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Baby-Erstausstattung: Von Spucktuch bis Kirschkernkissen

Welche Dinge braucht man nun eigentlich wirklich für ein Baby? Wir haben jene gefragt, die es wissen müssen, Mütter nämlich, und gemeinsam eine Antwort auf diese Frage versucht. Das Ergebnis ist eine übersichtliche Liste an praktischen und schönen Dingen.

Die Hersteller überbieten sich mit Angeboten rund um das Neugeborene, Produkte für Babys füllen regelmäßig ganze Messehallen und vieles davon blinkt und leuchtet, ist laut und bunt oder macht auf andere Art auf sich aufmerksam. Kein Wunder, also, wenn man da zwischen Hormonhoch und Nestbaufieber schnell mal den Überblick verliert. Also, haben wir uns bei Müttern in unserer Umgebung umgehört und nachgefragt, auf was sie in der ersten Zeit mit Baby denn nun auf keinen Fall hätten verzichten wollen. Das Ergebnis zeigt: Im Überfluss brauchen Neugeborene eigentlich nur Liebe, Nähe, Wärme, Körperkontakt, die Einkaufsliste bleibt überschaubar.

Stillkissen: Gut gestützt.

Stillkissen sind sehr, sehr praktisch. Zum Stillen – das liegt nahe – aber auch, um das Neugeborene sicher abzulegen oder eine weiche Begrenzung in Kinder- oder Stubenwagen zu zaubern. Viele nutzen die überdimensionale Polsterwurst bereits in der Schwangerschaft, um sich in eine bequeme Seitenlage zu helfen. Stillkissen gibt es in drei unterschiedlichen Größen, die kleinste Variante ist auch als amerikanisches Stillkissen bekannt und wird einfach um die Hüfte gelegt, die größte misst ganze 190 Zentimeter. Die meisten Stillkissen sind ziemlich hässlich, so ehrlich muss man sein, mittlerweile gibt es aber ein paar schöne Ausnahmen, etwa dieses hier von Sugar Apple.

Babydecken: Gut gewickelt.

Für so ein kleines Baby ist der Wechsel von weich und warm und dunkel (im Bauch) auf kalt und hell und laut (außerhalb des Bauches) oft gar nicht so leicht. Wir können es ihm aber immerhin so bequem wie möglich machen, und das bedeutet Decken, Decken, Decken – sofern das Baby nicht gerade gemütlich auf einem Stückchen Elternhaut liegt. Im Idealfall hat man eine etwas stärkere Steppdecke (z.b. dieses Futon von Numero 74), um das Kind drauf zu legen und eine kuschelig-wollig-weiche (z.b. diese von Konges Slojd), um es einzuwickeln.

Futon von Numero 74. 71 Euro via Smalllable.

Von Konges Slojd, etwa 68 Euro.

Der Schlafsack: Gut gebettet.

Neugeborene kühlen schnell aus. Vom Einsatz von Bettdecken wird in den ersten Monaten ja abgeraten, ein gemütlicher, kuscheliger Schlafsack gibt da die passende Alternative. Der Wärmegrad wird in Tog gemessen und geht von 0,5 (Sommer) bis 3,5 (bitterkalter Winter). Wer sein Baby bei sich im Bett hat, greift am besten zu angenehm temperierten 1,0 Tog.

Von Camomile London, zur Zeit im Sale um ca. 32 Euro.

Körperöl: Sanft berührt.

Babypflege nimmt in den meisten Drogeriemärkten meterweise Regalfläche ein. Dabei brauchen die Kleinsten davon so gut wie nichts. Für die erste Zeit (und auch weit darüber hinaus) tut es ein gutes Öl (zum Beispiel dieses von Alma Baby Care, hochwertiges Mandelöl eignet sich ebenfalls). Man kann einen Tropfen ins Badewasser geben oder für eine sanfte Babymassage nutzen.

Kirschkernkissen: Gut gewärmt.

Gerade in den ersten Monaten nach der Geburt werden viele Babys von Bauchschmerzen gequält. Die Darmbakterien müssen sich erst bilden und auch das rasche Wachstum wirkt sich auf den Stoffwechsel aus. Als Eltern kann man da oft einfach nur da sein, am besten ausgestattet mit Bäuchleinöl und warmen Kirschkernkissen.

Die Kirschkernkissen von Laselu gibt es mit tannengrüner oder altrosa Kuschelseite. 17 Euro.

Große Tücher: Alltagsbegleiter.

Sie heißen Swaddle oder Pucktuch und sind längst nicht nur dazu geeignet das Baby einzuwickeln (was viele Kinder sehr gern mögen, aber längst nicht alle). Die überdimensionierten Mullwindeln sind wahre Alleskönner, ersetzen spielend leicht Handtuch, Decke, Sonnenschirm. Oben drauf gibt es sie in den schönsten Farben und Mustern. Etwa von SÖM New York  oder Camomile London.

Von SÖM New York, gibt’s bei BöfBöf, ca. 40 Euro.

Von Camomile London, via Smalllable, 3er Set um 35 Euro.

Mulltücher: Das Original.

Das heißt aber nicht, dass auf Tücher in gängiger Größe verzichtet werden kann. Denn das klassische Spucktuch (zum Beispiel dieses) hilft nicht nur beim spucken, es kann auch vieles, was der große Bruder, das Pucktuch, kann – außer pucken vielleicht.

Zweierpack von Liewood, gefunden bei Hasel und Gretel, 14 Euro.

Bodys, Strampler, Söckchen, Mützchen: Gut angezogen.

Beim Kauf von Kleidung ist Zurückhaltung angesagt. Die Kleinen wachsen sehr schnell aus den schönen Stücken heraus und vieles bekommt man auch geschenkt. 2 Strampler, 4 Bodys, 3 Paar Söckchen und 2 Mützchen bringen das Neugeborene wahrscheinlich gut gewandet durch die erste Zeit. Wichtiger als die Menge ist das Material: Wolle, Seide und Baumwolle sind  am angenehmsten für die zarte Babyhaut.

Strampler von Oniko, aus Angora-Gemisch, bei „Der kleine Salon“ gerade im Sale um 52, 20 Euro.

Venus Kimono von Summer & Storm.

Diese flauschigen Söckchen sind von Falke, 7 Euro.

 

Die kleinen Hauben von www.petitesoulshop.com sind aus weichem Bio-Baumwoll-Jersey hergestellt.

 

Wippe: Die helfende Hand, äh, Liege.

Am allerliebsten befinden sich Neugeborene bei Mama auf dem Arm. Weswegen die allermeisten Mütter auch in Rekordgeschwindigkeit zu wahren Meisterinnen im Fach „einhändig durch den Alltag“  werden. Das geht auf weite Strecken auch ganz gut, etwa beim essen, einkaufen, telefonieren, kochen, staubsaugen, Wasserglas abstellen, Radio leiser drehen u.s.w. Es gibt aber auch Dinge, die macht man lieber „allein“. Haare waschen zum Beispiel. Hier kann eine Wippe gute Dienste leisten: Das Baby hat Mama und den Rest der Umgebung gut im Blick, liegt bequem und ist vor allem immer mit dabei.

Die Trage, das Tuch: Gut umgeschnallt.

Ein Kinderwagen kann natürlich eine gute Sache sein, etwa, wenn das Neugeborene gerne darin schläft. Viele, viele Kinder finden es aber schöner auch draußen dicht an Mama oder Papa gewickelt zu werden, ihren Eltern geht es oft ganz genauso. In der U-Bahn, im Supermarkt und im Treppenhaus ist der Kinderwagen dann plötzlich auch gar nicht mehr so praktisch und  – das ist besonders schön – die Tragehilfe funktioniert auch Indoor. Bevor man also viel Geld in eine Babywanne investiert, kann man auch erstmal abwarten, wie es sich in dieser Frage mit dem eigenen Nachwuchs verhält. Fest steht jedenfalls: Alle von uns  befragten Mütter zählten das Tuch oder die Trage zu den drei wichtigsten Produkten für die Säuglingszeit.

 

Elastisches Tragetuch von Bellybutton by Manduca.

Trage mit Säuglingseinsatz von Ergo Baby.

 

Das Tragecover: Gut eingepackt.

Wer trägt und ein Winterbaby hat, braucht ein Tragecover. Das wird ganz einfach um Mutter und Kind geschnallt und hält das Baby wohlig warm. Besonders praktisch: Sollte das Baby in der Trage eingeschlafen sein und man kommt ins Warme, kann man ganz einfach das Cover lösen und muss das Kind nicht aus einem Overall schälen. Schöne handgefertigte Modelle gibt es etwa von Larali.

 

Wickeltasche: Klein, praktisch, handlich.

Eine dezidierte Wickeltasche muss nicht unbedingt sein. Ein dem Zweck entsprechendes Necessaire tut es auch und kann vor allem auch unkompliziert zwischen den Bezugspersonen hin und her wechseln. Hier lassen sich Feuchttücher, Windeln und sogar Wechselsocken verstauen und eine Wickelunterlage ist bei diesem Modell auch integriert. Wer ein ähnliches Modell selbst nähen möchte, hat vielleicht Freude an unserer Nähanleitung für ein Wickelneccessaire.

Hand genäht aus hochwertigem Material. Von Sobini, 76 Euro.

 

 

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