, nach Belieben salzen und pfeffern. Das Gemüse auf oberer Schiene im Backrohr etwa 25 Minuten garen bis der Blumenkohl an den Spitzen leicht gebräunt ist.

Unterdes die Tomatensauce ansetzen (Knoblauch in Öl anbraten, passierte Tomaten und Kräuter beigeben und leicht köcheln lassen) und das Rotkraut dünn schneiden. Dann das Rotkraut mit den Händen kneten, reichlich salzen, noch einmal kneten, mit dem Saft einer halben Orange beträufeln und stehen lassen. (Das Rotkraut kann auch gut vorbereitet werden und hält sich im Kühlschrank problemlos einige Tage)

Jetzt ist eigentlich schon alles getan und die einzelnen Zutaten können serviert werden. Die Tortillafladen nun mit der Tomatensauce einstreichen, nach Belieben füllen. In unserer Erwachsenenvariante also mit Gemüse, frischem Baby-Blattspinat, Rotkraut und einem Klecks Hummus, für die Kinderhand zuletzt nur mit Tomatensauce und einzeln herausgepickten Süßkartoffeln. Aber, wer weiß, vielleicht wandert beim nächsten Mal ja schon ein kleines Stückchen Blumenkohl in den Wrap. Guten Appetit!

Rezept Wrap

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Spielzeugdesign

Design: Die Spielemacher

Spielen ist entdecken, probieren, verstehen. Gutes Spielzeugdesign macht die Welt für Kinder daher nicht nur schöner und bunter, sondern auch besser begreifbar.

Stapeln und Stupsen. Werfen und Wiegen. Experimentieren und Handeln. Es heißt, das Spiel ist die Arbeit des Kindes. Und tatsächlich: Im Spiel fallen Kinder in einen Zustand zerstreuter Konzentration, der bemerkenswert ist. Automatisch nähern sie sich dabei physikalischen Grundkonzepten an (schütten, werfen, fallen), konstruieren und entwerfen, kreieren eigenständige Spielwelten und üben in ausgeklügelten Rollenspielen schließlich die sozialen Skipts ihrer Umgebung. Spielen ist identitätsstiftend, spielen bildet. „Spielen ist Leben lernen“, geht Karin Schmidt-Ruhland noch einen Schritt weiter. „Mit einem guten Spielzeug kann ein Kind aktiv werden und seine Fähigkeiten ausprobieren. Es kann den Gegenstand fühlen, sein Material spüren, sehen, riechen, seine Gestalt wahrnehmen und interpretieren.“ Schmidt-Ruhland ist Professorin für Spiel- und Lerndesign an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule in Halle. Es ist das einzige Studium dieser Art in Europa und so sind es in der Regel auch ihre Absolventen, die Neuheiten für Hersteller wie Ravensburger, Mattel, Haba und Revell entwickeln.

 

Forschungslabor Kita. Weil Design immer auch ein Ausloten von Problemen ist, die Kinderperspektive für den Designer aber nicht eindeutig einnehmbar ist, wurde an der Kunstuni kurzerhand ein recht ungewöhnliches Forschungslabor eingerichtet: eine Kita nämlich. 50 Kinder arbeiten sich hier wie nebenbei an den Prototypen ab, geben knallhartes Feedback und stiften Ideen. Während die Studenten beobachten, auf Augenhöhe gehen und Bedürfnisse ausloten, um darauf wiederum gestalterisch Antworten zu formulieren. „Die Kita ist toll. Mein Lehranspruch ist nutzerorientiert und dabei geht es eben vor allem darum Probleme zunächst sichtbar zu machen, die der Gestalter dann löst. In der Kita können unsere Studenten nun mitspielen, beobachten und die Prototypen werden auf Herz und Nieren geprüft.“ Design ist ohnehin immer interdisziplinär, geht es um Spielzeug sind es vor allem die Bereiche Pädagogik, Psychologie und Didaktik, die nahtlos mit einfließen. Die Ausbildung dieser „Bezugskompetenzen“ hat an der Burg Giebichenstein einen hohen Stellenwert. Denn gerade, weil Kinder sich im Spiel eine Idee von der Welt machen, „ist die Gestaltung von Spielprodukten eine verantwortungsvolle Aufgabe“, sagt Schmidt-Ruhland. Im Gespräch mit der Designerin gibt es dann auch einen Begriff, der immer wieder fällt – er lautet Freiheit. Weil gutes Spielzeug nicht beschränkt, sondern Möglichkeiten aufzeigt, Anreize schafft. „Spielprodukte sollten eine große Interpretationsmöglichkeit bieten.“ 

spielzeugdesign

Ein Ding, tausend Spiele. Gutes Spielzeug ist immer ein Angebot, nie eine Handlungsanweisung. Nach diesem Konzept lässt sich wohl auch Bilibo, ein Entwurf des Schweizer Designers Alex Hochstrasser, am besten verstehen. Bilibo ist knallbunt, kugelig, aus Kunststoff gefertigt, erinnert an eine Art Stuhl ohne Beine – eine Spielschale. Bilibo ist enorm erfolgreich, wurde mit zahlreichen Preisen bedacht und war auch schon im New Yorker Moma ausgestellt. Das hat vor allem zwei Gründe: Es taugt zu allem und nichts und antwortet gleichzeitig auf eine typische Problemstellung der Zeit: Der Reibungsfläche von kindlichem Bewegungsdrang und städtischem Leben, das in der Regel drinnen stattfindet. „Bilibo soll Neugier wecken und Kinder dazu inspirieren sich eigene Spiele auszudenken. Es geht darum, dass die Kinder zu ihren eigenen Erfindern und Erzählern werden“, sagt Hochstrasser, den bei der Entwicklung seiner bunten Spielschale vor allem auch der kindliche Umgang mit Alltagsgegenständen inspiriert hat, etwa Sessel und Umzugskartons. Und so lädt Bilibo nun zum kreiseln, schaukeln und rutschen ein, genauso wie zum bauen und sortieren. Es soll dabei nicht zuletzt augenzwinkernde Alternative zu klassischem Holzspielzeug sein, das in der Regel einen pädagogischen Ansatz verfolgt, Hochstrasser jedenfalls oft zu „dogmatisch“ ist. Spielen muss schon Spaß machen.

 

Der Baustein, ein Klassiker. Trotzdem ist Holz im Bereich hochwertigen Spielzeugs nach wie vor Werkstoff Nummer 1. Und der klassische Baustein – Keimzelle von Konstruktion und Architektur – dabei das Objekt an dem sich Designer besonders gern abarbeiten. Quadratisch, rechteckig, asymmetrisch, schwer oder leicht, hoch oder niedrig: Generationen von Spielzeugkonstrukteuren haben sich bereits auf die Suche nach dem perfekten Holzstein gemacht. Christian Lessing ist einer von ihnen. Inspiriert von Da Vincis Brücke ohne Mörtel besteht sein „Mauersack“ aus 40 schiefen Steinen, die sich mit Geschicklichkeit und ein wenig Gespür für Statik mauerartig ineinander verkeilen und anordnen lassen. Nachwuchsdesignerin Lena Mühl – auch sie studierte bei Schmidt-Ruhland – fiel bei der Spielzeugmesse in Nürnberg wiederum mit ihren „VogelVaus“ auf –  dabei werden sympathische tierische Steine in V- und Vogel-Form verbaut. Und auch Christoph Groetsch hat sich an einer neuen Formgebung versucht. Für seine Manufaktur „Formknall“  konstruierte er die wabenförmigen „Hotz“-Klötze. Auch hierzulande gibt es Bewegung im Baustein-Segment. Eine Materialinnovation brachte etwa die Bioblo-Gründer dazu ein komplett neues Bausteinsystem zu entwickeln, das mittlerweile in ganz Europa vertrieben wird. Bio-Fasal nennt sich das und besteht aus Holz (60 Prozent) und upgecycleten Plastikbechern (40 Prozent). Wie bei Groetsch ist es der Blick in die Natur hin zu den Bienen, der die Formgebung bestimmt: „Waben sind besonders stabil bei gleichzeitiger Materialeffizienz“, erklärt Bioblo-Geschäftsführer Stefan Friedrich. Farbliche Vielfalt ist Teil des Konzepts: „Damit kann man einfach alles bauen – Tiere, Schiffe, Festungen. Die extremsten Bauprojekte setzen dabei oft die Väter um“, so Friedrich. Das ist gut, immerhin machen Kinder nach, was sie sehen, lernen in dem sie sich ein Beispiel nehmen. „Wir konditionieren die Kinder, geben unsere Lebensentwürfe an sie weiter“, sagt etwa Schmidt-Ruhland. Erwachsene können es sich auf dem Spielteppich ruhig bequem machen. Friedrich berichtet jedenfalls von „kontemplativer Entspannung“ . Und die tut ja allen gut.

Dieser Text erschien zuerst im Die Presse Schaufenster (Nr. 39/ 23.11.2018).

 

 

Wochenende in Bildern

Wochenende in Bildern: Vorweihnachtlicher Bastelmarathon

Wenn man sich dieses Wochenende in Bildern ansieht, könnte man meinen, es handelt sich dabei um eine einzige, riesige Bastelei. Und das ist im Grunde auch richtig.

Wochenende in Bildern

Samstag. Wir schlafen lang, zünden Kerzen zum Frühstück an und lassen das jüngste Familienmitglied selbstlos das Musikprogramm bestimmen. Während das Kind tanzt, wächst sich auf dem Tisch eine Zeitungs- und Bastellandschaft aus. Denn so viel steht fest: Die Wohnung wird an diesem Wochenende nur in Ausnahmefällen verlassen.

Wochenende in Bildern

Nach der Aufwärmrunde auf dem Wohnzimmer-Tanzparkett folgt des Kindes liebstes Weihnachtshörspiel, nämlich dieses hier. Das Personal der Weihnachtsgeschichte wird schon länger bespielt, nun wird auch der Ruf nach einem adäquaten Stall lauter. Also stecken wir aus fünf Stoffdreiecken und eben so vielen Holzspießen schnell ein Weihnachtstipi zusammen. Eine viel sauberere Anleitung gibt es zum Beispiel bei Steffi von Cuchikind, unsere Version tut es für die nächsten Tage aber auch. In der kleinen Kiste liegt übrigens ein Lego-Polizist. Es geht schließlich nichts über kindliche Vorstellungskraft.

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Weihnachtliche Papiersterne sieht man ja allerorts. Auch bei uns. Dafür wurde Zeitungspapier zunächst wild und bunt bestempelt, dann in dünne Streifen gefaltet, an den Seiten eingeschnitten, aufgefächert und an den Rändern zugeklebt.

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Später wagen wir uns dann doch raus in die Schneelandschaft. Den Nachmittag verbringen wir bei einem sehr schönen und entspannten Kindergeburtstag.

Wochenende in Bildern

Wir drehen schon seit Mitte der Woche Bienenwachskerzen in verschiedenen Größen, weil es so gut riecht, Kinderhandtauglich ist und sich auch noch gut verschenken lässt. Nachdem ich bei Susanne von Geborgen Wachsen schon so oft kleine Walnusskerzenschiffchen gesehen habe, habe ich die nun kurzerhand auch mal ausprobiert.

Wochenende in Bildern

Und das passt ja auch irgendwie ganz gut in dieses Wochenende in Bildern, dass einst von Susanne initiiert wurde und ab heute bei Konsti und Alu von www.grossekoepfe.de stattfindet. Die Kerzenschiffchen bringen jedenfalls umgehend (noch mehr) Weihnachtsstimmung auf den Tisch.

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Hier trocknen übrigens Feenflügel vor sich hin. Erst vor wenigen Wochen gab es bei einem Kindergeburtstag nämlich ganz tolle geschenkt, aufgrund ständigen Gebrauchs haben diese ihren Dienst jetzt allerdings quittiert. Nach ihrem Vorbild wurden nun neue improvisiert und zwar „mit gaaaanz viel Glitzer, bitte“. Damit der auch hält, kommt später noch transparente Folie zum Einsatz, genauso wie eine Schnur zum um die Schultern spannen. Die Anleitung zum Traumfänger nebenan gibt es übrigens hier.

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Für eine kurze Ladung Frischluft holen wir uns frischen Kaffee von Fürth Kaffee, dazu gibt es dann Bananenbrot nach dem Rezept von Oh She Glows. Danach folgt gleich noch ein wichtiger Programmpunkt – die Weihnachtswunschliste. Die wird wild bestempelt und – sehr diplomatisch –  sowohl an Christkind als auch an den Weihnachtsmann adressiert.

Wochenende in Bildern

Was darauf folgt, ist noch mehr Herumhängen, Keksgekrümel und Feengehüpfe und der Plan, die kommende Woche so weiter zu machen, sie also so ruhig, wie nur möglich, zu begehen. Letzte Projekte abzuschließen, um einen vorgezogenen Weihnachtsurlaub anzutreten. Mal sehen, ob das gelingt. Auch euch eine  entspannte Woche und natürlich einen schönen dritten Advent!

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Vorweihnachtszeit ist Vorlesezeit. Wir machen es uns auf der Couch gemütlich und verlieren uns in geheimnisvollen Geschichten. Wir reisen durch zauberhafte Winterlandschaften,  folgen traditionellen Melodien bis zu ihrem Ursprung. Wir laden Unbekannte ein, bei uns Halt zu machen und betrachten die Weihnachtsgeschichte aus den unterschiedlichsten Perspektiven. Und natürlich freuen wir uns auch an Weihnachten an einer Portion Spaß und Schabernack. Die schönsten Winter- und Weihnachtsbücher im Überblick:

 

 

Stille Nacht

Eine musikalische Geschichte. Liest man in diesem Buch, dann kriecht einem die Kälte direkt unter die Haut, genauso wie jene Mattheit, die einen nach durchlebter Krankheit oft lange begleitet und die Idee von Unwirtlichkeit und Hunger. Und trotzdem ist diese Geschichte durchaus positiv. Sie erzählt von jenem besonderen Zauber, den eine kleine, schöne Melodie verbreiten kann – gerade dann, wenn das Bedürfnis nach Hoffnung groß ist. Besonders schön wird dieses Buch durch das Zusammenspiel der traumhaften Illustrationen und den konkreten geschichtlichen Zusammenhängen, die bekannte Melodie transportiert einen so direkt in die Salzburger Schneelandschaft von 1818. Brigitte Weninger, Julie Wintz-Litty: Stille Nacht. Ein Lied geht um die Welt. NordSüd-Verlag. 15 Euro.

Stille Nacht

 

 

Stille Nacht, fröhliche Nacht

Gutgelaunte Heimatlose. Um eine gute Geschichte zu erzählen, braucht man nicht unbedingt viele Worte. Oder überhaupt Worte. Das zeigt Julie Völk, die schon für „Guten Morgen kleine Straßenbahn“ mit dem österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet wurde, mit diesem Bilderbuch ganz eindeutig auf. Passend zur Weihnachtszeit geht es um eine Reise, die durch weite Schneelandschaften führt, und die Wärme, die echte Gastfreundschaft verbreitet. Hier ist es eine sympathische Zirkustruppe die in der kleinen Hüte einer einsamen Bauersfrau ein Zuhause auf Zeit findet. Kleine Szenerien zum hineinträumen, weiterdichten und immer wieder ansehen. Julie Völk: Stille Nacht, fröhliche Nacht. Gerstenberg Verlag, 17, 50 Euro. 

Stille Nacht, fröhliche NachtStille Nacht, fröhliche Nacht

 

 

Das Kätzchen in der Weihnachtskrippe

Launisches, kleines Kätzchen. Dicke Kühe, doofe Ziegen, trampelige Kamele und zu allem Überdruss auch noch ein schreiendes Kind! In dieser Nacht muss die kleine Katze aus Betlehem wahrlich allerlei Ungemach hinnehmen. Klar, dass sie da aus dem schimpfen gar nicht mehr herauskommt, als sie dann auch noch aus ihrer Krippe gekippt wird, ist endgültig Schluss. Bei allem Ärger passiert aber auch etwas komisches: Die kleine Katze verliert das Bedürfnis die Mäuse zu jagen – und zwar für alle Zeit. Michael Foreman, Regine Schindler: Das Kätzchen in der Weihnachtskrippe. Bohem Press. 8, 80 Euro.

Das Kätzchen in der Weihnachtskrippe

 

 

Der kleine Trommler

Musik im Stall. Es kommt nicht darauf an, was du trägst, wo du lebst oder, was du besitzt, sondern nur darauf, was du im Herzen trägst. Diese einfache Botschaft steht im Zentrum dieser Geschichte, die sich auf den Spuren des Weihnachtsliedes „Little Drummer Boy“ bewegt. Besonders viel Spaß macht die Geschichte, weil sie als eine Art Sequel zur klassischen Weihnachtsgeschichte funktioniert, eine Zugabe, die einen Blick hinaus aus dem Stall und hinein in die Stadt ermöglicht. Stimmungsvoll illustriert, schön erzählt von der britischen Kinderbuchautorin Bernadette, die für ihre zarten und trotzdem detailgenauen Zeichnungen bekannt ist. Bernadette: Der kleine Trommler. Nord Süd Verlag, 15 Euro.

Der kleine Trommler

 

 

Yeti Pleki Plek

Yeti Pleki Plek. Diese kleine merkwürdige Geschichte geht ans Kinderherz. Ein freundlicher Yeti, eine Tasche voll Mandarinen und jede Menge Schnee sind die Zutaten aus denen Eva Susso dieses Kinderbuch gestrickt hat. Ein mutiger kleiner Junge und ein tiefenentspannter Halbstarker werden von einem wundersamen, kichernden Schneemenschen entführt, um dabei wieder auf den richtigen Weg gebracht zu werden. Benjamin Chauds Illustrationen, bei denen das Schöne schräg und das Schräge schön sein darf, passen da ganz wunderbar dazu. Eva Susso: Yeti Pleki Plek. Bohem Verlag, 14,95 Euro.

 

 

Zilly und Zingaro

Hexe fährt Schlitten. Zilly, die sympathisch-chaotische Zauberin hat bekanntlich andauernd „fantastische Ideen“. Das gilt natürlich auch für die Weihnachtszeit, die sie gemeinsam mit ihrem Kater Zingaro festlichst begeht – unzählige Lichterketten inklusive. Auch in dieser Episode geht erst einmal etwas schief, damit das kleine Abenteuer erst möglich wird und auch der Weihnachtsmann ist mit von der Partie. Korky Paul, Valerie Thomas: Zilly und Zingaro. Eine schöne Bescherung. Beltz & Gelberg, 12.95 Euro.

Zilly und Zingaro

 

 

Das rote Paket

Das rote Paket. Eine behutsame Erzählung, die auch vor schwereren Gefühlen nicht haltmacht. Linda Wolfsgruber und Gino Alberti sparen Empfindungen wie Einsamkeit, Melancholie und Mitleid nicht aus, lassen den Leser und ihre Protagonisten damit aber nicht alleine. Eine Geschichte, die zeigt, dass Trost und Glück oft in den kleinen Gesten stecken, in der der Geist der Weihnacht zu spüren ist, ohne dass mit dem Finger direkt darauf gezeigt werden muss. Linda Wolfsgruber, Gino Alberti: Das rote Paket. Bohem Verlag, 16, 95 Euro.

Das rote Paket

 

 

Die Reise nach Bethlehem

Auf den Spuren von Maria und Josef. Noch ein Add-on zur Weihnachtsgeschichte. Denn jener Esel, der Maria nach Betlehem trägt, ist selbst Mutter und musste ihr Fohlen in Nazareth zurück lassen. Dort kümmert sich zwar das Mädchen Rebecca um das junge Tier, trotzdem wird es immer trauriger und trauriger. Als das Eselkind auch noch das Essen verweigert, beschließt Rebecca, es zu seiner Mutter zu bringen. Die beiden bewegen sich auf den Spuren von Maria und Josef nach Betlehem und erreichen den berühmten Stall pünktlich. Der aufwendige Golddruck macht das Buch besonders schön.  Brian Wildsmith: Die Reise nach Betlehem. bohem press. 16.95 Euro

Reise nach Betlehem

 

 

Weihnachtliche Hexenstube. In diesem kleinen Buch geht es um das Warten, Vorbereiten genauso wie um Freundschaftsdienste und Gastlichkeit. Denn die kleine Hexe Lisbet steckt mitten in den Vorbereitungen für ihr persönliches Weihnachtsfest als die Weihnachtshexe sie um einen Gefallen bittet: Ob Lisbet vielleicht auf ihre Nichte aufpassen könnte? Sie hätte gerade heute wirklich viel zu tun und könnte Lisbets Hilfe gut brauchen. Da sagt Lisbet natürlich nicht Nein, das Kind sorgt für ein wenig Durcheinander in der Hexenstube und nach und nach reihen sich noch andere Besucher ein, die bei Lisbet Schutz und Wärme suchen. Am Ende wird es gerade deswegen ein wunderschönes Weihnachtsfest. Und das sehnlich erwartete Geschenk – das vergisst Lisbet bei diesem Trubel beinah. Lieve Baeten: Die kleine Hexe feiert Weihnachten. Oetinger Verlag. 10. 30 Euro

 

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